Informationsveranstaltung zur

Präsentation der „Spandauer Altstadtmeile – Kunst verbindet“ im Rathaus

14. Januar 2013
19:00
8. Juni 2013
17. August 2013
7. September 2013

Gewinnerprojekt bei „MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative“

Informationsveranstaltung zur "Spandauer Altstadtmeile - Kunst …verbindet" im Rathaus Spandau
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Informationsveranstaltung zur „Spandauer Altstadtmeile – Kunst …verbindet“ im Rathaus Spandau

Das Jahr 2013 beschert Spandau eine Menge interessanter Ereignisse. 100 Jahre Rathaus Spandau, 50 Jahre Falkenhagener Feld und drei Aktionstage im Rahmen der „Spandauer Altstadtmeile – Kunst verbindet“, um nur ein paar besondere Termine zu nennen. Zu letzterem wird es am 14. Januar um 19 Uhr im Rathaus Spandau (Bürgersaal) eine öffentliche (!) Informationsveranstaltung geben. Künstler, Gewerbetreibende und interessierte Bürger sind herzlich willkommen.

MittendrIn Berlin!

Die Zentren-Initiative ist eine Aktion des Landes Berlin, der IHK Berlin und der privaten Wirtschaft Berlins. Gemeinsame Intention ist es, mit Impulsen die Berliner Zentren zu stärken. Dazu werden Konzepte für Projekte und Aktionen ausgezeichnet, die dauerhafte Effekte für die Stärkung von Zentren und Geschäftsstraßen versprechen und zu einer nachhaltigen Attraktivitätssteigerung und Belebung führen. Mit dieser Initiative sind Handel, Gewerbetreibende, Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, Verantwortung für ihre Geschäftsstraßen und Zentren zu übernehmen und diese aktiv mitzugestalten.

Die Jury der gemeinsamen Initiative der IHK Berlin, der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Umwelt sowie Wirtschaft, Technologie und Forschung und Partnern aus der Wirtschaft hat Siegerbeiträge ausgewählt. Die insgesamt 100.000 Euro Preisgeld gehen an Projekte in der Turmstraße in Mitte, in der Kastanienallee im Prenzlauer Berg sowie in der Altstadt Spandau. Der bereits zum sechsten Mal ausgelobte Preis stand diesmal unter dem Motto „Laufend Neues erleben“.

Spandauer Altstadtmeile – Kunst verbindet

  • Save the date – Informationsveranstaltung
  • Montag, 14. Januar
  • Rathaus Spandau
  • Carl-Schurz-Straße 2/6
  • Bürgersaal
  • Beginn 19 Uhr, Einlass 18.30 Uhr
  • Netzwerken und Mitmachen
  • Das Altstadtmanagement Spandau stellt sich vor

Spandau wird von manchen Menschen gerne als durchschnittlicher und langweiliger Randbezirk bezeichnet, der sich so gar nicht zu Berlin gehörig fühlt. Teilweise haben Spandauer mit an dieser Mär gestrickt, weil es „so schön ist“, sich als etwas „besseres“ zu fühlen. Andere reden nur über die Probleme im Bezirk, die wir ohne Zweifel haben (sinkende Kaufkraft z.B.) und stützen so die negative Meinung der „Außenstehenden“:

Ein Vertreter der IHK formulierte dies öffentlich wie folgt: „Die Spandauer Altstadt ist so mittelmäßig, man muss auch mal überraschen und zeigen, was man hat und kann.“

Spandau hat aber viel zu bieten. Das kann man ohne anzugeben sagen. Über einen längeren Zeitraum haben Vertreter aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Verwaltung (u.a. Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V., Partner für Spandau GmbH, Bezirksamt Spandau/Wirtschaftsförderung, Altstadtmanagement Spandau) gemeinsam die Köpfe rauchen lassen, um aktiv am positiven Image des Bezirkes zu arbeiten. Da kam der Wettbewerb „Zentren-Initiative – MittendrIn Berlin! – Laufend Neues erleben“ gerade recht. Mit dem Gewinn des Wettbewerbs hätte man die Chance, Ideen in die Tat umzusetzen, weil dann ein netter kleiner Geldbetrag zur Verfügung stände.

