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Einweihung einer Spandauer Mauergedenkstätte

Gedenken an die Mauertoten am 13.8.2010

Auf Anregung der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V. ist an der ehemaligen innerdeutschen Grenze im Bereich der Heerstraße/Ecke Bergstraße vom Bezirksamt Spandau eine Spandauer Mauergedenkstätte errichtet worden. Dieses ist der Bereich, an der 1961 Dieter Wohlfahrt versuchte, der Mutter einer Bekannten zur Flucht nach West-Berlin zu verhelfen. Neben den weiteren im Bezirk Spandau bestehenden Mahnmalen zur Erinnerung an die Mauertoten Adolf Philipp (1964) am Oberjägerweg und Willi Block (1966) am Finkenkruger Weg soll an dieser zentralen Stelle künftig gemeinsam an den Bau der Berliner Mauer erinnert und der schrecklichen Folgen und dem Verlust vieler Menschenleben durch die gewaltsame Teilung des Landes über drei Jahrzehnte gedacht werden.

Am 13. August 2010 finden daher um 16.00 Uhr an der Heerstraße/Ecke Bergstraße eine Gedenkstunde für die Mauertoten und die Einweihung der Spandauer Mauergedenkstätte statt, zu der wir die Vertreter der Medien und Presseorgane herzlich einladen.

Neben einleitenden und begrüßenden Worten durch Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz, Baustadtrat Carsten-Michael Röding und dem Vorsitzenden der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V., Karl-Heinz Bannasch, wird Frau Dr. Maria Nooke von der Gedenkstätte Berliner Mauer als Hauptrednerin an den 49. Jahrestag und seine Folgen erinnern.

Im Anschluss an die Redebeiträge werden noch Kränze an der Mauergedenkstätte niedergelegt.

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3 comments to Einweihung einer Spandauer Mauergedenkstätte

  • Norbert Rauer

    Es ist in der dargestellten Weise so nicht zutreffend, daß der Fluchthelfer Dieter Wohlfahrt der Mutter einer Bekannten zur Flucht verhelfen wollte. Sie wollte gar nicht “in den Westen”. Es war eine fingierte Flucht, um den Fluchthelfer anzulocken.
    Es wäre ratsam, erst sorgsam die wirklichen Vorgänge zu erforschen, bevor man etwas daher redet. Auch die schillernde Person von Willi Block ist differenziert zu sehen.
    Leicht unterliegt man der Gefahr einer zweifelhaften Heldenverehrung. Einheimische ältere Bewohner von (West-) Staaken, Seeburg und Falkensee sehen manch eine Biographie etwas anders.
    Norbert Rauer, ev. Pfr. in (West-) Staaken 1991-2009

  • Sehr geehrter Herr Rauer!
    Sie hätten in Ihrem Kommentar die Möglichkeit gehabt, eine Quellenangabe zu den “tatsächlichen” Ereignissen anzugeben. Diese haben Sie leider nicht genutzt.
    Ich kann nicht ausschließen, bei meinen Recherchen auch Fehler eingebaut zu haben. Darum freue ich mich immer, wenn es eine konstruktive Kritik gibt, mit deren Hilfe ein Fehler auch korrigiert werden kann.
    Dieser Text war eine offizielle Pressemitteilung zur Veranstaltung, ist also noch nicht einmal auf “meinem Mist” gewachsen …
    So sehe ich hier nur eine unbelegte Behauptung – die stimmen kann, oder auch nicht.
    Das ist für eine Klärung des Sachverhaltes nicht wirklich hilfreich.
    Mir drängt sich dann leider das Gefühl auf, hier könnte jemand nur “so einfach daher geredet” haben.
    Schade …

  • Sehr geehrter Herr Salecker, sehr geehrter Herr Rauer,

    am 13. August 2010 fand an der Herrstraße / Bergstraße in Berlin-Spandau, die Einweihung der neuen Mauer-Gedenk-Stätte Spandaus statt. Es sprach, neben den Spandauer Vertretern, auch Frau Dr. Maria Nooke, Stellv. Direktorin Gedenkstätte Berliner Mauer. In ihrem gut halbstündigen Vortrag hat sie den Zuhörern auch die Biographien der getöteten Menschen an der Spandauer Mauer näher gebracht.

    Die Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V. – Spandauer Geschichtsverein hat die Errichtung und die Einweihungsfeier zum Anlass genommen, diesen Vortrag zum Abdruck zu bringen.
    Im Dezember 2010 erscheint der neue Band der “Notizen zur Spandauer Geschichte” mit folgenden Aufsätzen:

    Erich Mayerhofer
    Illegale Waffengeschäfte in Spandau vor dem Ersten Weltkrieg

    Alfred Mühl †
    Staaken

    Henry Alex
    Straßen, Plätze und Brücken in Haselhorst. Mit einer besonderen Betrachtung zur Herkunft des Namens Paulsternstraße

    Joachim Pohl
    Polizei und SS in Spandau während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

    Dr. Hannelore Krumrey/Manfred Paul Schulze
    Das Kriegsende 1945 am Stresowplatz

    Manfred Stürzbecher
    Gab es im Bezirk Spandau ein Polizeikrankenhaus für Westberlin?

    Gerhard Hinz
    Erinnerungen an den 13. August 1961

    Gerhard Hinz
    Der Berliner Bär an der Stadt- und Landesgrenze Berlins in Staaken

    Karl-Heinz Bannasch
    Zur neuen Spandauer Gedenkstätte für die Toten an der Mauer zu Brandenburg

    Der Vortrag von Frau Dr. Nooke ist vollständig zum Abdruck gekommen. Vielleicht kann mit diesem Text die Diskussion um die Bewertung von guten oder nicht so guten Toten an der Innertdeutschen Grenze weitergeführt werden. Aber wundern sie sich bitte alle nicht: auch der an Spandaus Grenze zur ehemaligen DDR erschossene DDR-Grenzsoldat ist in der veröffentlichten Liste der acht Toten aufgeführt.

    Ab ca. dem 10. Dezember 2010 ist dieses Buch im Spandauer Handel zu beziehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Karl-Heinz Bannasch
    Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V.
    Spandauer Geschichtsverein

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