Zitadelle Spandau - Zeughaus

Archiv für das Tag 'Zeppelinstraße'

Mrz 23 2010

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Salecker

Spandau – Nachpflanzungen in der Zeppelinstraße!

Abgelegt unter Natur und Technik

Neue Bäume im Rahmen der Gewährleistung

Leider sind von den im Herbst 2008 in der Zeppelinstraße in Spandau gepflanzten 69 Robinien im Folgejahr 2009 lediglich 27 Bäume ausgetrieben.

Die Bäume wurden von einem Baumexperten begutachtet und es wurde festgestellt, dass die Bäume nicht die entsprechende geforderte Baumqualität aufwiesen.

In dieser Woche werden nun die 42 nicht angewachsenen Bäume beseitigt und durch neue Robinien in einwandfreier Qualität ersetzt. Diese Arbeiten führt die vom Naturschutz‑ und Grünflächenamt Spandau beauftragte Garten‑ und Landschaftsbaufirma kostenfrei im Rahmen ihrer Gewährleistungspflicht aus.

Baustadtrat Carsten-Michael Röding führt aus:

„Schnelles und umsichtiges Handeln des Grünflächenamtes haben es möglich gemacht, dass diese Mängelbeseitigung innerhalb der Fristen der Gewährleistung erfolgt und somit der bezirkliche Haushalt keine Belastung erfahren muss!

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Mrz 01 2010

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Pospich

Erinnerungen an Omas Laube

Abgelegt unter Damals war´s

Kolonie Gute Hoffnung, nahe dem Spekteweg

Ich war nach 1944 ein paar Jahre bei meiner Oma aufgewachsen. Wir wohnten in der Kolonie Gute Hoffnung, die sich in der Nähe vom Spekteweg befand. Hinter den vielen Gärten konnte man große Wohnhäuser, die zur Zeppelinstraße gehörten, entdecken. Zu der Laube gehörte ein großer Garten, und noch heute habe ich den Geschmack der Pflaumen, die ich direkt vom Baum ernten konnte, im Mund. Auch die Stachelbeeren sind mir noch gut im Gedächtnis. Oft saß ich hinter der Pumpe auf der Wiese zwischen den Mohnblumen, drückte die Blütenblätter nach unten, wickelte einen Grashalm herum, so hatte ich ein Püppchen zum Spielen. Abends sagte ich meinen Blümchen Gute Nacht, nicht ohne vorher den Grashalm zu entfernen.

Oma hat was mitgebracht

Morgens verwöhnte Oma mich sehr. Sie lief oft zum Kaufmann und Milchladen in der Zeppelinstraße, um dort in einem Henkeltopf frische Milch und altbackene Brötchen für mich zu holen. Dann machte sie mir Eingebrocktes – das heißt, sie zerbröckelte die Brötchen und darüber kam dann warme Milch und ein paar Löffel mit Zucker. Das war zwar nicht gerade gesund, doch es schmeckte wunderbar.

im Hintergrund die Zeppelinstraße

Omas Laube hatte eine Holzveranda. In der einen Ecke stand eine riesige Papiertüte, in der sich Trockenfarbe befand. Als Oma also eines Morgens wieder beim Kaufmann war, dachte ich mir eine Überraschung für sie aus. Ich holte eifrig die Farbtüte herbei, schüttete Pulver in eine Schüssel und begann mit einem Pinsel kleckerhaft die Farbe auf dem Holz der Veranda zu verschmieren. Ich streckte mich auf die Zehenspitzen, um so weit wie möglich nach oben zu reichen. Hastig beeilte ich mich, schließlich sollte die Freude für Oma groß sein, wenn sie wieder zurück kam. Ja, die Überraschung gelang. Nach dem Trocknen war Omas Veranda mit einem grünen Geschmiere verziert. Ich glaube, es war sehr mühselig für die Erwachsenen, alles wieder abzubekommen.

Ein Erlebnis war es immer für mich, wenn ich auf den Dachboden klettern durfte. Da gab es soviel Geheimnisvolles zu entdecken. In einer Ecke stand ein tolles Papierkino. Eine Papierrolle mit Bildern war zwischen Hölzer gespannt, an der Seite war eine Kurbel, die man drehen musste. Und durch das Drehen hatte man den Eindruck von bewegten Bildern. Schade, dieses Spielzeug landete irgendwann im Ofen.

Am Schönsten jedoch war die Löwenskulptur, die vor Omas Laube stand. Dort setzte ich mich oft auf den Rücken und gab vor den Nachbarkindern mächtig an. Auch der Löwe hatte leider ein trauriges Ende.
Omas Laube
Als in späteren Jahren die Laubenkolonien modernen Hochhäusern weichen mussten, wollte unser Onkel Gerhard den Löwen für Oma verkaufen. Es wurde ein Leiterwagen besorgt, und der Löwe sollte dort hinauf gehoben werden. Doch so ein Pech: Das gute Stück rutschte aus der Hand und zerbrach in tausend Einzelteile.

Ich erinnere mich gerne an Omas Garten. Auch wenn nach dem Krieg alle Laubenpieper ringsum nicht reich waren, für uns Kinder war das Spielen in den Gärten das Himmelreich.

