Ehren-Schützenscheibe zum 200jährigen Jubiläum der Vertreibung der Franzosen (Foto: Spandau heute)

200jähriges Jubiläum der Vertreibung der Franzosen aus Spandau

Freiheitskriege: Gildekameraden stifteten Ehren-Schützenscheibe

Ehren-Schützenscheibe zum 200jährigen Jubiläum der Vertreibung der Franzosen (Foto: Spandau heute)
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Ehren-Schützenscheibe zum 200jährigen Jubiläum der Vertreibung der Franzosen (Foto: Spandau heute)

An beiden historischen Ereignissen Spandaus, dessen Wiederkehr im vergangenen Jahr gedacht wurde – zum einen das 100jährige Jubiläum des Rathauses und zum anderen das 200jährige Jubiläum der Vertreibung der Franzosen – ist die Schützengilde seinerzeit beteiligt gewesen und noch heute legen viele Dokumente Zeugnis davon ab, welche Rolle die Schützengilde im damaligen Stadtgeschehen spielte.

Zur Einweihung des Rathauses vor 100 Jahren hatte die Schützengilde für den Bürgersaal zwei farbige Glasfenster gespendet. Diese Fenster, die leider nicht mehr erhalten sind, zeigten Soldaten/Schützen mit blauen Bändern. Diese sind jedoch seitenfalsch angelegt, aber die beigefügten Jahreszahlen verweisen auf eine eindeutige Beziehung zur Gilde.

Während seiner Festrede anlässlich des Königsfreischießens präsentierte der Vorsteher Dr. Klaus Leichter eine neue Ehren-Schützenscheibe, die von den Gildekameraden zum 200jährigen Jubiläum der Vertreibung der Franzosen angefertigt worden ist. Sie zeigt das Motiv des Denkmals auf dem Heinrichplatz, dem heutigen Reformationsplatz, das drei Jahre nach Beendigung des Krieges im Jahr 1816 eingeweiht wurde.

Schinkeldenkmal in Spandaus ältester Parkanlage (Foto: Ralf Salecker)
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Schinkeldenkmal in Spandaus ältester Parkanlage (Foto: Ralf Salecker)

Die Schützengilde zu Spandau war von den Kämpfen zwischen den Franzosen und den verbündeten Preußen und Russen direkt betroffen. Als die Armee Napoleons auf dem Rückzug von Moskau größtenteils vernichtet war und die Russen gegen Berlin vordrangen, wurde Spandau von den Franzosen in Belagerungszustand erklärt. Am 20. Februar trafen die ersten Soldaten in Spandau ein und übernahmen in der Stadt und der Zitadelle das Kommando. Die Einwohner der Oranienburger  und Potsdamer Vorstadt sowie des Stresows wurden aufgefordert, ihre Häuser innerhalb von 24 Stunden zu räumen. Das damalige Schützenhaus lag in der Oranienburger Vorstadt, an der Neuendorfer Straße Ecke Triftstaße.

Zwischen dem 23. Februar und dem 1. März rückten dann eine Vielzahl französischer Truppen in die Stadt ein und Spandau beherbergte rund 3000 Mann mit 115 Geschützen, die die Verteidigung Spandaus übernehmen sollten. Zur Verteidigung der Stadt wurden am Nachmittag des 4. März 1813 die Häuser vor dem Stresow, die Potsdamer und die Oranienburger Vorstadt (heute Neustadt) sowie die Gebäude hinter der Gewehrfabrik niedergebrannt. Auch das Schützenhaus der Gilde  fiel den Flammen zum Opfer, so dass in diesem Jahr kein Königschießen stattfinden konnte. Allerding hatte die Gilde sich auf die kriegerischen Auseinandersetzungen vorbereitet, denn Gildeschmuck und goldene Kette hatte der Gildemeister Riefenstahl in seiner Wohnung versteckt und die Kanonen waren durch die beiden Schützenmeister Böttcher und Räsicke im Garten des Schützenkruges vergraben worden.

Die Stadt wurde von Russen eingeschlossen, aber es dauerte bis zur Kapitulation noch bis zum 23. April. Am Vormittag des 11. April flog auf der Zitadelle bei einem Brand das Laboratorium auf der Bastion Kronprinz, in welchem Pulver und geladene Munition lagerte, in die Luft. Der größte Teil der Bastion wurde dabei zerstört. Am 27. April verließen dann die Franzosen in einer Stärke von 244 Offizieren und 2985 Mann ohne Bajonette die Stadt.

Kurz nach Beendigung des Krieges entstand die Idee,  ein Denkmal für die Gefallenen der Freiheitskriege errichten. Da das nötige Geld fehlte, wurden im Herbst 1815 auf dem ehemaligen Heinrichplatz drei Eichen im Dreieck gepflanzt und erst im Jahr darauf, am 27. April 1816 wurde das gusseiserne Denkmal nach Entwürfen von Karl Friedrich von Schinkel  eingeweiht.

Am 27. April 2013 hatten die Gildekameraden während einer Feierstunde des Abzugs der französischen Truppen vor 200 Jahren gedacht.

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