Blick vom Rathausturm in Richtung Bahnhof Spandau und Arcaden

Haselhorst – Spandau

Ortsteile in Spandau: Haselhorst

  • Koordinaten: 52° 32′ 34″ N, 13° 14′ 23″ O
  • Fläche: 4,73 km²
  • Einwohner: 13.668 (30. Juni 2008)
  • Bevölkerungsdichte: 2891 Einwohner/km²
  • Postleitzahl: 13599
  • Ortsteilnummer: 0502
  • Verwaltungsbezirk: Spandau
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Vermessungsamt Spandau

Lage

Haselhorst ist ein Ortsteil im Berliner Bezirk Spandau und liegt zwischen den Ortsteilen Siemensstadt und Spandau. Er grenzt – durch die Havel getrennt – auch an den Ortsteil Hakenfelde.

Sehenswürdigkeiten

Als einen der wichtigsten und bekanntesten touristischen Anlaufpunkte des Bezirks Spandau und der Stadt Berlin findet man in Haselhorst die Zitadelle Spandau.

Geschichte

Der ehemalige Gutsbezirk Haselhorst wurde 1910 zur kreisfreien Stadt Spandau eingemeindet und kam mit dieser 1920 zu Groß-Berlin.

In Haselhorst befanden sich bis 1919 unter anderem eine Konservenfabrik, ein Pulvermagazin und ein Exerzierplatz der preußischen Armee. In der Königlichen Konservenfabrik mussten die zum Wehrdienst eingezogenen Schlachtergesellen in den Herbst- und Wintermonaten alljährlich mehr als 3000 Ochsen schlachten und zu „Rindfleisch im eigenen Saft“ für die Armee verarbeiten. 1892 begann man mit dem Bau einer Arbeiterkolonie. 1907 waren 51 Häuser fertig, in deren 363 Wohnungen rund 1600 Personen lebten. Auf der Pariser Weltausstellung von 1900 hatte die preußische Militärverwaltung eines der Häuser nachbauen lassen, das auch ausgezeichnet wurde.

Noch bis 1945 war der Ortsteil Standort militärischer Produktionsbetriebe, unter anderem für Giftkampfstoffe. Viele Jahrzehnte war Haselhorst geprägt durch die im nördlichen Bereich an der Havel befindlichen Tanklager (in der Anflugschneise des Flughafens Tegel); dort befindet sich heute ein Wohngebiet, das im Rahmen der 2009 abgeschlossenen städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Wasserstadt Oberhavel“ entstand.

Zwischen 1930 und 1935 wurde am Haselhorster Damm und Burscheider Weg die heute unter Denkmalschutz stehende „Reichsforschungssiedlung Haselhorst“ durch verschiedene Architekten der Moderne wie Fred Forbat, Paul Mebes und Paul Emmerich, Gustav Allinger und Peter Jürgensen errichtet.

Heute herrscht im südlichen Bereich des Ortsteils eine industrielle Infrastruktur vor, vertreten unter anderem durch BMW und Wall. Auf der Spreehalbinsel Sophienwerder befindet sich der Außenbezirk Spandau des Wasser- und Schifffahrtsamtes Berlin, das von hier aus unter anderem den Westhafen verwaltet.

Verkehrsanbindung

Verkehrstechnisch ist Haselhorst seit dem 1. Oktober 1984 durch die – unter dem Straßenzug Nonnendammallee/Am Juliusturm verlaufende – U-Bahnlinie U7 mit der Berliner Innenstadt verbunden.

Sonstiges

In Haselhorst wurde 1963 der bekannte Travestiekünstler Ades Zabel geboren.

Quelle: Wikipedia, die freie Enzyklopädie

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