Informationsveranstaltung - Meine Wilhelmstadt

Spandaus Quartiere suchen Produzenten für einen Imagefilm

Vier Quartiersmanagementgebiete in 10 Minuten

Produzenten für Film über Spandauer Quartiere gesucht!

Ein Imagefilm soll über die 4 QM-Gebiete in Spandau (Falkenhagener Feld Ost bzw. West; Heerstraße und Neustadt) gedreht werden. Dafür können sich interessierte  Fachleute bis zum 13. März 2011 mit Konzept Zeit- und Kostenplan beim Bezirksamt Spandau bewerben.

Fotoserie: Quartiersgebiet Spandauer Neustadt

Aufforderung zur Herstellung eines QM-Imagefilms im Bezirk Spandau

1. Ausgangslage
Der Bezirk Spandau nutzt mit dem Programm „Soziale Stadt“ und den Quartiersmanagementverfahren eine kleinräumliche Interventionsstrategie in Gebieten, die neben baulichen Mängeln eine Konzentration von schwierigen Lebensbedingungen (z.B. Arbeitslosigkeit) aufweisen. Gemeinsam mit dem beauftragten Quartiersmanagement-Team vor Ort und den Eigentümern der Wohnungsbestände werden Nachbarschaften entwickelt oder befördert und die Entwicklung der Selbsthilfe durch die Wiederbelebung der eigenen Ressourcen gestärkt.
Durch ergänzende und über Regelfinanzierungen hinausgehende innovative Projektförderungen sollen sich die schwierigen Wohn- und Lebensbedingungen der Menschen verbessern. Die Beteiligung der BewohnerInnen sichert den Interessenausgleich im Stadtteil und soll das Verantwortungsbewusstsein für das Zusammenleben fördern.
Quartiersverfahren gibt es seit dem 1. Juli 2005 in den Gebieten:

  • Falkenhagener Feld-Ost
  • Falkenhagener Feld-West
  • Heerstraße
  • Spandauer Neustadt

Mit dem Quartiersmanagement werden belastbare Netzwerke im Stadtteil gegründet und es entstehen spürbar bessere Kooperationsbeziehungen zwischen der Bezirksverwaltung und dem Stadtteil, seinen Vereinen und Einrichtungen und BewohnerInnen. Quartiersmanagement bedeutet eine integrierte Strategie aller Verantwortlichen, die Ressourcen erkennt, benennt und bündelt.
Verantwortlich sind auch die BewohnerInnen der Quartiere, denen an verschiedenen Stellen Möglichkeiten gegeben werden, Stadtteilentwicklung partnerschaftlich mit zu gestalten.
Hierzu gehören die Verbesserung der Lebenschancen durch Sprach-, Bildungs- und Gesundheitsangebote, aber auch die Investitionen in die Infrastruktur des Stadtteils (Plätze, Schulhöfe u.ä.).
Dabei gibt es unterschiedliche Modelle und Möglichkeiten der Beteiligung:

  • Teilnahme an Foren und Anhörungen
  • Freiwilliges, nicht formales Engagement
  • Ehrenamtliches Engagement (begleitet durch das Ehrenamtsbüro des Bürgermeisters)
  • Mitarbeit in der Aktionsfonds-Jury
  • Mitarbeit im Quartiersrat des Stadtteils
  • Unternehmerrunden

2. Inhaltliche Leistunganforderungen
Die Quartiersmanagement-Teams der vier Quartiere möchten gemeinsam mit dem Bezirksamt Spandau und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Herstellung eines Kurzfilms beauftragen, der sich allgemeinverständlich mit folgenden Themen und Fragestellungen befasst:

