Rieselfelder Karolinenhöhe in Gatow

Monatsarchiv für Juli 2009

Jul 31 2009

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Salecker

Kandidaten für Spandauer Ehrennadel 2009 gesucht

Abgelegt unter Gesellschaft/Politik

Welche Spandauerin oder welcher Spandauer hat sich besonders verdient gemacht?

Wieder einmal werden Menschen aus Spandau gesucht, die sich in ganz besonderer Weise für den Bezirk oder das Gemeinwesen eingesetzt haben. Der Bezirk Spandau vergibt als höchste Auszeichnung die Spandauer Ehrennadel.  Vorgesehen für diese Ehrung sind ehrenamtlich tätige Personen, die sich in vorbildlicher Art langjährig in der Zitadellen‑ und Havelstadt Spandau engagiert haben.

Dieser Preis versteht sich als besondere Auszeichnung für Tätigkeiten, die sich nicht aus einer beruflichen Verpflichtung ergeben. Auch bereits mit höherrangigen Auszeichnung gewürdigte Personen sind von dieser Ehrung ausgenommen.

Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz ruft alle Spandauer dazu auf, Vorschläge für die Verleihung an das Bezirksamt zu senden. Es versteht sich von selbst, das niemand sich selbst vorschlagen darf.

Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen eines feierlichen Festaktes im Beisen von hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Kirche, Sport, Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr.

Bezirksbürgermeister Birkholz meint dazu:
„Besonderes Engagement für den Bezirk Spandau und seine Bewohnerinnen und Bewohner muss auch in besonderer Weise durch die kommunalpolitischen Verantwortungsträger gewürdigt werden. Dieser besondere persönliche Einsatz kann sich auf die unterschiedlichsten Belange in unserem gesellschaftlichen Leben beziehen. Ich denke vornehmlich an ein langjähriges erfolgreiches Wirken in sozialen, religiösen, kulturellen, sportlichen oder gesellschaftspolitischen Bereichen unseres Bezirks.

Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger engagieren sich in besonderer Weise ehrenamtlich in Vereinen, Verbänden, Kirchen und anderen Institutionen unseres Bezirks. Zudem gibt es aber auch eine Vielzahl von Menschen, die sich außerhalb von Organisationen in außergewöhnlicher Form um das Gemeinwohl in Spandau bemühen.

Das Bezirksamt kann nicht all diejenigen kennen, die für die Verleihung der Spandauer Ehrennadel möglicherweise in Frage kommen. Daher rufe ich die Bevölkerung unserer Zitadellenstadt Berlin – Spandau auf, mir bis zum 15. September 2009 begründete Vorschläge für diese hochrangige bezirkliche Ehrung zu unterbreiten. Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre aktive Mitarbeit.“

Ihre Vorschläge mit den entsprechenden Begründungen richten Sie bitte an das Bezirksamt Spandau von Berlin, Ehrenamtsbüro, 13578 Berlin, oder per E-Mail:

ehrenamtsbuero@ba-spandau.berlin.de

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Jul 28 2009

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Salecker

Planfeststellungsverfahren – Nordumfahrung

Abgelegt unter Gesellschaft/Politik, Umland

Auslegung der Unterlagen nun auch in in Spandau

Die Planfeststellungsunterlagen zur umstrittenen Nordumfahrung Falkensees (L 20 n) liegen  vom 10. August bis zum 9. September  im Bezirksamt Spandau aus.

  • Rathaus Spandau
  • Naturschutz‑, Grünflächen‑ und Umweltamt
  • Zimmer 1103
  • Carl-Schurz-Straße 8
  • 13597 Berlin
  • Montag bis Donnerstag von 9–16 Uhr
  • Freitags 9 – 14 Uhr

Ein knappes Jahr nach der Auslegung in Falkensee, Schönwalde und Umgebung, die bereits zu vielfältigen Protesten geführt hat, werden nun auch Berlinerinnen und Berliner die Gelegenheit haben, Einsicht in die Planungen zu nehmen und ihre Einwendungen dagegen vorzutragen.

Einwendungen gegen das Straßenbauvorhaben können bis zum 23. September eingereicht werden – auch alle Bürger aus Falkensee, Schönwalde und Umgebung können nun eine Einwendung nachreichen oder ihre Einwendung aus 2008 ergänzen!

