Egelpfuhlgraben nahe der Lutoner Straße

Archiv für die Kategorie 'Umland'

Mai 07 2010

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Salecker

Auswilderung in der Döberitzer Heide

Abgelegt unter Umland

Rückkehr der Wisente & Wildpferde

Wustermark/OT Elstal (Brandenburg). Seltene Przewalski-Wildpferde und Wisente (Europäische Bisons) ziehen ein in die „Wildniskernzone“ von Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide. Hier werden sie auf rund 2.000 Hektar im Herdenverband wie in freier Wildbahn leben – nahezu unbeeinflusst vom Menschen. In Europa gibt es gegenwärtig kein vergleichbares Großprojekt dieser Art. Am kommenden Samstag bietet ein Besuchertag erstmals Gelegenheit, das landschaftlich eindrucksvolle Areal auf 21 Kilometern wandernd zu umrunden.

Am Nachmittag eröffneten Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck und Inge Sielmann, Stiftungsratsvorsitzende der Heinz Sielmann Stiftung, gemeinsam mit Prof. Dr. Matthias Freude, Präsident des Landesumweltamtes, und Brigadegeneral Peter Braunstein, Kommandeur des Standortkommandos Berlin, die so genannte „Wildniskernzone“.
Sie ist Teil des insgesamt rund 3.500 Hektar großen Naturschutzgebietes Döberitzer Heide. Damit rückt die Vision eines wildnis‑ähnlichen Naturschutz‑ und Naherholungsgebiets unmittelbar vor den Toren Berlins in greifbare Nähe.

Der Ministerpräsident betonte, Brandenburg habe mit der Heinz Sielmann Stiftung einen starken Partner an seiner Seite. Platzeck wörtlich: „Die Stiftung hat sich dreier Schmuckstücke des brandenburgischen Naturschutz-Tafelsilbers mit großem ideellen, personellen und materiellen Engagement angenommen. Und sie hat ihre Projekte publikumswirksam geöffnet und gezeigt, wie Naturschutz‑, Anwohner‑ und Besucherinteressen in Einklang gebracht werden können – auch unter den Besonderheiten belasteter Konversionsflächen. Was in der Döberitzer Heide in den vergangenen Jahren zu Wege gebracht wurde, belegt erneut eindrucksvoll: Die Heinz Sielmann Stiftung war und ist ein äußerst verlässlicher, hoch engagierter Partner des Landes im Naturschutz.“

Matthias Freude bekräftigte diese Einschätzung: „Für Naturschützer ist die Döberitzer Heide einer der reichsten aller ehemaligen Truppenübungsplätze und wie ich hinzufügen möchte, einer der schönsten. Es hat sich ganz sicher gelohnt, die Stiftung hier für ein Engagement zu gewinnen.“

Vom kaiserlichen Heer 1895 bis zum Abzug der Roten Armee 1991 nutzte das Militär das Gelände als Truppenübungsplatz. Nahezu unbeeinträchtigt von Besiedelung, Land‑ und Forstwirtschaft entwickelte sich in der Döberitzer Heide mit mehr als 5.000, andernorts vielfach verdrängten Tier‑ und Pflanzenarten ein Naturparadies von unvergleichlicher Vielfalt. Die Nachbarschaft der Döberitzer Heide mit der Bundeswehr, die eine Restfläche des Areals als Eigentum hält, bewertete Brigadegeneral Braunstein als folgerichtig und durchweg positiv: „Die Beseitigung militärischer Altlasten und Munition auf ehemaligen Truppenübungsplätzen ist eines der wichtigsten Themen im Rahmen landesweiter Konversionsmaßnahmen. Aufgrund ihrer jahrelangen spezifischen militärischen Nutzung weisen diese Flächen häufig eine besonders wertvolle Naturausstattung auf. Insofern sind der Erhalt und die Pflege solcher Flächen besonders wichtig. In diesem Sinne freuen wir uns auf eine gute Nachbarschaft.“

Inge Sielmann bedankte sich abschließend bei ihren prominenten Gästen mit einer exklusiven Einladung zur Freilassungs-Safari in die Wildniskernzone.

