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Archiv für das Tag 'Bahn'

Jun 05 2010

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Salecker

Spandau – Fahrradunfall mit Bötzowbahn

Radfahrer kommt beim Unfall mit der Bahn zu Schaden

Normalerweise möchte ich über solche Ereignisse hier nicht berichten. Den Polizeibericht auf „Unterwegs in Spandau“?

Am Freitag fuhr ein Radfahrer auf dem Bürgersteig an der Falkenseer Chaussee. Gegen 15 Uhr übersah er das Warnsignal des Andreaskreuz, wie auch die geschlossene Schranke. Ob aus Unachtsamkeit oder Leichtsinn, ist hier nicht bekannt.

Bei dem Versuch, das Rad mit einer Schnellbremsung zum Stehen zu bringen, überschlug sich der Radfahrer und kam auf den Gleisen zum Liegen. Der Zug überrollte die Beine des Verkehrsteilnehmers, der von einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Der Bahnführer erlitt einen Schock.

Unfälle von leichtsinnigen oder unachtsamen Autofahrern an Bahnübergängen hört man immer wieder. Radfahrer treten bisher kaum in Erscheinung. Mich ärgert aber der Gedanke, dass dies wird wieder einmal ein Aufhänger für diejenigen sein wird, die sich über die „wüste“ Fahrweise von Radfahrer generell aufregen. Natürlich gibt es die. Leider!

Alljährlich sind im deutschen Blätterwald zwischen Frühjahr und Sommeranfang die Artikel zu finden, mit denen genau solche Gedanken zementiert werden. In diesem Jahr sind mir solche Artikel noch nicht aufgefallen. Ist den Artikelschreibern etwas klar geworden, dass diese Sicht der Dinge eine zu einfach gestrickte ist? Merkt inzwischen auch des letzte Leser, dass die Welt nicht Schwarz und Weiß ist? Regeln übertreten oder brechen Fußgänger, Radfahrer UND Autofahrer. Fußgänger und Radfahrer gefährden dabei in erster Linie ihr eigenes Leben, während Autofahrer das der anderen in Gefahr bringen.

Gegenseitige Rücksichtnahme und ein faires Miteinander müssen die Grundlage für Alle Verkehrsteilnehmer sein!

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Apr 21 2010

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Spandau – Deutsche Bahn AG sperrt dem „Zug der Erinnerung“ die Gleise

Abgelegt unter Gesellschaft/Politik

Sind die „betrieblichen“ Gründe nur vorgeschoben?

Vom 8. Mai bis zum 20. Mai sollte der Zug in Berlin Station machen, um an das Schicksal von Jugendlichen zu erinnern, die von der damaligen Reichsbahn in die Konzentrationslager transportiert wurden.

Zwischen dem „Zug der Erinnerung“, der am 8. Mai in Berlin einlaufen will, und der DB AG bahnt sich ein neuer Konflikt an. Die DB sperrt dem Zug mit einer Ausstellung über die jugendlichen Opfer der „Reichsbahn“-Deportationen die Zufahrt auf den Bahnhof Berlin-Spandau. Auch weitere Stationen in der deutschen Hauptstadt, so der frühere Deportationsbahnhof Berlin-Grunewald, werden von der DB AG nicht bestätigt.

In den Konflikt ist inzwischen die Bundesnetzagentur eingeschaltet. Die staatliche Regulierungsbehörde hatte die Parteien am gestrigen Montag (19. April) zu einem Vermittlungsgespräch nach Bonn geladen. Kurz vor dem gemeinsamen Termin lehnte die DB AG ihr Erscheinen ab. „Statt das Gedenken an die ‚Reichsbahn‘-Opfer zu unterstützen, setzen die Erben der ‚Reichsbahn‘ auf Konfrontation“, kommentiert der Sprecher der Bürgerinitiative „Zug der Erinnerung“ die Gesprächsverweigerung.