Die Auslegungsbehörde im Land Brandenburg, das Landesamt für Bauen und Verkehr, hatte zunächst vorgesehen, die Auslegung vollständig während der Berliner Sommerferien durchzuführen – vermutlich in der Hoffnung, die Resonanz auf die wiederholte Auslegung möglichst gering zu halten. Die Berliner Verantwortlichen haben den Zeitraum allerdings um einige Wochen nach hinten geschoben.

Ironie am Rande: Wie vor einem Jahr wird die Auslegung nun wieder unmittelbar vor einer Wahl stattfinden – in 2008 war es die Kommunalwahl in Brandenburg, jetzt die Bundestagswahl sowie Landtagswahl in Brandenburg.

Die BISF kritisiert mit Nachdruck, dass das Landesamt wie vor Jahresfrist die Bürgerbeteiligung in die Hauptferienzeit legen und damit offenbar versuchen wollte, betroffene Bürger von der Einsichtnahme und Ablehnung der Schnellstraße abzuhalten. In 2008 gab es die gleichen Überlegungen, was nach mehreren Interventionen – auch der BISF – dazu geführt hat, dass die Auslegung auf die Zeit nach den Ferien verschoben wurde.

Im Oktober 2008 wurden 3.500 Einwendungen gegen das Straßenprojekt gezählt. Auch viele Träger öffentlicher Belange, sowohl aus Berlin als auch aus Brandenburg, hatten damals die Trasse abgelehnt. Die jetzt nachgeholte Beteiligung der Berliner zeigt, dass der brandenburgische Landesbetrieb für Straßenwesen die Auswirkungen der geplanten Schnellstraße erheblich unterschätzt hat. Während der Auslegungs‑ und Einwendungsfrist wird die BISF in Spandau über die Planungen informieren; ein Programm wird noch erarbeitet. Wir halten Sie auf dem Laufenden – im nächsten Newsletter und unter www.BISF.de. Schon jetzt bitten wir Sie um Unterstützung während der Auslegungszeit, zum Beispiel beim Besetzen von Info-Ständen. Melden Sie sich gern bei uns!

Quelle: Bürgerinitiative Schönes Falkensee

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Jul 28 2009

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Sonnabend

Die Haveldüne war einst eine Kiesgrube

Abgelegt unter Damals war´s, Uferwege

Bausand für das zerstörte Berlin

1953, Blick auf den weißen Sand der Haveldüne vom Wasser aus

Ältere Spandauer werden sich daran noch erinnern. Jüngeren ist möglicherweise der Straßenname „Zur Haveldüne“ ein Begriff.

Steht man heute auf der Haveldüne (ein Höhenzug, der parallel zum Weinmeisterhornweg verläuft), dann erinnert nichts an eine Düne. Bewachsen mit Sträuchern und Bäumen bietet sich von hier aus für Besucher ein schöner Ausblick über die Havel.

Nach der Blockade 1949 hat die Firma Baukies-Parey die Haveldüne als Kiesgrube benutzt und dort Bausand abgefahren. Zu diesem Zweck wurden in der Mitte des Berges, auf einer kleinen Terrasse Lorenschienen verlegt. Die Schienen erstreckten sich ungefähr vom Wassersportheim „Blau-Rot“, durch den Werfteingang bis zum Wasser. Dort wurde der Loreninhalt in ein Schiff gekippt.

Spärlich bewachsen war die Haveldüne eigentlich schon immer, aber jetzt war sie vollkommen weiß. Die ganze Geschichte hat ca. 1 Jahr gedauert dann merkte man, dass der Berg abzurutschen drohte und auf betreiben der Anwohner wurden die Arbeiten eingestellt. Danach, in den Fünfzigern, hat man die Düne mit Humus belegt und bepflanzt. Das üppige Grün, wie man es jetzt sieht hat sich dann erst später ausgebildet.

Mein Vater der während der Blockade auf dem Flugplatz Gatow gearbeitet hatte, war jetzt arbeitslos. Man bot ihn an die Diesellok, die die Lorenzüge zum Schiff brachte zu fahren. Für ihn als Schiffsmaschinist der Marine war das keine Schwierigkeit, er hat natürlich angenommen.

