v.li. Hartmut Lindemann, Sabine Thümler (BSR), Anderas Wunderlich, Carsten Röding, Olaf Höhn, Simone Gürgen und das Florida-Eis-Maskottchen (Foto: Karin Schneider)

Ein Riesenwandbild entsteht in der Pichelsdorfer Straße

Gestaltung der Brandwand am Metzer Platz

v.li. Hartmut Lindemann, Sabine Thümler (BSR), Anderas Wunderlich, Carsten Röding, Olaf Höhn, Simone Gürgen und das Florida-Eis-Maskottchen (Foto: Karin Schneider)
v.li. Hartmut Lindemann, Sabine Thümler (BSR), Anderas Wunderlich, Carsten Röding, Olaf Höhn, Simone Gürgen und das Florida-Eis-Maskottchen (Foto: Karin Schneider)

Die Brandwand des Hauses Pichelsdorfer Straße 114 am Metzer Platz wird in den kommenden Monaten von ihrer Eintönigkeit befreit und zu einem Ort der Identifikation für die Wilhelmstädter werden. Die ersten Vorbereitungen sind getroffen, um an dieser Stelle eine spannende Zeitreise in die virtuellen Wilhelm Passagen zu unternehmen.

Bereits im Frühjahr 2012 zeigte die Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft mbH im Auftrag des Bezirksamtes in einem Gutachten 125 Bandwände im „Aktionsraum plus Spandau Mitte“ und die Möglichkeiten ihrer Aufwertung. Daraus wurden 36 Projekte ausgewählt und zehn von ihnen favorisiert. Die Brandwand in der Pichelsdorfer Straße bildet somit den Auftakt einer breit und bunt angelegten Aufwertung des Spandauer Stadtbildes.

Bereits seit dem Herbst des letzen Jahres bereiten die Künstler um Hartmut Lindemann das Projekt im Atelier vor, stellen Schablonen und Vorlagen her und erarbeiten das Farbkonzept. Anfang Mai ging es dann ans Gebäude. Die vorhandene Werbetafel wurde entfernt und die Oberfläche des Giebels überarbeitet, um als eigentliche Leinwand die Basis für die Farbgestaltung zu dienen. Am 3. Juni werde die Künstler der Ausführungsfirma Creative Stadt  auf das Gerüst steigen und mit ihrer eigentlichen Arbeit beginnen. Die feierliche Einweihung ist für den 8. August vorgesehen. Erst dann wird der Vorhang fallen und das Gesamtkunstwerk für die Öffentlichkeit sichtbar machen.

Dann wird es bunt in der Wilhelmstadt und für die Bewohner gibt es viel sehen und zu bestaunen. Inhaltlich nimmt die Fassadenkunst vielfältige Bezüge zum Ort auf. Von der Namensgebung der Wilhelmstadt anlässlich des 100. Geburtstages Kaiser Wilhelms über eine Nachbildung des Schiffsmodells „Prinzessin Charlotte von Preußen“, die als erstes Motorschiff 1816 in der Wilhelmstat gebaut wurde,  bis hin zum Kino Regina, das die Wilhelmstadt in längt vergangenen Tagen mit Leben füllte.

Mehrere Reinigungskräfte in orangefarbener Kleidung weisen auf den Projektpartner BSR hin,  der sich bereits vor zwei Jahren mit der Aktion „Bleib sauber Spandau“ im Quartier engagiert. Weiterer Projektpartner ist Florida Eis, das als Unternehmen eng mit der Wilhelmstadt verbunden ist. Bereits seit 1927 wurde im Kino Concordia (später Regina) Eis verkauft und niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass diese Adresse einmal für das feinste Eis Spandaus stehen würde.

Die Giebelgestaltung ist ein Projekt im Rahmen der Programme „Aktive Zentren Berlin“ und des Sanierungsgebietes Wilhelmstadt.

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