Bereits 2008 kam es zu öffentlichen Auseinandersetzungen, als der über 4.500 deportierten Kinder gedacht werden sollte, die mit der „Reichsbahn“ aus Berlin verschleppt wurden. Trotz einer Intervention des Regierenden Bürgermeisters gelang es damals der DB, einen Halt des Zuges auf dem Berliner Hauptbahnhof zu verhindern. Daraufhin legten mehrere Zehntausend Besucher auf Ausweichbahnhöfen Blumen nieder.

Für die Fahrt des Zuges und den Zugang zur Ausstellung über die jugendlichen „Reichsbahn“-Opfer verlangen die „Reichsbahn“-Erben hohe Gebühren. So muss die Bürgerinitiative, die den Zug seit drei Jahren durch Deutschland fahren lässt, je Schienenkilometer rund 4 Euro an die DB AG zahlen. Pro Ausstellungsstunde erhebt die DB 45 Euro. Selbst die Nachtabstellung auf einem Gütergleis kostet Geld. Die täglichen DB-Gebühren für den „Zug der Erinnerung“ belaufen sich auf durchschnittlich 1.000 Euro.Der geplante Berlin-Aufenthalt des Zuges (8. Mai bis 20. Mai) wird aus Spenden beglichen, den mehrere Berliner Bezirke, Kirchenkreise und private Unterstützer zur Verfügung stellen.

„Anlässlich des 65. Jahrestages des Kriegsendes werden wir darauf bestehen, am 8. Mai den ‚Zug der Erinnerung‘ in die deutsche Hauptstadt zu bringen“, kündigt die Bürgerinitiative an.

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Dez 14 2009

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Bahn schließt Güterbahnhöfe in Spandau

Die Wirtschaftskrise muss einmal mehr als Ursache herhalten

Die Wirtschaftskrise ist Schuld – so wieder einmal die Bahn. Diesmal geht es um den Güterverkehr, der nicht die wirtschaftlichen Erwartungen der Bahn erfüllt. 25 Prozent weniger Umsätze als 2008 sind ein herber Rückgang. In der Krise lassen sich so radikale Schließungen oder Stilllegungen, leichter durchsetzen. Kostensteigerungen werden – wie so oft – durch Personalabbau bekämpft.

In Spandau sind Spandau Johannesstift, Güterbahnhof und die Havelländische Bahn betroffen. Bundesweit sollen 72 Güterbahnhöfe geschlossen werden. 4000 Arbeitsplätze sollen bis 2011 verloren gehen.

Etwas befremdlich mutet in diesem Zusammenhang die Aussage von Schenker-Rail-Chef Alexander Hedderich an: „Wir müssen reagieren. Bei allem, was wir tun, werden wir dem langfristig prognostizierten Wachstum im Schienengüterverkehr Rechnung tragen“.

Die Bahngewerkschaft Transnet reagierte empört auf die Kürzungspläne, die wohl nicht unerwartet kamen… Für sie sind die Gründe nur vorgeschoben. Sollte die Konjunktur wieder in die Gänge kommen, wäre es der Bahn kaum möglich, den Anforderungen gerecht zu werden.

Bis 2014 will die Bahn bundesweit mehr als 5 Prozent der Arbeitsplätze streichen. Von 235000 Arbeitsplätzen werden rund 14000 weichen müssen.

Für 2010 möchte die Bahn wieder einen Gewinn von 1,7 Milliarden Euro aufweisen. Fast scheint es klar, wo das Geld herkommen soll. Berlin und seine S-Bahn, können z. Zt.  so einfach nicht mehr als Dukatenesel genutzt werden. Dies ist natürlich eine böswillige Unterstellung…

;-)

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Nov 29 2009

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Fußgängerbrücke vom Stabholzgarten zum Stresow übergeben

