Rathaus Spandau, Blick vom Dach des Florida Eiscafés (Foto: Ralf Salecker)

Ab 2013/14 wieder höhere Schülerzahlen in Spandau

Vor dem nächsten Ansturm ist die Situation im Schulbereich entspannt

Rathaus Spandau, Blick vom Dach des Florida Eiscafés (Foto: Ralf Salecker)
Rathaus Spandau, Blick vom Dach des Florida Eiscafés (Foto: Ralf Salecker)

Auf zwei Schwerpunkte richtete sich das Augenmerk von Bezirksstadtrat für Jugend, Bildung, Kultur und Sport, Gerhard Hanke, als er zu seinem alljährlichen Situationsbericht zum Fachbereich Schule einlud. Mit einem Investitionsstau von nunmehr 60 bis 70 Mio. Euro sind die Schulen weiterhin in einer schwierigen Situation, die auch mit den zugewiesenen Mitteln aus dem Schul- und Schulsportanlagen-Sanierungsprogramm der Senatsverwaltung nicht wesentlich verbessert wird. Dennoch kann erfreulicherweise festgestellt werden, dass für bauliche Maßnahmen in diesem Jahr insgesamt rund 8,88 Mio. Euro zur Verfügung stehen, das sind rund 1,8 Mio. Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Dennoch sind nur kleinschrittige Ausführungen im Rahmen von Umbau- und Sanierungsmaßnahmen möglich, die sich im Jahr 2013 im Wesentlichen auf die Erneuerung der Sanitäranlagen konzentrieren. Quer durch den Bezirk, in Grund- und Oberschulen sollen die längst überfälligen Maßnahmen zur Instandsetzung der Sanitäranlagen in Angriff genommen werden.

An den Spandauer Oberschulen hat sich die Situation der Schülerzahl etwas entspannt, denn  im Gymnasialbereich waren durch den Abgang der doppelten Abi-Jahrgänge und einer höheren Umsteiger-Zahl deutlich weniger Schülerinnen und Schüler zu verzeichnen. Insgesamt sind die Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr mit 219 weniger Anmeldungen leicht rückläufig, dennoch müssen 180 Kinder mehr als im Vorjahr umgelenkt werden, da in den übernachgefragten Schulen wie der Martin-Buber-, Bertolt-Brecht- und Wolfgang –Borchert-Oberschule kein ausreichender Platz zur Verfügung steht. An den Integrierten Gesamtschulen lagen 146 Anmeldungen weniger und an den Gymnasien 36 Anmeldungen weniger als in 2012 vor.

Ende April erhalten die Eltern der nicht aufgenommenen Kinder den Ablehnungsbescheid und werden über das Ergebnis der Aufnahme in die Zweit- oder Drittwunschschule informiert. Im vergangenen Schuljahr konnten 98,6 Prozent der Erst-, Zweit- und Drittwünsche erfüllt werden.

Auch im Spandauer Grundschulbereich sind die Schülerzahlen rückläufig. Seit dem Höhepunkt des Schuljahres 2006/07, in dem 11.566 Erstklässler eingeschult wurden, sind bei Schulbeginn 2012 nur 9.727 gezählt worden. Doch dieser Trend wird nicht anhalten, denn der berlinweit prognostizierte Bevölkerungszuwachs macht auch in Spandau nicht Halt. Die Anmeldezahlten für die 1. Klassenstufe des Jahres 2013/14 übersteigt deutlich die Zahl der Abgänge nach der 6. Klasse.  Dieser Aufwärtstrend soll bis 2017/18 anhalten und danach wieder bis 2020/21 leicht absinken.

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