Besuchertag am 8. Mai – Wildnis und Artenvielfalt erleben

Am Samstag, dem 8. Mai, lädt Sielmanns Naturlandschaft anlässlich der Eröffnung der Wildniskernzone von 10.00 bis 18:00 Uhr zu einem großen Besuchertag. In Anwesenheit von Ministerpräsident Matthias Platzeck wird der rund 21 Kilometer umfassende Naturwanderweg zur erstmaligen Umrundung des Wildnisareals freigegeben. Außerdem stehen geführte Safari-Schnuppertouren auf dem Programm sowie ein musikalischer Frühschoppen, verschiedene Mitmachaktionen für Kinder und Besucher, Verkaufs‑ und Informationsstände, Live-Musik und deftige Spezialitäten aus der Region.

Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide

Ökologisch wertvolle Offenlandschaft zu erhalten und damit Lebensraum für seltene Tier‑ und Pflanzenarten zu schaffen – dies setzte sich die Heinz Sielmann Stiftung mit dem Erwerb der Döberitzer Heide 2004 zum Ziel und legte damit den Grundstein für ein einzigartiges Wildnisgroßprojekt. Neben dem Erhalt biologischer Vielfalt ist die Heinz Sielmann Stiftung bestrebt, Naturschutz mit Umweltbildung und sanftem Tourismus zu verbinden und auf diese Weise einmalige Naturlandschaften für den Menschen zu erhalten. Rund 60 Kilometer wird das Wanderwegenetz umfassen, das den Besuchern in den nächsten Jahren zugänglich gemacht wird. Von Aussichtsplattformen erhält man faszinierende Einblicke in die Wildniskernzone, ohne das sensible Ökosystem zu beeinträchtigen. Schaugehege, Informationszentrum, Themenveranstaltungen und –führungen sowie ein Streichelzoo für die jüngsten Besucher ergänzen das Angebot, das im letzten Jahr rund 30.000 Besucher anlockte.

  • Anfahrt
    Bundesstraße 5, Abfahrt Olympisches Dorf/Heinz Sielmann Stiftung; Regionalbahn RE 4 in Richtung Rathenow bis Bahnhof Elstal, weiter mit dem Bus 663 oder 20 Minuten Fußweg.
  • Öffnungszeiten
    Im Sommer (Anfang April bis Ende Oktober) täglich 10.00 bis 18:00 Uhr; im Winter (Anfang November bis Ende März) täglich 10.00 bis 16:00 Uhr.
  • Internet

    http://www.sielmann-stiftung.de/de/projekte/sielmanns_naturlandschaften/doeberitzer_heide/index.php

  • Download: Projektkarte Wanderwege in der Döberitzer Heide (PDF: 520 Kb)

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Apr 14 2010

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Salecker

Falkensee – Aktion gegen längere Laufzeiten von Atomkraftwerken

Abgelegt unter Gesellschaft/Politik, Umland

Kommen Sie mit zur Menschenkette  zwischen Brunbüttel und Krümmel

Anti-AKW Bewegung – Preiswerte Mitfahrgelegenheit nach Brunsbüttel

Auf der Kreismitgliederversammlung am 18.3. haben die Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN einstimmig beschlossen, an der Aktions‑ und Menschenkette zwischen Brunsbüttel und Krümmel am 24. April teilzunehmen.
Gemeinsam mit der Anti-AKW Bewegung wird dort zwei Tage vor dem Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 an die Gefahren der Atomenergie erinnert und ein klares Signal an die Bundesregierung gegeben, den Atomausstieg nicht rückgängig zu machen.
Der Kreisverband wird auf 2 Großflächen für diese Menschenkette werben und hat entschieden, für Interessierte aus Falkensee und Umgebung einen Bus anzumieten, der alle nach Elmshorn und wieder zurück bringen wird.
Für einen Fahrpreis von 14,- € (7,- € erm.) wird es damit ein preiswertes Angebot geben, an dieser spektakulären Aktion teilzunehmen. Wir wollen gemeinsam mit vielen anderen ein Signal an Bundesregierung und Stromkonzerne richten: Auf Atomkraft setzen? Nicht mit uns! Wir fordern den konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien!
Die genaue Abfahrtszeit wird noch bekannt gegeben, voraussichtliche Abfahrt 9:00 Uhr am Bahnhof Falkensee. Die Rückkehr wird gegen 22:00 Uhr sein.
Wer Interesse hat mitzufahren – das richtet sich an alle, die gegen längere Laufzeiten von Atomkraftwerken sind, kann sich unter 0176–10287806 anmelden oder eine E-Mail an: dietmar.strehl@gruene.de, mit Name und Anschrift und Anzahl der Personen senden.

