Zitadelle Spandau, Eingangstor zur Fischereihalle im Magazin - Foto: Ralf Salecker

Zitadelle Spandau – Bastion Kronprinz; Kavalier; Hafen; Kaserne

Zitadelle – Vom Kavalier zum Hafen

Von der Bastion König führt die Westkurtine zur Bastion Kronprinz. Graf Lynar begann 1578 mit dem Bau, jedoch bestimmen verschiedene Bauepochen das heutige Bild. Am 31.8.1691 schlug ein Blitz in den Pulverturm und brachte ihn zur Explosion. Mit dem Wiederaufbau der Bastion (1691-1701) veränderte man das Aussehen des Bastionshofes. Das Plateau der Bastion erhielt einen Kanonenturm, Kavalier genannt. Auf einer Rampe konnte man auch schwere Geschütze nach oben befördern. Die Kasematten des Kavaliers dienten im 19.Jahrhundert als Aufbewahrungsräume für Proviant. Im 18. Jahrhundert wurde im Hof der Bastion ein kleines Hafenbecken angelegt, welches später wieder zugeschüttet wurde. Nach umfangreichen Rekonstruktionsarbeiten wurde das Hafenbecken 1997 fertiggestellt. Bei 1977-1981 durchgeführten Bauuntersuchungen wurden in der Spitze der Bastion ein Brunnen freigelegt und der Wacherker der linken Flanke wiederhergestellt.

Vor der Nordkurtine steht ein Kasernengebäude, dessen heutiger Bau wurde 1861 bezogen wurde. Schon im 17.Jahrhundert ist an dieser Stelle ein Magazinbau nachweisbar, den man jedoch 1691, nach der Explosion der Bastion Kronprinz, abriss. Die alte Fassade aus gelbem Backstein ist inzwischen wieder hergestellt. 1936 wurde die Backsteinfassade umgestaltet. 1944 kam es zu starken Beschädigungen durch Brandbomben. (1950 zog die Otto-Bartning-Schule in die vereinfacht wiederhergestellten Räume.)

Die Bastion Brandenburg, hat wie die Bastion Kronprinz keine Verteidigungsgalerie. Beide sind untereinander durch einen Kanonengang verbunden. Nach dem Krieg gesprengte Gewölbe dienten als Sprengkammen für das Heeres-Gasschutz-Labor.

Zitadelle Spandau

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Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

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