Asklepiosstab oder auch Äskulapstab

Pflegenotstand oder Ignoranz im Vivantes Humboldt-Klinikum?

Ist kein Pfleger in diesem Fall besser, als ein Pfleger?

Asklepiosstab oder auch Äskulapstab
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Asklepiosstab oder auch Äskulapstab

Am späten Donnerstag Nachmittag, den 11. August wurde mein Stiefvater mit dem Krankenwagen in das Vivantes Humboldt-Klinikum im Wedding eingeliefert. Meine Mutter und ein guter Freund des Patienten besuchten diesen einen Tag später gegen 14.30 Uhr.

Der Patient ist schwerst dement, kann praktisch nicht mehr alleine gehen und ist zudem extrem sturzgefährdet. In Folge einer Infektion war er so geschwächt, das seine Fähigkeit, sich zu artikulieren praktisch bei Null lag.

Als nach dem Betreten der Station Station ein Pfleger nach dem Aufenthaltsort des Patienten gefragt wurde, wies der nur in einer stummen Geste hinter sich auf die Türe zum Patientenzimmer. Mehr war wohl an Kommunikation nicht notwendig.

Die Tür stand offen. Der Patient saß zusammengesunken, leicht auf die Seite gekippt und völlig apathisch auf einem normalen Stuhl am Tisch. Er war nicht in der Lage, seine Besucher zu erkennen.

Der Pfleger betrat mit den Besuchern das Krankenzimmer, nahm eine Schnabeltasse mit Kaffee vom Tisch, schüttete den Inhalt ins Klo und stellte dem Patienten wortlos eine frisch gefüllte vor die Nase.

Nachdem meiner Mutter und dem Freund der dramatische Zustand klar wurde, riefen sie umgehend nach einem Pfleger und einem Arzt.

Der Freund des Patienten war überaus wütend über das unglaubliche Verhalten des Pflegers und artikulierte dies auch sehr lautstark.

Der schon erwähnte Pfleger behauptete später, der Patient sei völlig normal und ansprechbar gewesen.

Ergänzend muss noch erwähnt werden, das am Krankenbett kein Sicherungsgitter angebracht war. Der Patient wurde – trotz aktenkundiger Einschränkungen – in einen normalen Stuhl gesetzt, obwohl ein Krankenrollstuhl zu Verfügung gestanden hätte.

Die herbeigerufene Ärztin versprach sich sofort zu kümmern.

Der Pfleger nahm dabei die Gelegenheit wahr, sich bei der Ärztin über die aus gutem Grund aufgebrachten Besucher zu beschweren.

Das Verhalten des Pflegers ist unwürdig und ignorant, es zeugt von einem nicht vorhandenen Berufsethos.

In diesem Fall wurde an der Situation etwas geändert, weil sich Menschen für den Patienten eingesetzt haben. Was geschieht aber mit solchen hilflosen Menschen, die keine Angehörigen und Freunde mehr haben. Bekommen diese dann noch die unbedingt notwendige Versorgung und Aufmerksamkeit.

Dieses Verhalten auf der Kardiologie im Vivantes Humboldt-Klinikum ist ein unglaublicher Skandal. Der Pfleger muss für sein Fehlverhalten zur Rechenschaft gezogen werden.

Es ist zu hoffen, das dies nicht symptomatisch für die Pflege von Alzheimer-Patienten ist, oder auch allen anderen, die unbedingt auf eine aufmerksame Pflege angewiesen sind.

 

Ralf Salecker

Artikel dazu bei der Rentnerpatei Deutschland

 

 

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

2 thoughts on “Pflegenotstand oder Ignoranz im Vivantes Humboldt-Klinikum?

  1. Absperrgitter sind FReiheitsberaubung. Davon mal ab: warum war denn der Patient bei EInlieferung in solch jämmerlichem Zustand? Ist er zu Hause nicht versorgt worden? Liegt hier gar eine unterlassene Hilfeleistung vor?
    Der Pfleger hat ganz richtig gehandelt.
    Der Patient ist mobilisier worden, eine Einwilligung zur Freiheitsberaubung lag nicht vor- und Gründe auch nicht. Ich sehe gar keinen Grund, warum unprofessionelle Angehörige sich erdreisten, über Profis zu urteilen. Seien Sie doch froh, das sich überhaupt bei den Arbeitsbedingungen jemand kümmert.Haben Sie die Pflegeplanung eingesehen? Welche Punkte wurden nicht beachtet? Können Sie alles nicht sagen.
    Also: bleiben Sie weg mit ihrer althergebrachten halbgaren Meinung und sehen Sie lieber zu, das Ihr ANgehöriger daheim nicht entgleist. Frechheit sowas!Wir sind nicht mehr im 19.Jhd! Was überhaupt erhoffen Sie sich vom Arzt? Der ist nicht Vorgesetzer der Pflege. Mein Gott, sind Sie schlecht gebildet!

  2. Entweder haben Sie den Text nicht richtig gelesen, verstanden oder wollten ihn nicht verstehen. Anders kann ich mir diesen seltsamen und Kommentar und Ihre Schlussfolgerungen nicht erklären.

    Wie können Sie behaupten, der Patient wäre mobilisiert worden? Ihnen fehlt doch jegliche Information dazu – oder sind Sie gar der genannte Pfleger? Dann wird mir vieles klar …

    Hier lag eindeutig ein Versagen des Pflegers vor – möglicherweise sogar „unterlassene Hilfeleistung“, wie Sie es formulierten, aber wohl anders meinten.

    Wenn ein Krankenhaus und das dort tätige Personal sich nicht mehr um die ihnen anvertrauten Patienten kümmern kann oder will, dann liegt hier ein eindeutiger Fehler im System vor, der beiseitigt werden muss. Im Falle des Pflegers ist es ein offensichtlicher Fall von Desinteresse gewesen. Damit hat nach meiner Meinung diese Person nichts mehr in der Patientenpflege zu suchen. Jeder Patient ist seiner Krankheit und seinem Zustand entsprechend zu behandeln. Aus den Krankenakten ist schließlich alles zu entnehmen.

    Ich möchte an solchen Orten kein Patient sein, wenn ich damit rechnen muss, ignoriert zu werden …

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