Jaczo-Turm an der Gatower Straße

2. Jaczo-Fest in der Spandauer Jaczoschlucht

Jun ’12
10
12:00

Spektakel beiderseits der Havel

Die Sage

Jaczo-Fest

Jaczo-Fest

Die alte Geschichte dürfte den meisten aus dem Grundschulunterricht bekannt sein. Albrecht der Bär eroberte Brandenburg am 11. Juni des Jahres 1157. Die Slaven wurden vollständig unterworfen. Eher sagenhaft ist die Geschichte des Slawenfürsten Jaczo von Köpenick. Der nach Überquerung der Havel nach Flucht durch die Jaczo-Schluchtauf Schildhorn gelandet sein soll. Hier soll sich der Slawenfürst zum Christentum bekannt haben.

Jaczo-Turm, versteckt hinter Bäumen  (Foto: Ralf Salecker)

Jaczo-Turm, versteckt hinter Bäumen (Foto: Ralf Salecker)

Auf der Flucht vor dem Askanier Albrecht der Bär sprang er vor Verzweiflung mitsamt Rüstung und Pferd in die Fluten der Havel. Als die Kräfte schwanden und er zu ertrinken drohte, rief er seinen Gott Triglaw (der „Dreiköpfige“). Der hatte wohl etwas anderes zu tun und erhörte ihn nicht. In höchster Not wandte er sich dann an den Christengott. Weil er das rettende Ufer erreichte hängte Jaczo Schild und Horn an eine Eiche und schwor dem Christengott die Treue.

Programm für das Jaczo-Fest am Spandauer Ufer der Havel

  • 12:00 Uhr Begrüßung: Ulrich Reinicke, Förderverein historisches Gatow e.V., Grußwort: Helmut Kleebank, Bezirksbürgermeister von Spandau
  • 12:10 Uhr Bläserklasse der Paul-Moor-Schule
  • 12:25 Uhr Schülertheater spielt Schildhornsage
  • „Slawenburg Raddusch“ präsentiert die Verteidigungskunst der Slawen
  • 13:00 Uhr (13:30 Uhr?) Die Musikgruppe „Saitenklang“ des Klang-Holz e. V (Zitadelle Spandau) lässt Chrotta, Harfe und Cister auf alte Weise erklingen
  • „Die Milzener“ kommen mit Kriegern und Handwerkern
  • 12:30 Uhr Begrüßung: Bürger für Schildhorn e.V.; Grußwort: Reinhard Naumann (angefragt) Bezirksbürgermeister
  • 12:45 Uhr „Die Lautlosen“ tragen Schildhornsage vor
  • Laut Pressemeldung aus Charlottenburg geben die beiden Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (Charlottenburg-Wilmersdorf) und Helmuth Kleebank (Spandau) um 13 Uhr in Gatow in der Nähe des Jaczoturms am Spandauer Havelufer das Starsignal.
  • 13:15 Uhr Schildhornschwimmen – Ankunft Männer
  • 13:30 Uhr Ankunft Frauen
  • 13:45 Uhr Ankunft Jugend
  • 15 Uhr: Siegerehrung
  • Gesottenes und Gebratenes, Speis‘ und Trank bietet Arno Weßler
  • Die Askanier kämpfen um Ritterehre
  • „Die Lautlosen“ spielen Mittelaltermusik und geben Kunde von der Schildhornsage
  • Heino Glantz beherrscht das alte Böttcher-Handwerk und leitet den Nachwuchs dazu an

Ein vergessener Ort

Ein vergessener Ort

Zitadelle Spandau,  Foyer B, Kleidung im Laufe der Jahrhunderte - Foto: Ralf Salecker

Zitadelle Spandau, Foyer B, Kleidung im Laufe der Jahrhunderte - Foto: Ralf Salecker

Der Schwimmwettbewerb von Gatow nach Schildhorn (750 Meter) ist der Höhepunkt des Festes. Der erste von insgesamt drei Startschüssen fällt um 13 Uhr. Sieger oder Siegerin ist, wer zuerst das Horn bläst, das zu diesem Zweck am Schildhorndenkmal auf dem Hügel aufgehängt wird (Laufstrecke: 100 Meter).

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin hat die Genehmigung zugesagt. Für die Gesundheit der Schwimmer ist gesorgt. Die DLRG wird das Wettschwimmen überwachen und vier Boote entlang der Strecke bereithalten. Für medizinische Versorgung sorgen Ärzte an beiden Ufer und auf dem Wasser.

