Symposion Apokalypse

„Gemeinsames, rituelles, geselliges Trinken“ zur Apokalypse

2. Juni 2013
18:30bis21:30

jtw lädt zur Gesprächsrunde zum Weltuntergang in Kreuzberg

Symposion Apokalypse
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Symposion Apokalypse

Am SO 2. JUNI 18:30 UHR geht es um die APOKALYPSE! Wir wollen mit Euch/mit Ihnen über den Weltuntergang reden!

Ausflug mit der jugendtheaterwerkstatt aus dem Falkenhagener Feld in spandau nach Kreuzberg ins internationale JugendKunst- und Kulturhaus Schlesische27 www.schlesische27.de) zum zweiten SYMPOSION (altgriech. für „gemeinsames, rituelles, geselliges Trinken“, heute Ausdruck für Gesprächsrunden) im Theaterprojekt MYTHOS EUROPA.

Eintritt und Wein sind frei.

Infos unter: mythoseuropa.tumblr.com

Zitate vom 1. Symposion

Bei dem ersten Symposion “Mythos Europa” gab es innerhalb eines inszenierten Teils zwei offene Gesprächsrunden mit allen. Die erste stand unter dem Thema “Probleme” die zweite unter dem Namen “Wünsche, Ziele, Handlungen”.

Wir begannen mit der These, dass wir erst von dem Kontinent Europa, der EU, den politischen Problemen und Zusammenhängen sprechen können, wenn wir bei uns persönlich angefangen haben. Das Bewusstsein über uns, unsere Beziehung zu einander, unsere Wünsche und Fragen sollten das Fundament bilden, bevor wir in größere politische Zusammenhänge eintreten.
Es folgt hier eine Auswahl an Zitaten aus den Gesprächen.

“Sind Sie glücklich?” – “Es traut sich keiner, zuzugeben, nicht glücklich zu sein.”

“Wir sind viel zu beschäftigt, unser eigenes Wohl aufrecht zu erhalten, als uns mit dem Wohl der Welt auseinanderzusetzen.”

“Liebe existiert noch. Die Liebe ist nicht ausgestorben. Die Menschen habe zuviel Informationsinput. Wir beschäftigen uns mit kleinen Problemen, aber nicht mit den richtigen. Wir fragen, was ist mit der BVG, anstatt darüber nachzudenken, was in Afghanistan los ist.”

“Wir wollen alles immer gleich richtig und perfekt machen.” – “Wir unterwerfen uns dem aber und das ist etwas Faschistisches, wir gehen nach Spielregeln, die eigentlich fremd für uns sind. Wir machen uns an Dingen, die wir angeblich erreichen müssen immer kleiner, und das was uns eigentlich ausmacht wird dabei ganz klein, auch die Liebesfähigkeit.”

“Wir können nicht alles auf “das System” schieben. Niemand sagt uns, wir müssen das oder das machen. Ich entscheide für mich.”

“Ich kenne kaum jemanden, der wirklich zufrieden ist.” – “Natürlich dürfen wir nicht zufrieden sein, dann würde die Konsumgesellschaft ja nicht funktionieren, es muss ein Unglück, ein Begehren generiert werden. Die Werbung verspricht Glück, die Beziehung auch… Wir müssen lernen anders zu lieben, ohne Besitzdenken: “mein Freund”, “meine Freundin”, das sind Sklavereien… Ich habe gestern mit einem Obdachlosen gesprochen, der meinte, dass er 1,50 Euro für einen Übernachtungsplatz bezahlen muss und das okay ist, weil die doch seine Wäsche waschen. Also wenn der schon das System verteidigt, geht doch etwas total schief gerade! … Außerdem ist da eine starke Gewalt gegen Faruen, die ist nur ganz versteckt, wir leben hier angeblich gleichberechtigt, das ist doch absoluter Quatsch.”

jugendtheaterwerkstatt spandau e.V.

  • Gelsenkircher Str. 20
  • 13583 Berlin
  • www.jugendtheaterwerkstatt.de
  • 030 – 375 876 23
  • 0177 – 245 18 76

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