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Flößer nehmen die Zitadellenstadt Spandau ein

Emssaga-Verein zur Förderung der historischen Emsschifffahrt

Emssaga-Verein zur Förderung der historischen Emsschifffahrt an der Glienicker Brücke
Emssaga-Verein zur Förderung der historischen Emsschifffahrt an der Glienicker Brücke

Es war schon ein ungewöhnlicher Anblick, der sich beim Umherschweifen des Blickes über die Hafenanlage in Kladow offenbarte. Gewöhnt an Segel- und Motorboote verschiedener Größen nahm das Auge plötzlich ein Floß wahr, das an einem der Stege von der Mannschaft festgemacht worden war.  Bei näherem Hinsehen und Befragung der Crew, die bereitwillig Auskunft gab, stellte sich heraus, dass man es mit Flößern des Vereins „Emssaga-Verein zur Förderung der historischen Emsschifffahrt“ zu tun hatte, die sich auf großer Kreuzfahrt in Berlin und Brandenburg befanden. In Köpenick hatten sie ihr schwimmendes Gefährt, das in Einzelteile zerlegt und mit einem Langholztransporter aus dem heimatlichen Rheine nach Berlin transportiert worden war, zu Wasser gelassen und waren nun auf Spree und Havel bis nach Werder unterwegs.

Nach dem Passieren der Schleuse Mühlendamm ging es ab ins Berliner Leben mit allem was dazu gehört. Zuerst konnte die Emssaga-Crew zu früher Stunde die sogenannte „Brückentour“ genießen bevor die Ausflugschiffe auf dem Wasser für regen Verkehr sorgen und machte dann am Schiffbauerdamm fest und eroberte Berlin zu Fuß.

Emssaga-Verein zur Förderung der historischen Emsschifffahrt unterwegs auf der Havel
Emssaga-Verein zur Förderung der historischen Emsschifffahrt unterwegs auf der Havel

Nach dem Durchqueren des Regierungsviertels per Floß stand am nächsten Tag Spandau auf dem Programm und schnell schloss die Crew hier Bekanntschaft mit der Berliner Küche, dem Restaurant Spandower Zollhaus und den sympathischen Wirtsleuten. Mit gut gefülltem Magen ging die Tour bei einer idyllischen Fahrt weiter nach Kladow.

Während ihrer vorletzten Tagesetappe und dem Abbau des Floßes am letzten Tag wurden der Wannsee überquert und die Städte Potsdam und Werder eingenommen, wo die Tour mit dem Abbau des Floßes endete.

Der Emssaga Verein, der nun seinen Schatten bis nach Berlin und Spandau geworfen hat, entstand 1982 aus der Idee, die heimatliche Ems mit historischen Schiffen und Flussfahrzeugen attraktiver zu machen. Die damals vier Mann starke Gründungs-Crew knüpfte nahtlos an die Flößertradition an und konnte immer mehr begeisterte Anhänger finden. Floßfahrten in die nahe und weitere Umgebung wie beispielsweise auf der Mosel, der Weser, der Saale oder der Isle und jetzt bis nach Berlin machen auf die Flößer- und Schiffstradition aufmerksam, die in Rheine gepflegt und aktiv betrieben wird. Größtes Projekt des Vereins war bisher der Bau der „Emssaga II“, ein aufwändiger und detailgetreuer Nachbau eines Wikingerschiffs.

 

Spandau heute – August 2012

 

Spandau heute - August 2012
Spandau heute - August 2012

 

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Lesezeichen: Nächtlicher Blick über den Bahnhof auf das Rathaus Spandau
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Postkarte: Blick auf die Spandauer Stadtmauer am Behnitz/Kolk
Postkarte: Blick auf die Spandauer Stadtmauer am Behnitz/Kolk

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