Kulturstadtrat Gerhard Hanke in der Stadtbibliothek Spandau

Neues Verbuchungssystem in der Zentralbibliothek in der Spandauer Altstadt

Selbstverbuchungsautomaten und Sortieranlage im Einsatz

Kulturstadtrat Gerhard Hanke in der Stadtbibliothek Spandau
Kulturstadtrat Gerhard Hanke in der Stadtbibliothek Spandau

Ein Meilenstein im Großprojekt “TENIVER – Technologische Innovation in der Informationsversorgung” ist in der Zentralbibliothek im Herzen der Spandauer Altstadt am 12. März gesetzt worden. Nach einer zweiwöchigen Schließzeit, in der der Einbau der neuen Selbstverbuchungsgeräte vorgenommen wurde, öffnete die Bibliothek ihre Pforten und die ersten Besucherinnen und Besucher konnten ihre Medien schnell und selbständig ausleihen bzw. zurückgeben. Mit der Stadtteilbibliothek Kladow fiel bereits im vergangenen Sommer der Startschuss für das neue Verbuchungssystem mit der RFID-Technologie, mit dem zum Ende des nächsten Jahres alle Bibliotheken Berlins ausgestattet sein sollen

Für die Rückgabe der Medien gibt es im Eingangsbereich der Bibliothek in der Carl-Schurz-Straße zwei Eingabestellen, die an die erste und einzige Sortieranlage im Bezirk angeschlossen sind und die Medien auf sieben Sortierziele innerhalb des Hauses verteilen. Für die Ausleihe stehen den Leserinnen und Lesern vier Selbstverbuchungsautomaten zur Verfügung, an denen die Medien selbständig entliehen werden können. Wie an einem Bankschalter wird der Bibliotheksausweis in den Terminal eingeführt, die Medien werden auf der dafür vorgesehen Ablagefläche abgelegt und es erscheinen alle Titel, die ausgeliehen werden, auf dem Display. Die Ausleihquittung mit dem Rückgabedatum wird gedruckt und der Nutzer kann die Medien mit nach Hause nehmen.

Spandau ist Vorreiter in Berlin

„Als erster Berliner Bezirk ist Spandau mit allen Bibliotheken des Bezirks an das neue System angeschlossen, das das Entleihen und die Rückgabe von Medien kinderleicht macht“, erklärt Marion Mühlhoff, die mit der Leitung des deutschlandweit größten Bibliotheksprojekts in der Stadtbibliothek Spandau betraut ist und zusammen mit May-Britt Grobleben, der Projektleiterin ID und vom Serviceteam Berlin, die Weichen für die Umstellung auf die neue Technologie gestellt hat. Die finanziellen Mittel sind aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt worden. Die Sortieranlage schlägt mit rund 90.000 Euro zu Buche und die Selbstverbuchungsgeräte kosten je 9.000 Euro.

Das neue Selbstverbuchungssystem bedeutet nicht nur für die Besucherinnen und Besucher einen reibungslosen und schnellen Ablauf beim Entleihen der Medien. Die Mitarbeiter investieren die gewonnene Zeit in eine intensivere Kundenberatung und in die Verstärkung des Kulturangebots der Stadtbücherei.

Die Bezirkszentralbibliothek in der Altstadt mit rund 182.000 Medieneinheiten im Bestand wurde im letzten Jahr 300.000 Mal von den Spandauerinnen und Spandauern aufgesucht und über 783.000 Medien wurden entliehen. Damit wurde der Rückgang der Entleihungen aufgehalten, denn die Entleihungen reduzierten sich um nur noch 0,3 Prozent. Bei den Besucherzahlen ist sogar mit einem Anstieg von 0,15 Prozent eine leicht positive Entwicklung zu verzeichnen. Diese stehen natürlich in direkter Verbindung mit den Öffnungszeiten. Die angespannte Haushaltslage in Spandau und auch im Land Berlin führte aufgrund der Stelleneinsparungen zur Reduzierung der Öffnungszeiten und auch vorübergehenden Schließungen von Stadtteilbibliotheken.

Der im Haushalt veranschlagte Medienetat zur Anschaffung neuer Medien belief sich auch im Jahr 2011 auf 150.000 Euro. Das entspricht einer Summe von 0,65 Euro pro Einwohner; als Richtwert für eine ausreichende Medienversorgung gelten 1,50 Euro pro Einwohner.

Spandau heute – Ausgabe April 2012 als PDF

 

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Lesezeichen: Nächtlicher Blick über den Bahnhof auf das Rathaus Spandau
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Postkarte: Blick auf die Spandauer Stadtmauer am Behnitz/Kolk
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