100% Menschenrechte – Zusammen gegen Rassismu

Internationaler Tag gegen Rassismus

 Rassistischen Kräften Einhalt gebieten

100% Menschenrechte – Zusammen gegen Rassismu
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100% Menschenrechte – Zusammen gegen Rassismu

Rassismus versteckt sich nicht mehr, er ist für viele alltagstauglich geworden. Parteien nutzen mehr oder weniger offene rassistische Ressentiments, um eine spezielle Klientel anzusprechen. Der Internationale Tag gegen Rassismus will auf das Problem aufmerksam machen aber auch zeigen, dass es anders geht. Im Artikel 1 unserer Verfassung heißt es nicht ohne Grund: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“.

 

Geschichte

Der 21.3.2017 ist der Internationale Tag gegen Rassismus. Eingerichtet wurde er in Gedenken an die Opfer der Apartheit. 69 Menschen starben am 21.3.1960 bei einer friedlichen Demonstration von 20.000 Menschen in Sharpeville in Süd-Afrika. Die Vereinten Nationen haben darum 1966 diesen Tag „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ initiiert: Rassistische Diskriminierung und Apartheid, so heißt es in der Resolution 2142, seien eine Verleugnung der Menschenrechte und fundamentaler Freiheiten und Gerechtigkeit sowie ein Vergehen an der Menschenwürde.

 

Rassismus , eine Definition

Bei Rassismus geht es nach dem Soziologen Stuart Hall um

  • die Markierung von Unterschieden,
  • die man dazu braucht, um sich gegenüber anderen abzugrenzen,
  • vorausgesetzt diese Markierungen dienen dazu, soziale, politische und wirtschaftliche Handlungen zu begründen,
  • die bestimmte Gruppen vom Zugang zu materiellen und symbolischen Ressourcen ausschließen
  • und dadurch der ausschließenden Gruppe einen privilegierten Zugang sichern.

Entscheidend ist dabei, dass die Gruppen aufgrund willkürlich gewählter Kriterien gebildet werden und dass mit diesen Einteilungen eine bestimmte Zielsetzung verfolgt wird. (Quelle: Broschüre – Was ist Rassismus?)

Rassisten nehmen ihre Einteilung als Grundlage, sich selbst als höherwertiger darzustellen, als andere.

 

Die Gesellschaft ist gefordert

Eine vielfältige und plurale Gesellschaft ist mit allen Kräften gefordert, sich gebündelt gegen jede Form von Rassismus zu stellen und den rassistischen Kräften Einhalt zu gebieten. Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank sieht den Kampf gegen den Rassismus als eine fortwährende Herausforderung: „Die Straftaten gegenüber Asylsuchenden sind rasant gestiegen, Ressentiments sind salonfähig geworden, daher bietet dieser Tag eine gute Gelegenheit um auf diese Missstände aufmerksam zu machen.“

Für den heutigen Tag gilt daher, den Reichtum unserer kulturellen Vielfalt sowie Respekt und Toleranz für den andersartigen Mitmenschen zu betonen.

Danilo Segina (Migrations- und Integrationsbeauftragter des Bezirksamtes): „Trotz der er-reichten Fortschritte ernüchtern und alarmieren uns weiterhin Rassismus in Arbeitswelt und Schule und Diskriminierung gegenüber Migrantinnen und Migranten bzw. Geflüchteten. Rassismus besteht fort auf allen Ebenen unserer Gesellschaft; wo sich Menschen wie in der Wirtschaftskrise in ihrer Existenz bedroht fühlen und Sündenböcke gesucht werden, verschärft sich Rassismus oft.“

 

Weitere Infos unter: Internationale Wochen gegen Rassismus

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

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