Halloween in Spandau (Foto: Ralf Salecker)

Veranstaltungen zu Halloween in Spandau

31. Oktober 2013

Süßes, sonst gibt´s Saures!

Halloween in Spandau (Foto: Ralf Salecker)
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Halloween in Spandau (Foto: Ralf Salecker)

Die Nacht vom 31.Oktober zum 1. November steht nicht nur in Spandau vor der Haustüre. Halloween, das „altes heidnische Totenfest mit einer dünnen christlichen Hülle“, der Tag vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve) wird inzwischen amerikanisch schrill und bunt – als billige Show – gefeiert. Die Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit und Tod bleibt bei solch buntem Treiben meist auf der Strecke.

Ursprünglich war es im konservativ katholischen Irland weit verbreitet. Irische Auswanderer brachten es in die Vereinigten Staaten. Seit den 1990er Jahren soll Halloween von Frankreich aus seinen Siegeszug durch Europa angetreten haben. Regionale Bräuche wurden mit aufgesogen, womit das Gefühl einer langen Tradition Nahrung bekam.

Gruselige Plastik-Masken sind heute nur noch ein fader Gag. Nichts selbst Gemachtes, sondern fast ausschließlich billig Gekauftes sorgt für die „passende“ Verkleidung. Wie jedes Jahr wird es häufig an manchen Haustüren klingeln. Es sind natürlich nicht die Toten, die es nach überlieferten Vorstellungen nach Hause zieht. Draußen auf den Straßen und zwischen den Häusern geht es an manchen Ecken recht lebhafter zu. Lautes Kindergeschrei macht deutlich, hier haben die Kleinen ihren Spaß, in dem sie einem kommerziellen Brauch frönen, der mit seiner eigentlichen Tradition, den keltisch-heidnischen Wurzeln, nichts mehr gemein hat. „Es ist eher eine Mischung von Karneval, Walpurgisnacht und Silvester in Verbindung mit ausgehöhlten Kürbissen – ein Party-Gag oder eine Art Winterkarneval.“ Sei´s drum … Die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November bringt manchen Freude, andere reagieren leicht genervt – und viele Kinder und Familien haben ihren Spaß! Letzteres ist ein guter Grund, augenzwinkernd über die Brüche von Anspruch und Wirklichkeit hinwegzusehen.

Selbst viele Kirchen machen dieses „Spiel“ mit. Sie verteilen selbst Süßigkeiten. Manche Bonbons tragen das Portrait von Martin Luther. Ist das geschicktes Marketing oder nur der hilflose Versuch, auf einen Zug aufzuspringen, dessen Ziel man eigentlich nicht mag? Andererseits hat es die Kirche schon immer verstanden, heidnische Symbole und Riten für sich zu vereinnahmen – warum nicht auch dem Kommerz.

Veranstaltungen zu Halloween am 31.10.2013 in Spandau:

  • Gedenken an den Reformationstag in der Zufluchtsgemeinde im Falkenhagener Feld. Am 31. Oktober soll der Reformation gedacht werden, durch die im 16. Jahrhundert die evangelischen Kirchen entstanden. Gemeinsam mit der Ev. Jeremiagemeinde wird um 18.00 Uhr in der Zufluchtskirche (an der Westerwaldstraße) ein Gottesdienst gefeiert. Im Anschluss an den Gottesdienst sind die ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden der beiden Gemeinden zu einem Empfang in den Saal des Zufluchts-Gemeindezentrums geladen.
  • Halloween bei den Fledermäusen auf der Zitadelle Spandau. Auch wenn die traditionelle Veranstaltung zu „Halloween und Walpurgisnacht“ auf der Zitadelle Spandau aus finanziellen Gründen ausfällt, bedeutet dies nicht, dass dort nichts geschieht. Das Berliner Artenschutzteam www.bat-ev.de öffnet den Fledermauskeller.
  • Halloween-Party ab 19 Uhr im Brauhaus Spandau
  • Halloween in der Jugendfreizeiteinrichtung am Aalemannufer (Niederneuendorfer Allee 30 in Hakenfelde). Um 15 Uhr geht es los. Von 15.00 bis 18.30 Uhr gestalten die Kinder mit Unterstützung der Mitarbeiter/innen die Halloween-Party selbst. (Raum schmücken, Grusel-Büffet gestalten, Schminken, Dracula-Rock-Tanzparty, Lagerfeuer, und zum Schluss: „Süßes oder Saures“ -Rundgang durch die Kleingärten; Infos unter Tel. 355 99 070)
  • Fällt aus: Die Neueröffnung des Bauspielplatzes an der Wasserwerkstraße im Falkenhagener Feld mit Halloweenfest am 31.10. um 16 Uhr fällt aus. Die Bauarbeiten können in diesem Jahr nicht mehr zu Ende gebracht werden.
  • Vortrag zum Reformationstag von Erik Semmler im Konzertsaal des „Uferpalais“ in der Neuendorfer Straße (Brauereihof 19).

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

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