Das verhüllte Baugerüst im Rahmen der Spandauer Altstadtmeile 2013 - Was Kunst Du? (Foto: Ralf Salecker)

Spandau bekommt ein Schmuckstück zurück

Kultur im ehemaligen Haus der Gesundheit

Das verhüllte Baugerüst im Rahmen der Spandauer Altstadtmeile 2013 - Was Kunst Du? (Foto: Ralf Salecker)
Das verhüllte Baugerüst im Rahmen der Spandauer Altstadtmeile 2013 – Was Kunst Du? (Foto: Ralf Salecker)

Das Haus der Gesundheit in der Spandauer Altstadt, den älteren noch als Postamt bekannt, ist seit rund drei Jahren wegen des davorstehenden Baugerüsts ein übler Schandfleck in der Carl-Schurz-Straße. Bald könnte es zum Zentrum für Kultur in der Altstadt werden. Die Weichen dafür wurden gerade gestellt. Geht es nach dem Willen der Spandauer Bezirksverordneten soll dort zukünftig die Volkshochschule im alten Postfuhramt residieren. Spandau hatte das marode ungeliebte Kind an den Liegenschaftsfond Berlin abgegeben, weil der Bezirk sich die teure Sanierung nicht leisten konnte. Das Liegenschaftsamt selbst fand keinen Käufer. Nun sieht man die Sanierung im Bezirk als Investition in die Zukunft. Eine Million Euro soll die Instandsetzung des maroden Dachs kosten. Wahrscheinlich wird es ein wenig mehr sein. Die Rückübertragung an den Bezirk ist in jedem Fall unter Dach und Fach.

Bauzäune und Baugerüste als Notnagel

Überall in Berlin, so auch in Spandau, führen klamme Kassen zu absonderlichen baulichen Situationen. Ist etwas kaputt und der Bezirk, die Stadt usw. können oder wollen sich eine Reparatur nicht leisten, dann stellt man halt ein Baugerüst oder ein Bauzaun auf. Im Laufe der Zeit tritt ein gewisser Gewöhnungseffekt auf. Man duldet unwillig diesen Zustand. Langjährige Bauzäune an der Schleuse oder der Stößensee-Brücke sind weitere Beispiele dafür. Ab und an gab es aber doch lautstarke Unmutsäußerungen, weil es nicht einzusehen ist, wieso ein Gebäude im Eingangsbereich der Spandauer Altstadt drei Jahre lang mit einem Baugerüst versehen sein muss. Im Rahmen der Spandauer Altstadtmeile wurde ein teil des hässlichen Gerüstes mit einem Plakat „verhüllt“.

Wer nun auf schnelle Ergebnisse hofft, wird erst einmal enttäuscht sein. Mit einer Machbarkeitsstudie will das Bezirksamt prüfen, ob das Vorhaben, die Volkshochschule und eventuell auch einen Teil der Musikschule im ehemaligen Haus der Gesundheit unterzubringen machbar ist. Erst wenn die Machbarkeitsstudie dies bestätigt und das Dach saniert ist, wird das Baugerüst endlich verschwinden. Jetzt kann man nur auf schnelles Handeln hoffen.

 

 

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

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