Rathaus Spandau - Eingangshalle

Spandauer Veterinäramt in der Kritik?

Pressemeldung des Bezirksamtes zum Tierschutzvollzug

Rathaus Spandau, Blick vom Dach des Florida Eiscafés (Foto: Ralf Salecker)

Rathaus Spandau, Blick vom Dach des Florida Eiscafés (Foto: Ralf Salecker)

Im Fall des durch die zuständige Behörde geschlossenen Ponyhof Staaken kam es in der letzten Wochen in nicht nachvollziehbarem Maße zu unsachlichen Vorhaltungen durch Unterstützer des Ponyhofes, die durch Pressemitteilungen und durch die Verbreitung von fehlerhaften bzw. lückenhaften Informationen in den digitalen Netzwerken dem Veterinäramt Amtswillkür, der amtlichen Tierärztin Inkompetenz und dem Bezirksstadtrat Vertuschung vorwarfen und somit einen unbegründeten Zweifel an dem rechtmäßigen und verhältnismäßigen Handeln der Behörde gestreut haben.

Der zuständige Bezirksstadtrat Stephan Machulik (SPD) erklärt dazu:

„Das Spandauer Veterinäramt und deren Mitarbeiterinnen haben im Fall des Ponyhofs Staaken im Sinne rechtsstaatlichen Verwaltungshandelns vor dem Einschreiten über einen längeren Zeitraum sorgfältig die Zustände vor Ort dokumentiert, geprüft und abgewogen und somit keineswegs willkürlich gehandelt.

Aufgrund der laufenden Verfahren und aufgrund der Wahrung der Persönlichkeitsrechte der ehemaligen Betreiber kann das Bezirksamt aber keine weiteren Einzelheiten veröffentlichen.

Im konkreten Fall gingen der Auflösung des Tierbestandes zahlreiche mündliche und schriftliche Auflagen mit entsprechenden Fristen voran. Eine anderweitige Unterbringung der Tiere war dem Betreiber ebenso eingeräumt worden, wie  eine geordnete Nachfolgeregelung. Gerade die Nachfolge haben die Mitarbeiterinnen des Veterinäramtes nachweislich intensiv und unterstützend begleitet. Die Lösungssuche aber auch die Erfüllung der Auflagen wurde jedoch seitens des Betreibers eingestellt, so dass eine Räumung aus tierschutzrechtlichen Gründen nicht mehr abgewendet werden konnte.

In einem ersten vorläufigen Rechtsschutzverfahren wurden die angeordneten  Maßnahmen durch das Verwaltungsgericht Berlin bestätigt.

Im Zuge der Räumung wurde entgegen anders lautender Mitteilungen kein Tier während des Transportes gequält oder gar getötet. Die Enten, Gänse, Hühner, Schafe, Esel, die Ziege und die geschlüpften Küken befinden sich auf dem Schulbauerhof des Berliner Tierheims.

Die seit Längerem notwendigen veterinärmedizinischen Maßnahmen wurden eingeleitet und die Tiere befinden sich auf dem Wege der Genesung bzw. sind wieder gesund.

Über die entsprechenden Fortschritte konnten sich alle Spandauer Bürger am „Tag der offenen Tür“ im Tierheim Berlin informieren.

Die Ponies wurden endgültig an verschiedene Tierschutzorganisationen übergeben und haben dort eine anderweitige, dauerhaft tierschutzgerechte Unterbringung gefunden. Die endgültige und schnelle pflegliche Unterbringung ist auch zum Vorteil des ehemaligen Betreibers, da die Behörde bemüht ist auch in solchen Fällen die finanziellen Belastungen für den einstigen Betreiber so gering wie möglich zu halten.

Es soll hier ausdrücklich nochmals darauf hingewiesen werden, dass es nicht darum geht, den Kindern dieser Region eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu nehmen. Einziges Ziel war es, für das Wohlergehen der dort gehaltenen Tiere zu sorgen. Deshalb wurde und wird auch in Zukunft die Etablierung einer solchen Einrichtung ausdrücklich befürwortet, sofern die erforderlichen Grundvoraussetzungen geschaffen werden.”

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