Alternativer Mieter- und Verbraucherschutzbund e. V. - AMV

Bauen, bauen und nochmals bauen

Nachlese zum 23. Mieter- und Verbraucherstammtisch des AMV am 17.05.2017 – „Was muss die Politik tun, um steigende Mieten zu verhindern?“

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Marcel Eupen, Kai Wegner

MdB Kai Wegner (CDU) setzt beim Thema „Miete und Wohnen“ auf Wohnungsneubau und auf Steigerung der Wohneigentumsquote.

Am 17.05.2017 fand im Restaurant 1860 TSV Spandau – Tanzsportzentrum – der 23. Mieter- und Verbraucherstammtisch des AMV statt. Thema des Abends war „Was muss die Politik tun, um steigende Mieten zu verhindern?“. Die Veranstaltung war mit 30 Verbraucherinnen und Verbrauchern gut besucht.

Nach der Begrüßung durch den 2. Vorsitzenden des AMV, Herrn Ass. Marcel Eupen, referierte Herr MdB Kai Wegner zu dem Thema „Was muss die Politik tun, um steigende Mieten zu verhindern?“ und beantwortete danach Fragen der anwesenden Bürgerinnen und Bürger.

MdB Kai Wegner setzt beim Thema „Miete und Wohnen“ auf Wohnungsneubau und auf Eigentum: „Das beste Mittel gegen steigende Mieten ist und bleibt der Wohnungsneubau. Wenn das Wohnen in Deutschland für alle Bevölkerungsgruppen bezahlbar bleiben soll, müssen wir bauen, bauen und nochmals bauen“, sagte Kai Wegner. „Wir brauchen in Berlin dringend gemeinsame Rahmenbedingungen mit der privaten Wohnungswirtschaft für den Mietwohnungsbau. Notwendig sind neue Wohnungen für Geringverdiener. Wir dürfen aber auch die Menschen mit mittleren Einkommen nicht vergessen, denn zwischen dem Sozialen Wohnungsbau und Luxuswohnungen gibt es einen großen Bedarf auch im mittleren Preissegment“, führte Kai Wegner weiter aus. „Zu einer Wohnungsbauoffensive gehört auch, die Vergabe von Grundstücken an Genossenschaften im Land Berlin verbindlich zu regeln, so dass mehr Wohnungen gebaut werden können“, so Kai Wegner.

 

Zudem sollte nach Auffassung von Kai Wegner die Bildung von Wohneigentum besser gefördert werden: „Die haushaltsbezogene Wohneigentumsquote liegt in Deutschland deutlich unter 50 Prozent, während in Ländern wie Schweden, Belgien oder Italien mehr als zwei Drittel der Menschen in den sprichwörtlichen eigenen vier Wänden leben. Wir müssen größere Anstrengungen unternehmen, damit die Menschen stärker auf Wohneigentum setzen. Dies stärkt die Verbundenheit mit dem Kiez und stabilisiert die Quartiere. Wohneigentum ist außerdem die beste Altersvorsorge, die man sich überhaupt wünschen kann“, argumentierte Kai Wegner. „Wir als Union werden uns mit Nachdruck dafür einsetzen, dass wir ein Baukindergeld bekommen, weil wir es gerade Familien ermöglichen wollen, in den eigenen vier Wänden zu wohnen“, teilte Kai Wegner mit. „Auch das Land Berlin muss die Eigentumsbildung von Familien viel besser fördern, unter anderem über die landeseigene Förderbank IBB“, forderte Kai Wegner.

„Bei der Mietpreisbremse besteht Nachholbedarf“, so Kai Wegner. „Hier brauchen wir eine Offenlegungspflicht bezüglich der Vormiete, um für mehr Transparenz zu sorgen“, sagte Kai Wegner. „Auch sollte über Sanktionen bei Verstößen nachgedacht werden“, schlug Kai Wegner vor.

Der AMV dankt ausdrücklich Herrn MdB Kai Wegner für seinen informativen, schwungvollen und mitreißenden Vortrag, der bei den anwesenden Verbraucherinnen und Verbrauchern sehr gut ankam.

Vorschau auf den 24. Mieter- und Verbraucherstammtisch des AMV am 21.06.2017

Der 24. Mieter- und Verbraucherstammtisch des AMV findet am 21.06.2017 statt und widmet sich dem Thema „Das wohnungs- und mietenpolitische Programm der SPD zur Wahl zum 19. Deutschen Bundestag“. Referieren wird der Spandauer Bundestagsabgeordnete Swen Schulz (SPD).

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