Schirmherr des Schildhornschwimmens ist der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit. Spandaus Bürgermeister wird das Fest eröffnen und den Startschuss geben.

Startplatz – 3 Starts mit je 30 Teilnehmern

Havelufer am Ausgang der Jaczo-Schlucht (Zugang über Gatower Str. 195, südlich Havelklinik oder Scharfe Lanke 139

  • 13:00 Uhr: Männer (ab 16 Jahren)
  • 13:15 Uhr: Frauen (ab 16 Jahren)
  • 13:30 Uhr: Jugend (m/w 12 bis 15 Jahre)

Programm für das Jaczo-Fest auf der Schildhornseite

  • 12:30 Uhr Begrüßung: Bürger für Schildhorn e.V. Grußwort: Reinhard Naumann (angefragt) Bezirksbürgermeister
  • 12:45 Uhr „Die Lautlosen“ tragen Schildhornsage vor

Schildhornschwimmen Ankunft

  • Empfang der Schwimmer durch die beiden Bezirksbürgermeister
  • 13:15 Uhr Ankunft Männer
  • 13:30 Uhr Ankunft Frauen
  • 13:45 Uhr Ankunft Jugend
  • 15 Uhr: Siegerehrung
  • Gesottenes und Gebratenes, Speis‘ und Trank bietet Arno Weßler
  • Die Askanier kämpfen um Ritterehre

 

Die Parkmöglichkeiten vor Ort sind begrenzt! Bitte benutzen sie die öffentlichen Verkehrsmittel!

  • Gatow: Bus X34 (20-Minutentakt)
  • Bahnhof Zoo – Zur Haveldüne oder Biberburg 10:14 – 18:14
  • Biberburg – Bahnhof Zoo 10:26 – 18:26
  • Bus 134 (20-Minutentakt)
  • Rathaus Spandau – Zur Haveldüne oder Biberburg 10:41 – 19:41
  • Biberburg – Rathaus Spandau 10:15 – 19:15
  • Schildhorn: Bus 218 (30-Minuten-Takt)
  • S Heerstr. > Schildhorn: 10:18-19:18 Schildhorn > S Heerstr.: 10:39-19:39
  • S Wannsee > Schildhorn: 10:15-19:15 Schildhorn > S Wannsee: 09:58-19:28
  • Ausschließlich anlässlich des Jaczo-Festes besteht Fährverkehr zwischen Gatow (Marina Lanke) und Schildhorn.

Weitere Informationen unter: www.jaczo-fest.de

3 comments to 2. Jaczo-Fest in der Spandauer Jaczoschlucht

  • Uwe

    Bitte klärt mich auf! Seit wann ist Schildhorn in Spandau? Welcher Geschichtslegastheniker hat das denn erfunden?

  • Niemand behauptet, Schildhorn läge in Spandau. Auf Schildhorn gibt es aber das Schildhorndenkmal welches sich auf die Jaczo-Sage bezieht. Ein Verein dort drüben hat es sich zu Aufgabe gemacht, wieder den Blick auf das Denkmal und dessen “Geschichte” zu lenken. Dazu passt es ganz hervorragend, das auf Spandauer Seite ebenfalls ein Denkmal für die Sage existiert. Der Jaczo-Turm hat lange ein Dornröschendasein geführt. Natürliche und menschliche zerstörung hatten dem Bauwerk nicht gut getan. Jetzt kommt er wieder in den Blick der Öffentlichkeit. Es gibt einen gemütlichen Weg, der von der Gatower Straße zur Havel hinunter führt. Ein Gatower Verein hatte sich des lädierten Turms angenommen und ihn wieder in einen vernünftigen Zustand gebracht.
    Das Wettschwimmen von der Spandauer Seite hinüber nach Schildhorn soll also ein symbolischer Brückenschlag sein. Er macht aufmerksam auf eine alte Sage und – für die an mehr Interessierten – auf den historischen Hintergrund. Ich finde, diese Aktion auf beiden Seiten ist es wert besucht zu werden, vor allem, weil viel persönliches Engagement einzelner die Veranstalter immer interessanter werden lässt.
    Darum also lohnt sich ein Besuch am Jaczo-Turm. Vor allem wird an diesem Tag eine “Fährverbindung” geben, die früher einmal dort bestanden hat. Die Gelegenheit einmal auf die Schnelle nach Schildhorn zu wechseln.
    Sonntag … :)

  • [...] Sonntag fand nun zum 2. Mal das Jaczo-Fest statt. Spandau und Charlottenburg-Wilmerdorf sind Schauplatz einer alten Geschichte, bei der [...]

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