Spandauer Altstadtmeile – Kunst …verbindet

Das Ehrgeizige Ziel des Wettbewerbsbeitrages:

„Es werden räumlich und inhaltliche neue Verbindungen geschaffen und die Spandauer Altstadt als attraktive, überraschende und interessante Flaniermeile auch für neue Zielgruppen weiterentwickelt und vermarktet … unter dem Motto Spandauer Altstadtmeile – Kunst … verbindet.“

Die Farbe gelb – auch in Form einer über einen Kilometer langen gelben Linie – kennzeichnet die Veranstaltungen und Aktionen rund um den Wettbewerbsbeitrag der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V. und Partner für Spandau GmbH. Drei kulturelle Veranstaltungen im Sommer 2013 sollen das gewachsene Hauptzentrum Altstadt Spandau als attraktive, überraschende und interessante Einkaufs, Kultur-, und Flaniermeile berlinweit bekannt machen. Kunst ist dabei verbindendes Element und bringt engagierte Bürger mit vielfältigen kulturellen Hintergründen, Händler, Künstler, Kulturschaffende und Vereine zusammen, um die größte Fußgängerzone Berlins nachhaltig attraktiv zu machen.

Spandauer Altstadt, Arcaden und Zitadelle werden bisher eher als separat existierende Bereiche wahrgenommen. Nicht Konkurrenz soll im Vordergrund stehen, sondern ein „Miteinander“, schließlich kommen 66 % der Besucher der Spandau-Arcaden auch in die Altstadt.

Eine 1609 Meter lange Spandauer Altstadtmeile, gekennzeichnet durch eine gelbe Linie und weitere Markierungen, soll sich zukünftig als Bindeglied zwischen Fernbahnhof/Arcaden, Ellipse – Altstadt und Zitadelle entwickeln. Als Kulturleitpfad soll sie wichtige Orte Spandaus miteinander verbinden.

Schauraum und Flaniermeile

Das kreative Potential Spandaus wird offensiv gezeigt. Man zeigt was man hat und kann. Die Belebung der Spandauer Altstadt verbindet das „Einkaufserlebnis“ mit künstlerischen Aktivitäten – flanieren durch die Fußgängerzone als besonderes Erlebnis. Temporäre und neue dauerhafte Elemente werten den öffentlichen Raum auf und steigern die Aufenthaltsqualität – alles natürlich barrierefrei, soweit es geht. Im Idealfall wird so das Interesse neuer Zielgruppen für den Standort geweckt.

Es entstehen temporäre und dauerhafte neue Elemente, die den öffentlichen Raum aufwerten wie „Bühnen“, Bänke und kunstvoll gestaltete Treppen. Durch die (Gelb-)Markierung und künstlerische Gestaltung von Treppen und Stufen werden Barrieren sichtbar gemacht; es entsteht ein Aufforderungscharakter für ein nachhaltiges Konzept zur Verbesserung der Barrierefreiheit in einer historisch gewachsenen Stadt.

Bisher kommen 46 % der Besucher der Altstadt allein zum Einkaufen dorthin. Erhöht sich die Attraktivität der Altstadt, steigt auch die Frequenz der Besucherzahlen.

Kunst-, Kultur- und musikalische Darbietungen in Schaufenstern, auf kleinen Bühnen oder mobil bieten überraschendes für die Flanierenden. Kunst- und Kulturlotsen führen zu Veranstaltungen und helfen beim Aufbewahren oder Transport des Einkaufs (hier werden noch Mitstreiter gesucht). Ein großer Fotowettbewerb geht über alle drei Aktionstage.

„Kunst…verbindet“ dabei Orte (Bhf./Arcaden – Altstadt – Zitadelle, öffentlichen Raum und Schaufenster/Geschäfte), Menschen (unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlichen Fähigkeiten und unterschiedlichen Handicaps, gewinnt neue Gäste und Kunden für die Altstadt, verbindet Prominente und Nachwuchskünstler mit Spandau Bezug und Gewerbetreibende) und Inhalte (Historie und Moderne, unterschiedliche Genres,…).

Mit drei Veranstaltungen wird gemäß dem Motto „Kunst…verbindet“ die „Spandauer Altstadtmeile“ bespielt. Die Veranstaltungen werden im Rahmen des „Spandauer Altstadtsommers“ stattfinden, als Ergebnis begleitender Arbeitsgruppen verschiedener Altstadtakteure zur Einrichtung eines Altstadtmanagements.

