Betrügerische E-Mail – „Mrs. Suzanne Hosni Mubarak“ braucht Hilfe

Dumme gesucht, die ihr Geld loswerden wollen!

30 Jahre lang war Mubarak gern gesehener „Freund“ vieler Staatsoberhäupter. Seine Zeit ist nun endgültig zu Ende.
Der ägyptische Diktator, Präsident Hosni Mubarak, ist nicht mehr im Amt. Der Druck der Bevölkerung hat ihn aus dem Amt getrieben. Das zusammengeraffte Vermögen der Familie wird auf 70 Milliarden US-Dollar geschätzt. In vielen Ländern wurden die Konten gesperrt, um Mubaraks Vermögen einzufrieren.

Der Gedanke daran, dass die Familie jetzt versucht, ihr Geld vor dem berechtigten Zugriff der ägyptischen Bevölkerung zu „retten“, bringt auch viele Betrüger auf den Plan.

Hallo, ich bin der offizielle Anwalt von Präsident Hosni Mubarak von Ägypten,bitte ich suche Ihre Hilfe, um mir zu helfen 2.5 Millionen Dollar zu sichern, die in Belgien eingefroren wurden.Reagieren Sie auf diese E-Mail:(xxx.xxx.xxx.es), wenn Sie in der Lage sind, diese Transaktion zu verwalten. Sie werden für diesen Service bezahlt.
Mit freundlichen Grüßen,
Herr Omar Sam

Diese schlichte E-Mail ist nur ein Beispiel für viele andere, oft besser aufgemachte Nachrichten, die arglosen Menschen das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Die seit vielen Jahren bekannte Nigeria Connection ist natürlich auch auf diesen Zug aufgesprungen.
In typisch aufgemachten E-Mails wird verkündet „Mrs. Suzanne Hosni Mubarak“ benötige Hilfe, um einen beträchtlichen Geldbetrag außer Landes zu schaffen.
Das Muster ist immer das Gleiche. Im Vertrauen „erweckenden“ Betreff, „PROJECT EGYPTIANS FREEDOM“, soll der naive Leser dazu verleitet werden, sein Konto für eine Transaktion zu Verfügung zu stellen. Für diese „gute Tat“ gäbe es auch einen Anteil von 20 Przent der transferierten Summe.
Zweistellige Millionenbeträge sollen wohl die letzte Hirnzelle der Leser ausschalten, um sie zu solche unsinnigen Handlungen zu bewegen. Gier ist ein Motor, den die meisten Betrüger für sich nutzen.
Nicht viel anders war es bei Nachricht, nach der Bill Gates einen Großteil seines Vermögens verschenken würde. Das gilt ebenso für alle vergleichbaren E-Mails der Nigeria-Connection. Die Geschichten über zufällig entdeckte Geldbeträge auf irgendwelchen verwaisten Konten oder Erbschaften und andere Geschichten sollen die Opfer dazu bringen, nach dem ersten Kontakt erst einmal selbst Geld zu überweisen. Angeblich um damit Gebühren begleichen zu können. Das Spiel kann sich unterschiedlich lange hinziehen – bis das Opfer merkt, das der Vorgang ausschließlich zu seinem Nachteil abläuft.
Man sollte meinen, es gäbe inzwischen genügend Informationen über diese schlichte Betrugsmasche. Auch der letzte Internetnutzer müsste längst von dieser primitiven Betrugsmasche gehört haben.

Gier macht eben doch blind …

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

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