Ursula Nonnemacher, Ulrike Legner-Bundschuh

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Apr 14 2010

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Salecker

„Notinsel“ für Kinder in Falkensee

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Fluchtpunkte für Kindern in Notsituationen

In Falkensee wird am Montag, 19. April 2010, die landesweit erste „Notinsel“ für Kinder eröffnet. Mit dem Projekt werden Kindern in Notsituationen Fluchtpunkte aufgezeigt, in denen sie Hilfe bekommen. Die erste „Notinsel“ – symbolisch für zahlreiche Teilnehmer in der Stadt – wird in der Sparkassenfiliale, Poststraße 44, in Anwesenheit von Brandenburgs Familienminister Günter Baaske und Innenminister Rainer Speer eröffnet. Die Schirmherrschaft hat Falkensees Bürgermeister Heiko Müller übernommen.
Die Stiftung „Hänsel+Gretel“ hat das Projekt „Notinsel“ 2002 initiiert. Es ist das bundesweit größte Kinderschutzprojekt im öffentlichen Raum. Notinseln können Einzelhandelsgeschäfte, Supermärkte, Banken und viele mehr werden. Dafür müssen sie sich bereit erklären, Kindern zu helfen, wenn diese Hilfe benötigen.
Die Zufluchtspunkte erkennt man an einem bunten Aufkleber, der die Aufschrift „Notinsel – Wo wir sind, bist Du sicher.“ trägt.
Baaske: „Den Zug verpasst, das Portmonee verloren, von unangenehmen Fremden angesprochen. Wenn Kinder unterwegs zur Schule oder Freunden sind, können viele Situationen für sie bedrohlich werden. Da ist es gut zu wissen, wenn Kinder in ihrer Stadt schnell Ansprechpartner finden, die ihnen weiterhelfen.“
Die Arbeiter-Samariter-Bund gGmbH hat im Auftrag des „Lokalen Bündnis für Familie – Falkensee“ den Kooperationsvertrag mit der Stiftung Hänsel+Gretel für das Projekt in Falkensee unterschrieben.
Die feierliche Eröffnung beginnt um 16 Uhr mit der Perkussion-Gruppe „Cilindros Canta“. Gegen 17 Uhr wird Minister Baaske den „Notinsel“-Aufkleber am Eingang der Sparkasse enthüllen und Urkunden an die Teilnehmer übergeben.

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Apr 14 2010

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Salecker

Streit am Glienicker See – Groß Glienicker Bürger fordern ihren freien Uferweg

Abgelegt unter Gesellschaft/Politik, Umland

Darf auf privatem Grund der Bebauungsplan ignoriert werden?

Die Auseinandersetzungen von Grundstücksbesitzern am Griebnitzsee in Potsdam mit der Stadt haben Folgen, die bis nach nach Groß Glienicke reichen.

Auch in Groß Glienicke geht es um den Willen der Grundstücksbesitzer, keinem mehr den Zugang zu „öffentlichen Wegen“ zu gestatten. Uferwege werden unpassierbar gemacht, Sperren errichtet und private Sicherheitsdienste zur Durchsetzung dieses Anspruches engagiert.

Im Sommer letzten Jahres ging es auch am Glienicker See los. Im Juli 2009 hatten zwei Anwohner im südlichen Teil des Sees den Zugang zum Weg gesperrt. Der gesperrte Weg war als öffentlicher Weg in einem rechtskräftigen Bebauungsplan ausgewiesen. Auch neue Grundstücksbesitzer waren folglich über diesen Umstand informiert. Sie bekamen Teile ihres Grundstückes sogar zu besonders günstigen Preisen, weil einmal der öffentliche Weg Bestandteil der Kaufbedingungen war, aber auch, weil Teile der Grundstücke im Naturschutzgebiet Landschaftsschutzgebiet liegen.

Im Herbst gab es dann einen vergleichsweise harmlosen Zwischenfall, der aber möglicherweise einen Hinweis darauf gibt, was für einige der Grund für die Eskalation in den Auseinandersetzungen ist. Die Europaabgeordnete der SPD, Roth-Berendt hatte widerrechtlich einen Stahlzahn im Naturschutzgebiet errichtet. Der Weg selbst blieb unangetastet. Sind es eher solche abgelehnten Wünsche der Anrainer, die nun Probleme bereiten?

