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Präventive Beratungsangebote im Jugendamt Spandau verstärken

Engmaschiges Netz von Eltern, Kita, Schule und Jugendfreizeiteinrichtungen

Familie

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Seit der Wahl im vergangenen Herbst und der Umstrukturierung im Bezirksamt gehört das Ressort Jugend in das Arbeitsgebiet von Stadtrat Gerhard Hanke, der bisher für die Bereiche Bildung, Kultur und Sport zuständig war. Den Bereich Jugend genau hier anzugliedern war eine gute Entscheidung, denn durch die Vernetzung wird die Zusammenarbeit von Schule und Jugend effektiv und nachhaltig gefördert.

Im Rahmen eines Berlinweiten Konzepts wird die Jugendarbeit neu positioniert und ein engmaschiges Netz der Bereiche Eltern, Kita, Schule, Beratungsdienst und Vereine kann geknüpft werden. Ziel ist es, mit den Familien frühzeitig Kontakt aufzunehmen und präventive Beratungsangebote zu unterbreiten.

Über den Jugendfreizeitbereich führt Stadtrat Hanke aus: „Die Einrichtungen sind schlecht ausgestattet und nicht mehr zeitgemäß eingerichtet. Hier müssen dringend bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden.“ Eine regionale Bildung von Zentren für alle Altersgruppen, in denen sich Jugendliche und Erwachsene aufhalten, gehört hier zu seinen Zielvorstellungen.

Eine bessere personelle Ausstattung ist notwendig

Um diese Aufgaben anzugehen, muss das Jugendamt allerdings personell besser ausgestattet werden als bisher. Wenn bei Problemen schnell und tatkräftig regiert werden soll, sind nach Aussage von Jugendamtsleiter Reinhold Tölke 7,5 zusätzliche Personalstellen notwendig. Aufgrund der Arbeitsüberlastung von Sozialarbeitern und Betreuern können die Fälle nicht optimal gesteuert werden, das führt auf die Dauer zu unnötig hohen Kosten. Seine Forderung besteht darin die Zeitverträge in Festanstellungen zu verwandeln und die Freigabe für Außeneinstellungen zu erhalten.

Drei Regionen des Spandauer Jugendamtes

Das Spandauer Jugendamt ist in drei Regionen unterteilt, in denen die Probleme allerdings recht ähnlich gelagert sind.

Die Region I mit ihrem Standort im Goldbeckweg umfasst die Gebiete Rathaus, Neustadt, Hakenfelde, Siemensstadt und Haselhorst mit 16 Sozialarbeitern, die jeweils 76 Familien betreuen. Brennpunkte dieser Region sind das Lindenufer, der Koeltzepark sowie in der Neustadt die Lynar- und Lutherstraße. Streetworker betreiben hier eine offene Jugendarbeit und durch die Zusammenarbeit von Lehrern und Sozialarbeitern wird auf Auffälligkeiten in Schule und Kita schnell regiert.

Die Region II mit 19 Mitarbeitern erstreckt sich über die Wilhelmstadt, Gatow / Kladow und das Gebiet Heerstraße Nord. Diese unterschiedlich geprägte Region mit seiner bürgerlichen Struktur in der Wilhelmstadt, dem Einfamilienhaus-Charakter in Gatow / Kladow verzeichnet im Gebiet Heerstraße Nord einen relativ hohen Anteil an Hilfen zur Erziehung. War vor rund fünf Jahren eine Stagnation zu verzeichnen, haben sich die Zahlen heute nahezu verdoppelt. Der Wohnungsleerstand ist von ca. 18 Prozent auf knapp 3 Prozent gesunken, dazu umgekehrt ist der Hilfebedarf gestiegen. Multiproblem-Familien arabischer Herkunft, aus dem osteuropäischen Raum und aus Afrika werden von den Mitarbeitern des Jugendamts betreut. Auch hier ist die Arbeitsbelastung mit 100 Fällen pro Mitarbeiter zu groß und muss dringend durch Personaleinstellungen reduziert werden.

In der Region III mit den Gebieten Falkenhagener Feld und Brunsbütteler Damm sind 13 Sozialarbeiter tätig, die in ständigem Austausch mit dem Quartiersmanagement stehen. Auch hier wird berichtet, dass die Fälle zunehmend komplexer werden und die Beratungsangebote deshalb so früh wie möglich gemacht werden müssen. Das Clubhaus in der Westerwaldstraße leistet hier einen wesentlichen Beitrag und füllt sich zunehmend. Das Kinderrestaurant, die offene Jugendarbeit, eine Schuldnerberatung, Sport- und Lebenshilfeangebote werden von den Bewohnern gut angenommen.

 

Spandau heute – April 2012

 

Spandau heute - April 2012

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Spandau heute – Ausgabe April 2012 als PDF

 

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Lesezeichen: Nächtlicher Blick über den Bahnhof auf das Rathaus Spandau

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Postkarte: Blick auf die Spandauer Stadtmauer am Behnitz/Kolk

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