Karin Pospich

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Nov 20 2008

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Salecker

Baumfällungen in der Zeppelinstraße

Abgelegt unter Sonstiges

Fällungen unvermeidbar – Ersatz durch Neupflanzungen

Keiner hört es gerne. Anscheinend müssen viele Ahorn-Bäume auf dem Mittelstreifen der Zeppelinstraße der Kettensäge weichen.

Ihr Zustand ist nach Angaben des Grünflächenamtes „besorgniserregend“.  100 Baumstandorte werden gezählt. Von denen sind aber nur noch 55 mit Bäumen bepflanzt. Viele sind also schon verschwunden.

Die Zeppelinstraße ist eine nicht unwichtige Nord-Süd-Verbindung in Spandau. Sie reicht von Friedhof In den Kisseln quert Falkenseer Chaussee und mündet in die Seegefelder Straße.

Gerade weil eine erhebliche Zahl von Fahrzeugen sich hier entlangbewegt, wird mit Genehmigung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Winter Streusalz eingesetzt. Die dort existierenden Ahorn-Bäume vertrocknen quasi infolge der Aufnahme des Salzes über die Wurzeln, weil deren Nährstoffhaushalt völlig durcheinander gebracht wird. Auch zukünftig wird nicht auf den Einsatz von Streusalz verzichtet werden.

Im Ausgleich für die Fällungen sollen salztolerantere Baumarten, wie z.B. die Robine gepflanzt werden.

Wikipedia

Die Gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia), auch verkürzt Robinie, Falsche Akazie, Scheinakazie oder Silberregen genannt, ist ein sommergrüner Laubbaum. Ursprünglich aus Nordamerika stammend, wurde er überall in Europa in Parks und Gärten gepflanzt und kommt mittlerweile auch wild vor.

Um einen sofortigen Kahlschlag zu vermeiden, erfolgen Neuanpflanzungen in zwei Phasen. 33 Baumfällungen und über 60 Neupflanzungen erfolgen im ersten Schritt, der zwischen Pionierstraße und Merziger Straße durchgeführt wird. Gleichzeitig soll es einen großzügigen Bodentausch geben, um die noch jungen Bäume nicht sofort in salzbelasteter Erde verwurzeln müssen.

Die notwendigen Gelder für diese Maßnahmen hätte der Bezirk nicht so ohne weiteres zur Verfügung gehabt. Sie kommen zum Teil aus dem Förder-Programm „Zukunft, Bildung und Betreuung“. Dieses Investitionsprogramm war eigentlich für die Förderung von Ganztagsschulen gedacht. Im Rahmen dieses Programms kam es aber zu Baumfällarbeiten in den Schulen, die nicht am Ort durch Neuanpflanzung ausgeglichen werden konnten.

Weitere Gelder kommen aus Ausgleichsmaßnahmen für gefällte Bäume im Zuge der Errichtung des Baumarktes in der Wilhelmstraße.

So unerfreulich die Fällungen auch sein mögen, erfolgen sie doch nicht völlig überraschend und sind immerhin nachvollziehbar.

So ist der Fachausschuss der Bezirksverordnetenversammlung davon unterrichtet worden. Ferner bekommen die Anwohner der Zeppelinstraße per Hauswurfsendung die notwendigen Informationen.

Falkensee, macht es sich da erheblich leichter. Am Neuen See wurden  am letzten Dienstag unter tatkräftigem Einsatz der dortigen Freiwilligen Feuerwehr 20 Platanen gefällt. Niemand war über diese plötzliche Aktion informiert worden.

Auf Nachfrage erboster Anwohner wurde dann von einer akuten Gefahr gesprochen, die von den „erkrankten Bäumen“ ausgehen soll. Die Schnittflächen der Bäume wiesen nach Aussage einiger Anwohner keinerlei Spuren von Krankheit auf. Die HauRuck-Aktion sollte wohl vollendete Tatsachen schaffen.

Einem der „freiwilligen Holzfäller“ entschlüpfte dann auch eine ganz andere Begründung, so ein Anwohner. Die schon etwas betagten Bäume würden im Herbst zuviel Altholz abwerfen, dessen Beseitung der Stadt Falkensee möglicherweise zuviel Kosten und Mühe bereitet.

Laut einer Mitteilung der Bürgerinitiative Schönes Falkensee kam die dazu passende Pressemitteilung erst, nachdem alle Bäume gefallen waren.

Fällungen am Neuen See erforderlich
Pressemitteilung vom 12. November 2008
Die zwischen dem Neuen See und den Koppeln stehenden Pappeln wurden in den letzten Tagen mit Hilfe der Feuerwehr gefällt. Die ca. 70 Jahre alten Pappeln mussten aus Verkehrssicherungsgründen gefällt werden. Seit den letzten 10–12 Jahren wurde hier regelmäßig in Größenordnungen Totholz geschnitten und einzelne Bäume bereits gefällt. Die Bäume sind vom Pappelkrebs befallen und weisen einen hohen Anteil an Totholz auf. Da im Bereich der Seen starker Besucherverkehr herrscht und es bereits zu mehrfachen Abbrüchen von toten Ästen kam, entschied die Verwaltung die gefährlichen Pappeln zu fällen. Für das Jahr 2009 ist eine Bepflanzung des Bereiches zwischen dem See und der Koppel geplant.

Pappeln gehören zu den recht schnell wachsenden Bäumen. So liegt ihr maximales Lebensalter dann auch bei nur 150 Jahren. Die gefällten sollen rund 70 Jahre alt gewesen sein…

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