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Falkensee – Muss es immer Alufolie sein?

Informationen von der Umweltgruppe der Lokale Agenda 21 Falkensee

Energie ist auch in Falkensee ein Thema. Hier ankert nicht die MS Wissenschaft an, um zu informieren, wie es gerade in Spandau der Fall ist, sondern die Umweltgruppe der Lokale Agenda 21 Falkensee…

Alufolie, korrekt bezeichnet Aluminiumfolie, ist aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Durch ihre extreme Dünne, 0,010 bis 0,015 mm, eignet sie sich vorzüglich als Verpackungsmaterial. Ob zum Verpacken von Lebens- und Genussmitteln, zum Kochen, zum Braten und Grillen sowie zum Backen ist Alufolie allgegenwärtig. Alufolie ist hygienisch, isoliert gegen Kälte und Wärme, ist rostfrei und sehr biegsam. Nahrungsmittel können mit Alufolie licht- und nahezu luftdicht verpackt werden, wodurch eine längere Haltbarkeit erzielt und ein Aromaaustausch verhindert wird. Feuchtigkeit kann nicht nach außen austreten, was ein schnelles Austrocknen verzögert.
Alufolie entsteht durch Walzen von Aluminium, welches wiederum aus Bauxit gewonnen wird. Größte Förderer von Bauxit sind Australien und Brasilien.
Unsere Großeltern bezeichnen die Aluminiumfolie oft noch als Stanniolpapier, was eigentlich nicht exakt aber auch gar nicht so falsch ist. Stanniol gilt als Vorläufer der Alufolie, bestand ursprünglich aus einer Bleisilberlegierung, später aus Zinn, daher auch der Name Zinnfolie und diente früher zum Verpacken empfindlicher Genussmittel, zum Beispiel Schokolade. Heute ist sie durch die Alufolie fast vollständig ersetzt.
Das Walzen von Aluminium auf seine minimale Stärke erfolgt aus produktionstechnischen Gründen zweilagig, wodurch eine Seite voll glänzend, die andere etwas matter entsteht. Inwieweit dadurch unterschiedliche Gebrauchseigenschaften zu verzeichnen sind, ist selbst bei Spitzenköchen umstritten und auch nicht unbedingt wesentlich.
Ein Problem gibt es aber bei der Herstellung: Zum Schmelzen von 1 kg Aluminium benötigt man ca. 14 kWh Strom. Auch die Herstellung von Aluminium selbst ist ein sehr energieintensives Verfahren! Die Aufbereitung von Aluminium im Rahmen des Recyclings dagegen erfordert lediglich 5% der Herstellungsenergie! Da freut sich nicht nur der Geldbeutel, dies schont auch unsere Umwelt. Das bedeutet: gebrauchte Alufolie nicht in den „normalen“ Hausmüll, sondern in die gelbe Tonne. Der umweltfreundlichste Weg ist natürlich, sie sehr sparsam einzusetzen.
Wer mehr zu den Themen Alufolie, Aluminium / Bauxit uns Stanniol wissen möchte, findet dies im Internet unter den angegebenen Stichworten.
Umweltgruppe der LA21 Falkensee, www.agenda21-falkensee.de

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