Jörg Sonnabend
P.S. Anmerkung der Redaktion.
Sehr viel früher würde hier sogar Wein angebaut. Straßennamen, wie „Weinmeisterhornweg, Küfersteig und Keltererweg“ erinnert noch daran.

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Jul 24 2009

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Pridik

Altstadt Spandau bis Nieder Neuendorf

Eine Wanderung vom Herzen Spandaus bis über die Grenzen nach Brandenburg

Unser Weg beginnt am U-Bahnhof Altstadt Spandau, den wir in Richtung Breite Straße verlassen. Über die Ampelanlage an der Hauptstraße Am Juliusturm gelangen wir auf den Behnitz. Eine kleine Kirche und Jahrhunderte alte Häuser lassen uns ahnen, wie dieser Fleck Spandaus im Mittelalter einmal ausgesehen haben muss.
Ein kleiner Abstecher nach rechts führt von hier aus zur Spandauer Schleuse. Wir wollen den Behnitz jedoch geradewegs Richtung Norden durchqueren. Da der Weg über die Brücke am Möllentordamm gesperrt ist, müssen wir uns links halten und spazieren um die alte Stadtmauer herum, über die Brücke am Hohen Steinweg, auf die andere Seite des Ufers.
Der Weg an der Havel entlang führt uns durch den Wröhmännerpark zum Eiswerderufer. Hier befindet sich auf dem Gelände der früheren Schultheiss-Brauerei das Quartier Schultheiss. Wir nutzen die Gelegenheit, uns im Café am Ufer noch einmal zu stärken und genießen bei einer Tasse Kaffee den Blick auf die Zitadelle und den Spandauer See.
Dann geht es am Wasser entlang weiter Richtung Norden. Bereits nach wenigen Schritten überqueren wir die Eiswerderstraße, den Weg zur Insel Eiswerder im Spandauer See. Wir spazieren an drei ehemaligen Wehrmachtsspeicher südlich des alten Spandauer Nordhafens vorbei und folgen dann der Straße Havelschanze. An ihrem Ende halten wir uns rechts und laufen am Rande des Hafengewässers durch den Maselakepark.
Über die Fußgänger-Zugbrücke gelangen wir auf die andere Seite der Maselake. Der Uferweg führt uns zur Havelspitze. Von hier aus haben wir einen wunderbaren Blick auf die so genannte Liebesinsel (Kleiner Wall) im Spandauer See.
Wir setzen unseren Weg am Ufer fort,  unterqueren zunächst die Spandauer-See-Brücke und später die Wasserstadtbrücke. Die Straße Am Wasserbogen führt uns wenig später rechter Hand zu einer Brücke über den Maselakekanal. Auf der anderen Uferseite halten wir uns links und folgen dem Uferweg. Hinter dem kleinen Park, den wir rechts sehen, stoßen wir auf die Goltzstraße.
Hier biegen wir rechts ab, überqueren die Mertensstraße und laufen weiter bis zur Werderstraße. Nun halten wir uns rechts, bis wir auf der anderen Straßenseite den Elkartweg entdecken. Er führt uns wenig später über den Fährweg zur Anlegestelle einer Personenfähre: Endlich sind wir wieder am Havelufer angelangt und können unseren Weg entlang des Wassers Richtung Norden fortsetzen.
Ein kleiner Schlenker um den Aalemannkanal herum nach Westen und schon gelangen wir am Aalemannufer zur Fähranlegestelle, der einzigen Autofähre Berlins, wo sich die Gelegenheit bietet, in dem dortigen Restaurant/Café am Wasser einen Happen zu essen.

Der Havelsteg im Winter. Er ermöglicht die Überquerung eines Stichkanals an der Havel auf dem Weg zwischen der Badestelle Bügerablage und dem Aalemannkanal.

Gestärkt setzen wir unsere Wanderung anschließend am Havelufer fort. Über den Oberhavelsteg, der den Teufelsseekanal überquert, laufen wir auf dem Uferweg bis zur so genannten Bürgerablage, dem „Spandauer Strandbad“. An dieser Stelle verlief früher die Grenze zur DDR. Ein Kuriosum der besonderen Art: die West-Berliner Exklaven Erlengrund und Papenberge. Sie durften zu DDR-Zeiten nur von den Grundstückseigentümern betreten werden.  Eine Informationstafel weist darauf hin.
Unser Weg führt weiter durch das Waldgebiet Neuendorfer Heide bis nach Nieder Neuendorf, einem Ortsteil von Hennigsdorf. Auch hier holt uns die deutsch-deutsche Vergangenheit ein: Ein Grenzturm am Wegesrand erinnert uns daran, dass von hier aus früher die Grenze zwischen Berlin und Brandenburg kontrolliert wurde, die längs durch die Havel verlief.