10 Jahre Umwege haben ein Ende

Es war einmal eine kleine Fußgängerbrücke über die Havel. Unbescholtene Fußgänger und Radfahrer nutzen gerne den kurzen Weg zwischen Stabholzgarten und Stresow, der schon 1934 Teil einer Vereinbarung zwischen Bahn und Bezirk war. Dann kam die Bahn…
1995 wurde die alte Bahnbrücke über die Havel demontiert. Mit ihr verschwand der parallel verlaufende Weg für Fußgänger. Bis 1945 existierten sogar auf beiden Seiten der Brücke entsprechende Wege. Im Dezember 1998 hieß es dann „freie Fahrt“ für S‑, Regional‑ und Fernbahnzüge über die fertig gestellte neue Eisenbahnbrücke.
Anfangs sollte die neue Fußgängerbrücke auf dem Grundstück der Baustofffirma Baethge enden. Diese forderte nach Angaben der Bahn einen „überzogenen“ Preis für den Verkauf. Verständlich, wenn die Planung ohne Einbeziehung des Eigentümers erfolgte… Das Ergebnis war ein Fußgängerweg, der im Stabholzgarten begann, vor dem Stresow aber im Nichts endete. Ein echter Schildbürgerstreich. Fußgänger und Radfahrer wurden so zu Umwegen über die Charlottenbrücke oder über die Ruhlebener Chaussee gezwungen.

Im Januar 2006 gab es Gespräche zwischen der Baustofffirma Baethge und der Bahn, die eine Einigung in Aussicht stellten. Ende 2007/Anfang 2008 sollte dann mit der endgültigen Fertigstellung begonnen werden. Vorherige Verzögerungen wurden mit langwierigen Planungen begründet, die sich aus Auflagen des Eisenbahnbundesamtes ergaben. Demnach sollte die Überquerung für Fußgänger und Radfahrer behindertengerecht ausgebaut werden. Hierzu war wiederum ein umfangreiches Planfeststellungsverfahren notwendig, zu dem es erst Ende 2006 einen Beschluss geben sollte.
Am 21. Juli 2008 sollte es mit dem Baubeginn für die alte Brückenverbindungendlich soweit sein. Noch vor Weihnachten sollte alles fertig sein.

Unfreiwillig komisch war die entsprechende Pessemitteilung der Bahn, in der es hieß:

„An der Nordseite der Brücke wurden 1998 bereits vorsorglich Teile des Gehsteges über dem Wasser montiert.“

Ein Schelm, der Böses dabei denkt…
Finanziert wurde die Wegeverbindung mit etwa 1,8 Millionen Euro von der Wasser‑ und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und der DB Netz AG. Eigentümer der Fußwegverbindung ist die Deutsche Bahn. Das Bezirksamt Spandau führt zukünftig Wartung und Pflege des Gehweges durch.
Aus den Erfahrungen der Jahre zuvor klug geworden hätte niemand diesen Angaben glauben sollen. „Schuld“ war diesmal die beauftragte Baufirma, die nicht über alle bauaufsichtlichen Freigaben für den Bau verfügte. Im Mai sollte die Überquerung dann aber endgültig – wirklich – fertig sein.
Jetzt, im November 2009, kann sie endlich genutzt werden. Viele Jahre mit rechtlichen Auseinandersetzungen der Beteiligten und langwierige technische Planungen haben ein Ende. Der Weg führt nun über das strittige Grundstück und der Straße Stresowplatz hinweg. Stabholzgarten und Stresoe sind wieder verbunden.

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Nov 13 2009

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Salecker

Kein Zugverkehr von Velten nach Spandau

Prignitz-Expresses (RE 6) wird am Wochenende durch Busse ersetzt

Wegen Bauarbeiten an der Leit‑ und Sicherheitstechnik verkehren am Sonnabend, 14. November, von 22:30 Uhr bis Betriebsschluss keine Züge zwischen Velten und Berlin-Spandau.

Ersatzweise fahren Busse. Diese erreichen Spandau eine gute halbe Stunde später als im Fahrplan der Bahn für die Züge angegeben. Am Sonntag, 15. November, herrscht von 20 bis 22:15 Uhr Schienenersatzverkehr auf der selben Strecke.

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