Ende März diesen Jahres blockierten einige Anrainer den Uferweg. Etwa 50 Demonstranten, aber auch der Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs forderten die Sperren zu entfernen.An den Ostertagen wurden die Demonstrationen lautstärker. Es kam zu Rangeleien mit dem eingesetzten Wachschutz-Personal als einige Demonstranten Pflanzen aus den Sperranlagen entfernen wollten. Die blockierenden Eigentümer zeigten Demonstranten wegen Nötigung, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung an. Die Zahl der Protestierenden Anwohner war auf rund 300 angewachsen.

Inzwischen droht die Stadt Potsdam mit Zwangsgeldern, wenn die Blockade nicht umgehend aufgehoben wird. Eine „Beseitigungsanordnung mit Sofortvollzug“ für die Beseitigung der Sperranlagen zum 9.4. wird gesetzt.

Die Sperren seien rechtswidrig, weil sie dem seit 1999 gültigen Bebauungsplan widersprächen. In diesem ist der Uferweg an der Seepromenade als öffentlicher Weg – auf Privatgrundstücken – ausgeschrieben. Einen möglicherweise entscheiden Formfehler weist der Bebauungsplan auf. Die damals dafür zuständige Gemeinde Fahrland vergaß den Weg öffentlich umzuwidmen. Ein verhängnisvoller Fehler, wie es sich heute zeigt.

Bei diesem Weg handelt es sich um den alten Kolonnenweg der DDR-Grenzsoldaten. Damals hatte man die Vorbesitzer enteignet. Der Glienicker See selbst lag zur einen Hälfte in Spandau, zur anderen Hälfte in der DDR. Bojen markierten den Grenzverlauf. Badegäste von der Spandauer Seite machten sich oft einen Spaß daraus, die Grenze zu „verletzen“. Nun soll anscheinend von einigen Anwohnern die Grenze aus ganz anderen Gründen neu gezogen werden. Den Bewohnern aus Groß Glienicke war zu Mauerzeiten kein Zugang zum See möglich. Heute ist der Patrouillenweg Teil des offiziellen Mauerradweges um Berlin, genutzt von vielen Touristen und Erholungssuchenden – sehr zum Ärger mancher Anrainer. Dieser scheint nun in Gefahr zu sein.

Neben den Einwohnern von Groß Glienicke und auch Nutzern des Weges, die ihn zu Fuß oder mit dem Rad nutzen, halten auch viele direkte Anlieger am See das Vorgehen der Blockierer für unsozial.

Die Sperren selbst sind sehr vielfältiger Natur. Manch einer entfernt den Asphaltbelag des Weges, um diesen unpassierbar zu machen, andere pflanzen dann ganze Hecken quer darüber. Wieder andere errichten Sandbarrieren auf und häufen großen Mengen an Geröll auf.

Über Ostern schien die Auseinandersetzung dann zu eskalieren. So soll es zu regelrechten Jagdszenen auf mögliche Teilnehmer an den Rangeleien gekommen sein.

Pochen manche der der Grundstücksbesitzer auf ihr prinzipielles Recht, geht es anderen, trotz scheinbarer Einigung mit der Stadt , nicht schnell genug, weswegen sie dann lieber vollendete Tatsachen schaffen.

Offensichtlich ist hier schon in einem frühen Stadium zu keinem für alle Seiten befriedigendem Gespräch gekommen. Manche wollen scheinbar nur nur einen höheren Sichtschutz auf ihrem Grundstück errichten, als ihnen zugestanden wird. 1,20 bis 1,25 Meter Höhe sind ihnen zu wenig.

Nach Ostern unterbreitete Potsdam acht verhandlungsunwilligen Anrainern ein Kaufangebot für den Bereich des Uferweges, was aber von diesen als „weit unter Marktwert“ abgelehnt wurde. Dieses Angebot wird als Einstig in ein mögliches Enteignungsverfahren angesehen.

Direkt nach dem Mauerfall bekam die damals eigenständige Groß Glienicke Teile des Uferweges von der Treuhand zum Kauf angeboten. Weil es ihr zu teuer war, lehnte sie ab. In der Zwischenzeit hatten Privatleute die Gelegenheit beim Schopf ergriffen.

