Seit 15 Jahren in der Wilhelmstadt (Foto: Spandau heute)

Seit 15 Jahren in der Wilhelmstadt

Jubiläum der Altberliner Eckkneipe „Zur Sorgenpause“

Seit 15 Jahren in der Wilhelmstadt (Foto: Spandau heute)
Seit 15 Jahren in der Wilhelmstadt (Foto: Spandau heute)

Die Altberliner Eckkneipe „Zur Sorgenpause“ gehört zu den Raritäten, die heute nicht mehr an jeder Ecke zu finden sind.  Die Mobilität durch das Auto, das Fernsehen, der Computer und nicht zuletzt das vor einigen Jahren ausgesprochene Rauchverbot lässt die Menschen nicht mehr so häufig in ihrem Kiez einkehren – sehr zum Leidwesen von Kneipiers und Gastwirten.

Umso erfreulicher ist, dass sich die Sorgenpause in der Wilhelmstadt nach wie vor behaupten kann und am 1. März sogar ihr 15jähriges Bestehen feiert. Gastwirt Helmut hatte sich seinerzeit einen Traum verwirklicht und das alteingesessene Lokal mit dem klangvollen Namen, das zum Verkauf stand, erworben. Seitdem zapft er Schultheiss, Jever und Sion Kölsch frisch vom Fass und hält alle gängigen Spirituosen für seine Gäste bereit. Unterstützung erhält er dabei von Kerstin und Renate, die schon seit 13 Jahren dabei ist.

Während der kalten Jahreszeit steht der Chef gern in der Küche und zaubert in seinen Pfannen und Töpfen leckere Wintergerichte wie Eisbein mit Sauerkraut oder zur Weihnachtszeit Gänsebraten mit Rotkohl und Grünkohl.

Wechselnde Eintöpfe nach Hausfrauenart, wie man sie zuhause nicht mehr kocht, werden neben der kleinen Imbiss-Karte täglich angeboten. Am Donnerstag ist in der Sorgenpause Bouletten-Tag. Da steht der Chef schon früh in der Küche, um die rege Nachfrage der Gäste zufrieden zu stellen. „Die schmecken wie bei Muttern“ freut sich Gastwirt Helmut, wenn seine hungrigen Gäste kräftig zulangen.

Eine gute alte Tradition wird in der Sorgenpause seit vielen Jahren gepflegt. Für den Nichteingeweihten sehen die kleinen Dosen, die im Tresenbereich aufgereiht sind, recht ungewöhnlich aus. Stammgäste allerdings greifen sofort zu ihrer hier deponierten Dose und zelebrieren das Ritual des Schnupfens. Dabei wird ein wenig Tabak auf den linken Handrücken der Faust verteilt, die Hand unter die Nase gehalten und das Pulver geschnupft.

Seit eh und je wird das karnevalistische Treiben beim karnevalistischen Stammtisch in der Sorgenpause gepflegt und auch in diesem Jahr freuen sich die Gäste bereits auf den Prinzenstammtisch mit dem Karnevalsverein  Rosengarde e.V. und dem Berliner Prinzenpaar Eddi I. und Katharina I.

Die Sorgenpause ist ein Nichtraucherlokal mit separatem Raucherraum.

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