Nicola Pridik

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Jul 24 2009

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Salecker

Quartier Pulvermühle Spandau

Abgelegt unter Grünzüge, Haselhorst, Parks, Uferwege

Parks und Wasserläufe in Haselhorst an der Krienicke

Das Quartier Pulvermühle war Ende 2000 der erste fertiggestellte Bereich der Bauplanung für die Wasserstadt Berlin-Oberhavel. Begrenzt wird das Gelände im Norden durch die Kleine Eiswerderstraße, im Osten durch die Daumstraße und im Süden durch den Telegrafenweg.
Als ehemalige Garnisons‑ und Festungsstadt hat Spandau eine lange Rüstungsgeschichte hinter sich. So leitet sich der Name des Quartiers von der Pulvermühle ab, die 1835 von Moabit aus hierher umgesiedelt ist.
Die Innenstadt mit ihrer zunehmenden Bevölkerung sollte von den Gefahren verschont bleiben, die sich aus der Waffen‑ und Munitionsproduktion ergaben. Pulver für preußische Kanonen kam nun aus Spandau.
Die Zerstörungen durch die Franzosen führten zur Errichtung so genannter Rayons in Spandau. Es handelte sich um Gebiete, in denen im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung sämtliche Bauwerke leicht abzureißen sein sollten, damit die Geschütze freies Schussfeld bekamen. Dieser Umstand machte die Gebiete ebenso interessant für industrielle Ansiedlungen wie die gute Erreichbarkeit auf dem Wasserweg.
Nach den Kriegen verkamen die Rayons zur industriellen Brache mit zum Teil hoch belasteten Böden. Auch die Notsiedlung, die in den 1950er Jahren im Bereich Pulvermühle errichtet wurde, verfiel im Laufe der Jahrzehnte.


Die ideale Lage am Wasser ließ dann die Vorstellung wachsen, diese Flächen weiträumig zu entwickeln. Man wollte Grünflächen und Wege am Wasser schaffen. Da im Zuge des Mauerfalls ein erhöhter Wohnungsbedarf vorhergesagt wurde, startete man zugleich ein umfangreiches Wohnungsbauprogramm. Später stellten sich die Prognosen allerdings als weit überhöht heraus. Die anfangs geplante dichte Wohnbebauung wurde infolgedessen nicht umgesetzt.
Zwei Parkanlagen rahmen im Quartier Pulvermühle die Siedlung aus roten Ziegeln ein: im Westen am Havelufer der Krienickepark 4 und im Osten der Grützmacherpark 1 mit dem Grützmachergraben 2. Ein weiterer Graben, der Östliche Abzugsgraben 3 durchschneidet teilweise die Siedlungsfläche und trägt so zur weiteren Auflockerung bei.
Der etwa 3 Hektar große Grützmacherpark wurde 2004 fertiggestellt. Hier gibt es einen großen Spielplatz. Der Krienickepark, eröffnet 1998, hat eine eigene kleine Badestelle zu bieten. Der 33 000 Quadratmeter große Krienickepark ist 2002 mit dem Gustav-Meyer-Preis ausgezeichnet worden. Mit diesem Preis werden herausragende Leistungen bei der Anlage und Pflege von Grünanlagen gewürdigt. Eine Promenade verführt zum Spaziergang direkt am Havelufer.
Der Grützmachergraben mündet an seinem südlichen Ende in die Spree, während an seinem oberen Ende, nahe dem Alten Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal, der Rohrbruchteich liegt. Sein zickzackförmiger Verlauf deutet auch heute noch auf die ehemaligen Stadtumwallungen (Lynetten) hin. Eine hölzerne Brücke mit rund 20 Metern Spannweite stellt die Verbindung zur Daumstraße sicher. Im Schatten der Bäume lädt der Graben zum gemütlichen Flanieren oder zum Verweilen auf den Parkbänken ein.

Ralf Salecker

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