12 Millionen Euro für die Zitadelle Spandau

Ein Museum für Berlins verstreute Denkmäler

Die Mittel stammmen je zur Hälfte aus dem Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der Lotto-Stiftung.

Das zwischen 1560 und 1578 erbaute ehemalige Magazin (Haus 8) an der Ostseite und die Kaserne (Haus 6) an der Nordseite der Zitadelle werden bis 2012 zu einem Museum für Skulpturen ausgebaut.
Berlin und seine Denkmäler, so wird die zukünftige Ausstellung einmal heißen.
Die ehemalige Kaserne erstrahlt schon heute in ihrem alten Glanz. Der gelbe Backstein ist im Laufe vieler Jahre freihgelegt worden. Der vormals bröckelnde graue Putz verschwand ebenso, wie die großen Fensteröffnungen, die einmal aus "praktischen" Gründen eingefügt wurden. Die Fassade zieren jetzt wieder die alten kleinteiligen Fenster.
Das Magazin hat inzwischen wieder ein neues Dach bekommen. Später wird der Putz der dreißiger Jahren weichen, damit auch hier die alte Fassade wieder ihre Wirkung entfalten kann. Das innere des Magazins hat unter den massiven Umbauarbeiten in den dreißiger Jahren sehr gelitten. Im Inneren ist es zum großen Teil entkernt. In den entstandenen hohen Hallen hier werden nach denkmalgerechter Sanierung gerade die großen Plastiken, die unter anderen einmal in der Siegesalle standen ihren Platz finden.
Viele Skulpturen verstauben ungesehen in Räunlichkeiten vertreut in ganz Berlin. In nicht so ferner Zukunft können sie endlich wieder besichtigt werden.
Damit steigt die Attraktivität der Zitadelle noch weiter. Die Zitadellen-Stadt Spandau hat dann ein Juwel, welches noch stärker Touristen anlocken wird als es vorher schon der Fall ist.
Viel zu lange stand ein großer Teil der Räumlichkeiten auf der Zitadelle ungenutzt leer. Rund fünfzig Millionen Euro sind im Laufe der Jahre in die Sanierung geflossen.
Aus den umfangreichen Fördermitteln der Vergangenheit erwächst für Spandau auch eine Verantwortung für die Zukunft. So will Spandau bis einschließlich 2028 die Betriebskosten für das neugeschaffene Museum übernehmen, einschließlich aller anderen Auflagen, die sich aus den Bedingungen für den Erhalt der Förderungen ergeben. 

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist