Gedenktafel für die ehemalige Synagoge in der Kammerstraße (Foto: Ralf Salecker)

Genkveranstaltung am Jüdischen Mahnmal in der Grünanlage am Lindenufer

9. November 2011
10:00

Jüdisches Gedenken in Spandau

Gedenktafel für die Synagoge in der Kammerstraße
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Gedenktafel für die Synagoge in der Kammerstraße
Jüdisches Mahnmal in der Grünanlage am Lindenufer
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Jüdisches Mahnmal in der Grünanlage am Lindenufer

Während der Novemberpogrome vom 9. auf den 10. November 1938 wurde auch die Spandauer Vereinssynagoge durch Brandstiftung zerstört.
Das jüdische Mahnmal in der Grünanlage am Lindenufer symbolisiert die Synagoge in Form von Baukörper und Turm, die durch die Wucht der Gewalt umgerissen wurden und nun hintereinander liegen. Im Inneren des gespaltenen Turmes leuchtet ein ewiges Licht als Zeichen des Gedenkens an die Toten.

Das Bezirksamt Spandau von Berlin richtet auch in diesem Jahr wieder eine Feierstunde zum Gedenken an die Pogromnacht vom 9. zum 10.11.1938 aus. Diese Gedenkveranstaltung findet statt

  • am Mittwoch, dem 9. November 2011
  • um 10.00 Uhr
  • am Jüdischen Mahnmal in der Grünanlage am Lindenufer in der Spandauer Altstadt
  • (neben dem Parkplatz Lindenufer).

Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Frau Lala Süsskind, sowie der Kantor der Gemeinde, Herr Simon Zkorenblut, haben ihre Beteiligung an dieser Feierstunde zugesagt. Die inhaltliche Gestaltung der Gedenkveranstaltung hat der Ev. Kirchenkreis Spandau übernommen.

Neben Vertretern aus Politik und Wirtschaft sind alle Bewohnerinnen und Bewohner der Zitadellenstadt Berlin – Spandau eingeladen an dieser Gedenkveranstaltung teilzunehmen.

Zum diesjährigen Jüdischen Gedenken führt Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz aus:

Die Zeichen der Ausgrenzung und Missachtung von Menschen in unserer Gesellschaft sind fast täglich sichtbar, die Ausübung körperlicher und psychischer Gewalt gehört schon fast zum Alltagsleben. Ich sehe es als unser aller – völlig egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund – Verpflichtung an, dieser bedauerlichen Entwicklung in friedlicher Form entgegenzuwirken.
Das unendliche Leid, dass der jüdischen Bevölkerung in unserem Land, unserer Stadt und unserem Bezirk während der Zeit des Nationalsozialismus widerfahren ist, war zu damaliger Zeit der Ausdruck dessen, was in der heutigen Zeit im gesellschaftlichen Zusammenleben leider wieder zu beklagen ist. Wir alle sind angehalten, vor allem unserer Jugend in aller Deutlichkeit aufzuzeigen, welche Gräueltaten in der Zeit des Nationalsozialismus an den jüdischen Mitmenschen in unserem Land begangen wurden und was Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus in der Geschichte unseres Volkes bewirkt haben, um derartigen Geschehnissen entgegen zu treten.
Ich lade daher alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, besonders aber die Jugendlichen unseres Bezirks, ein, an der Feierstunde am 9.11.2011 teilzunehmen und im Gedenken an die schrecklichen Geschehnisse, die die jüdische Bevölkerung während der Zeit des Nationalsozialismus in unserem Land erleiden musste, am Jüdischen Mahnmal zu verweilen.

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

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