Spandau und Spandauer können gemeinsam an einem Strang ziehen. Der Gewinn des Wettbewerbs ist Lohn und Ansporn zugleich. Etwa 35.000 Euro stehen für die Durchführung von drei Veranstaltungstagen zur Verfügung.

Starker Auftritt – Samstag 8.6.2013 von 11 bis 18 Uhr

Die 1609 Meter lange Spandauer Altstadtmeile verbindet verschiedene Veranstaltungsorte miteinander. Als gelbe Linie oder gelbe Markierung zieht sie sich unübersehbar durch die Altstadt. Kleinkunst, Musik, Theater und Aktionen auf kleinen Bühnen und in Schaufenstern sorgen für einen unterhaltsamen Tag mit: Open Stages, einem Straßenmusiker-Wettbewerb, Schaufensterkunst, Führungen, einem Foto-Kunst-Lauf und einem Abschlusskonzert auf der Freilichtbühne.

Da geht Kunst – wo gehst Du? – Samstag 17.8.2013

Kunst verlockt zum Mitmachen. Präsentation von Malerei, Skulpturen und Mode an ungewöhnlichen Orten. Turmführungen bieten einen Perspektivwechsel (Kunst von oben betrachtet). Stadtführungen bringen Neugierige zu Orten von Kunst und Kultur. Aktionen finden nicht nur an festen Orten statt, sondern bewegen sich mobil durch die Altstadt. Eine Fotomeile bietet und fordert Perspektivwechsel.

„Es ist nie zu spät“ – Kunst geht auch nachts – Samstag 7.9.2013

Nachts ist es nicht nur dunkel … Die Lange Nacht der Kunst in Verbindung mit „late night shopping“. Im Innenhof der Zitadelle findet zeitgleich der Nachtmarkt mit Kunst und Kunsthandwerk statt. Offene Ateliers in der Renaissancefestung zeigen ihre große Vielfalt: Kunst, Kunsthandwerk und Handwerk, wie z.B. die Musikinstrumentenwerkstatt Klang-Holz.

Lichtkunst und Projektionen illuminieren Gebäude und Objekte. So könnte die Havelwelle auf Marktplatz in einem ganz anderen Lichte dastehen. Lassen wir uns überraschen.

 

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

One thought on “Präsentation der „Spandauer Altstadtmeile – Kunst verbindet“ im Rathaus

  1. Guten Tag!

    Jetzt können und müssen die beteiligten Spandauer beweisen, das sie, entgegen einiger Vorurteile, etwa auf die Beine stellen können, ohne über großes Etats zu verfügen.
    Schon jetzt bin ich positive überrascht, dass anscheinend eine Gruppe von Menschen so lange gemeinsam an diesem Projekt gearbeitet haben. Mich würde doch sehr interessieren, wie hoch der Anteil der Geschäftsleute bei den Aktiven ist. Um die soll es, wenn ich es richtig begriffen habe, in der Zielrichtung des Wettbewerbs gehen.
    Der Niedergang der Altstadt ist nicht alleine eine Folge der niedrigeren Kaufkraft der Bevölkerung. Wenn „im Herzen Spandaus“ nicht mehr genügend eingekauft wird, liegt es wohl eher am schlechteren Angebot. Vermieter, die lieber Billigläden „beherbergen“ und damit den schnellen Euro machen wollen, Geschäftsleute, bei denen nicht Service und der Kunde im Mittelpunkt stehen und vergleichbare kurzsichtige Ansätze haben zu den Problemen geführt.
    „Früher“ konnte „man“ sich zurücklehnen und behaupten, die erdrückende Konkurrenz der Arcaden wäre „Ursache allen Übels“. Neuere Erkenntnisse lassen auch dem letzten – hoffentlich – klar werden, dass stark vereinfachende Polemik noch nie eine Lösung herbeigeführt hat.

    Darum drücke ich der Veranstaltung am 14. Januar die Daumen! Es sind ganz bestimmt noch viele „helfende Hände“ notwendig, um drei Aktionstage mit attraktiven Inhalten zu füllen – und dies nachhaltig in die folgenden Jahre zu übertragen.
    Nachhaltigkeit schrieb sich der Wettbewerb groß auf die Fahnen. Dazu sollten auch diejenigen mit anpacken, die meist so lange warten, bis etwas erfolgreich ist, um dann auf den fahrenden Zug aufzuspringen … Mir würde es gefallen, wenn einmal ein paar mehr die ziehende Lokomotive wären …

    LG,
    Anne K.

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