Christoph Partsch, den Anwalt einiger Sperr-Anrainer, der auch schon am Griebnitzsee in Potsdam einige Klienten vertreten hatte, verglich den „untätigen“ Einsatz der Polizei bei den „Übergriffen“ der Demonstranten mit der Zeit des Faschismus. Auch damals wäre die Staatsgewalt nicht bereit gewesen, Eigentum zu schützen. Der Polizeipräsident von Potsdam wies den Vergleich der Polizei in der NS-Diktatur deutlich zurück.

Ähnliche Äußerungen hatte der Anwalt auch schon häufiger getätigt.

Unter dem Motto „Für ein freies Seeufer“ kündigten sechs Vereine aus Groß Glienicke eine Kundgebung für den 11.April an. Gleichzeitig kamen mahnende Worte, die der Stadt Kompromissbereitschaft abforderte. Den Anrainern solle eine Möglichkeit gegeben werden, Uferbereiche einzuzäunen.

Manch einer sieht hier einen klassischen „Ossi-Wessi-Konflikt“, seien es doch die zugezogenen, die sich angeblich in Verhandlungen quer stellten. Der Anwalt einiger Anrainer spricht bei den Demonstranten von einem Mob. Bei solch einer aufgeheizten Stimmung scheint eine vernünftige Einigung kaum mehr möglich.

500 Menschen forderten am 11.April friedlich einen frei zugänglichen Uferweg am Groß Glienicker See. Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs sprach zu den Demonstranten, die unter dem Motto „Für ein freies Seeufer“ zusammengekommen waren und erklärte seine weiterhin bestehende Verhandlungsbereitschaft. Nur vom Naturschutzrecht wolle und könne er nicht abweichen. Stege, die manch einer sich wünscht, wären also kein Teil der möglichen Verhandlungen. Winfried Sträter vom Ortsbeirat Groß Glienicke wünscht sich in diesem Fall aber mehr Kompromissbereitschaft. Er sprach von „Hardliner-Mentalität beim Landschaftsschutz“. Auch andere forderten mehr Verhandlungsbereitschaft auf beiden Seiten.

Seit 2009 laufen die Verhandlungen mit den rund 40 Anrainern. Wegen des formalen Fehlers der Gemeinde Fahrland muss mit jedem der Eigentümer über das Wegerecht einzeln verhandelt werden.

Am 12.April wurden vom Grünflächenamt „unter Polizeischutz“ zwei der errichteten Sperren entfernt. Zur Begründung wurde der Naturschutz bemüht. Die sperrenden Neupflanzungen entsprächen nicht den Bestimmungen des Bebauungsplans. Die Kosten müssten die Sperrer tragen. An anderes Stelle blieben die Sand‑ und Geröllsperren dagegen bestehen.

Den dringend nötigen Weg zurück an den Verhandlungstisch unter Einbeziehung aller Beteiligten möchte eine neu gegründete Initiative erreichen. Diese setzt sich nicht plakativ für „ein freies Ufer“ ein, sondern für einen freien Uferweg. Die neue Initiative versteht sich als Mediator. Erst wenn jeder die Wünsche die Beweggründe und Ziele anderen begreift, ist der Weg frei, zu einer gütlichen Einigung. Der Kompromiss soll den Anrainern ermöglichen, ihre Uferbereiche zu nutzen und auch abzugrenzen, sofern die Nutzung nicht dem Natur‑ und Umweltschutz widerspricht.

Ralf Salecker

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Jan 28 2010

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Salecker

Lauf der Sympathie von Falkensee nach Spandau

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Der 21. Lauf startet am 21. März

  • Start (10-Kilometer-Lauf):  21. März um 11 Uhr an der Falkenseer Stadthalle – Ziel: Rathaus Spandau.
  • Start (5-Kilometer-Lauf):  21. März um 11:15 Uhr an der Falkenseer Stadthalle – Ziel: Rathaus Spandau.
  • Veranstalter: TSV Falkensee und VfV Spandau
  • Formulare gibt es unter www.vfv-spandau.de
  • Anmeldung per Mail: gs-tsv@falkensee.de
  • Anmeldeschluss: 1.3.2010
  • Anmeldegebühr muss überwiesen werden
  • Startnummern gibt es Freitag, den 19. März, von 16 bis 18:30 Uhr und  Sonnabend, den 20. März, von 10 bis 17 Uhr im Rathaus Spandau

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