Juliane Laake (Foto: Monika-Schulz-Fieguth)

Bach und Söhne – Tradition und Moderne in der Zufluchtkirche in Spandau

5. Mai 2012
18:00bis20:00

Kammermusikabend mit Gambistin Juliane Laake und Christine Kessler

Juliane Laake (Foto: Monika-Schulz-Fieguth)
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Juliane Laake (Foto: Monika-Schulz-Fieguth)

Eine wunderbare Leichtigkeit, Noblesse und stilistisches Feingefühl gehören zu den Kennzeichen der Gambistin Juliane Laake. Die Spezialistin für Alte Musik wird gemeinsam mit ihrer langjährigen Partnerin am Cembalo, Christine Kessler, am Sonnabend, den 5. Mai, um 18.00 Uhr in der Zufluchtkirche in Spandau einen Kammermusikabend bieten, der ganz auf den “alten” Bach und seine Söhne zugeschnitten ist.

  • Sa, 5. Mai 2012, 18 Uhr, Zufluchtkirche in Berlin‑Spandau (Falkenhagener Feld)
  • mit Juliane Laake, Viola da gamba, und Christine Kessler, Cembalo

Auf der einen Seite Carl Philipp Emanuel, langjähriger Kammercembalist des späteren Preußenkönigs Friedrich II. und nicht minder langjähriger Hamburger Kirchenmusikdirektor, auf der andern der menschlich, beruflich und kompositorisch gleichermaßen zu »ungebührlichem« Betragen neigende Wilhelm Friedemann – jeder für sich ein Originalgenie, das in diesem Programm neben dem unübertroffen‑unübertrefflichen Lehrmeister reichlich zu Worte kommt.

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Juliane Laake

Carl Philipp begegnet dem Vater auf dem ureigensten Gebiet der Gambensonaten, wobei er sich am preußischen Hofe gewiss anders artikulierte als der Leipziger Thomaskantor in seiner Köthener Zeit getan hatte; und der rastlose Wilhelm Friedemann wirft vom Cembalo aus seine Kommentare ein, die mitunter ganz außerordentlich an der Oberfläche dessen kratzen, was damals auf dem Markt musikalischer Galanteriewaren im Umlauf war. Kein Wunder, dass er, der besondere Liebling des »Alten«, sich immer wieder mit Präzision in Schwierigkeiten brachte. Eine faszinierende musikalische Gegenüberstellung!

Zufluchtkirche Spandau

Juliane Laake

Juliane Laake studierte Viola da gamba und Alte Musik bei Hille Perl an der Hochschule für Künste Bremen sowie bei Philippe Pierlot am Königlichen Konservatorium von Den Haag. Ferner absolvierte sie etliche Meisterkurse bei Kapazitäten wie Wieland Kuijken, Paolo Pandolfo und Lorenz Duftschmid. Die Preisträgerin des Internationalen Telemannwettbewerbs Magdeburg hat sich inzwischen beim Leipziger Bachfest und zahlreichen anderen renommierten Festivals für Alte Musik empfohlen: Sie konzertierte unter anderem in Utrecht, Kopenhagen, Stockholm, Zürich und Tel Aviv, arbeitet immer wieder mit Ensembles wie der Lautten Compagney, Weser-Renaissance und der Akademie für Alte Musik Berlin sowie mit renommierten Solisten wie Hille Perl, Harry van der Kamp und Dorothee Mields zusammen.

Die Resultate dieser Kooperationen spiegeln sich in Juliane Laakes umfangreicher Diskographie, deren zum Teil preisgekrönte, in jedem Fall aber immer ausgezeichnete Produktionen unter anderem bei der deutschen harmonia mundi, bei cpo und raumklang erschienen sind. Der bislang jüngste Erfolg war die CD »In darkness let me dwell« mit Musik von John Dowland, die mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik bedacht wurde.

Christine Kessler

Christine Kessler begann ihre musikalische Laufbahn als Pianistin. Nach dem Konzertexamen bei Renate Schorler an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin spezialisierte sie sich auf das Cembalo an der Hochschule für Musik »Carl Maria v. Weber« in Dresden. Ihre Konzerttätigkeit umfasst neben solistischen Auftritten auch das Continuospiel in kammermusikalischen Ensembles und Orchestern. Dabei arbeitete sie mit Klangkörpern wie den Berliner Philharmonikern, der Akademie für Alte Musik Berlin, der Lautten Compagney, dem Kammerorchester C. Ph. E. Bach sowie mit namhaften Solisten und Dirigenten zusammen. Vielfältige Erfahrungen sammelte sie auch auf dem Gebiet der Barockoper.

Viola da gamba

Die Viola da gamba, entstanden um 1500 in Italien, eroberte schnell die Noblesse der europäischen Länder, da sie nur im Sitzen – a gamba – gespielt werden konnte. Sie war damit nutzlos für die fahrenden Spielleute und entwickelte sich zum Liebling der Aristokratie, die so nicht in Gefahr lief, sich mit dem „Volke“ gemein zu machen.

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

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