  • Es sollen bisherige und neue BewohnerInnen der Quartiere befragt werden. Dabei soll ein Stimmungsbild über die Veränderungen seit 2005 entstehen. Es soll herausgearbeitet werden, welche Veränderungen (investiv / nicht-investiv) besonders wahrgenommen werden.
  • BewohnerInnen, die sich aktiv beteiligen, sollen über ihre Erfahrungen berichten und zum Mitmachen auffordern. Über die Arbeit in den Bürgerbeteiligungsgremien (Quartiersrat und Aktionsfondsjury) soll berichtet werden.
  • Was ist QM, wie wirkt es? (Gebietsabgrenzung, Gebietsbetreuung durch QM, gemeinsames Entwicklungskonzept von Verwaltung und BewohnerInnen, Beteiligung, Stadtteilbudget, Beteiligung privater Partner, Änderung der Kommunikationsformen durch Portale und Stadtteilzeitungen)
  • Jedes Gebiet sollte in seiner Quartiersspezifik vorgestellt werden. Dabei sind neben den Schwächen insbesondere die Stärken und Potenziale aufzuzeigen, um neue Bewohner, Investoren, Unternehmer oder Sponsoren für die Gebiete zu interessieren.
  • Besondere Leistungen von Einzelpersonen oder Gruppen und nachahmenswerte Projekte oder Baumaßnahmen sollen dargestellt werden.
  • Welche Integrationsleistungen sind durch das Programm möglich (Einrichtung von Nachbarschaftszentren, Familiennetzwerke, Sprachförderung)
  • Schulleiter oder andere Schlüsselpersonen, die an den Veränderungen mitgewirkt haben, sollen zu Wort kommen.
  • Durch den Film soll auch die Arbeit der Quartiersmanagement-Teams transparent gemacht und eine Bilanz ihrer Arbeit gezogen werden. Die Teams sollen sich mit ihren Standorten vorstellen.
  • Ein Querschnitt durch die Produkt- und Projektpalette der Quartiersfonds 1-4 sollte dargestellt werden

3. Allgemeine Anforderungen

Der Bewerber / die Bewerberin soll Erfahrung in der Durchführung ähnlicher Filmprojekte haben. Dabei sind Kenntnisse des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ und seiner Arbeitsweise von Vorteil. Eine enge Kooperation mit dem Quartiersmanagement ist unbedingt erforderlich. Kenntnisse des Bezirks Spandau sind wünschenswert. Die fachliche Kompetenz des Trägers im Bereich Medien, Film, Regie oder Theater ist nachzuweisen. Die Einbindung von entsprechenden Hochschulprojekten ist möglich. Der Vertrieb des Films obliegt dem Auftraggeber.

4. Umfang der Leistung

Erwartet wird die Herstellung eines Kurzfilms (8-10 Min.) in HD-Qualität, der in den Quartieren gezeigt, aber auch auf der Homepage des Bezirksamtes Spandau sowie auf der Homepage der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung herunter geladen werden kann, um die öffentliche Diskussion über die Entwicklung der vier Quartiere anzuregen. Die Aufgabe muss in enger Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt und den verantwortlichen Quartiersteams vor Ort geschehen und ggf. nachgebessert und ergänzt werden. Der Anbieter stellt den Film in unterschiedlichen Formaten, in verschiedenen Bildgrößen per Download und auf Datenträger (DVD) zur Verfügung. Hierfür stehen max. 7.000 € zur Verfügung.

5. Durchführungszeitraum

  • April 2011 bis August 2011

6. Einzureichende Unterlagen

  • Zeit- und Durchführungskonzept mit Angaben zur Filmtechnik
  • Kostenplan mit Bruttokosten
  • Nachweis der Referenzen
  • Ggf. Arbeitsprobe

7. Bewerbungsfrist
Die Unterlagen sind bis zum 13. 3 . 2011, 12.00 Uhr per Post bei:

  • Bezirksamt Spandau,
  • Abt. Bauen, Planen und Umweltschutz,
  • Carl-Schurz-Str. 2/6,
  • 13597 Berlin
  • und per E-Mail: angela.budweg@ba-spandau.berlin.de

unter dem Stichwort: „QM-Imagefilm“ einzureichen.

Später eingegangene Bewerbungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Kosten für Bewerbungen können nicht erstattet werden.

8. Auswahlkriterien

  • Qualitative Konzepte des Konzepts
  • Wirtschaftlichkeit
  • Kenntnisse des Programms „Soziale Stadt“
  • Innovativer Ansatz
  • Flexibilität des Konzepts
  • Kompetenz des Trägers

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.