Seite auswählen

MEIN HERZ KLOPFT AN

„Wir haben in der Tat in den Berliner Jugendkunstschulen das Problem, dass wir oft nicht die Kinder erreichen, die wir erreichen wollen würden. Insbesondere bildungsferne Eltern und solche aus der dritten Migrantengeneration würde man kaum für die kulturelle Bildung ihres Nachwuchses interessieren und gewinnen können: ´Ich hoffe aber, dass wir noch gute Ideen entwickeln, um das zu ändern”, sagte Dr. Angelika Tischer, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. In Spandau wohnende Künstler gründeten eine Mobile Kinder- und Jugendkunstschule, die Kinder aus bildungsfernen und Immigrationsfamilien dort aufsucht, wo sie Freizeit verbringen, als “Kunstfeuerwehr” in sozialen Brennpunkten agiert. Künstler konnten im einer Klasse der Carlo-Schmid-Schule einen Unterrichtsboykott beenden, die Wolfgang-Borchert-Schule nutzte Work-Shop-Resultate und erhielt den Titel “Starke Schule”.

Unter dem Titel “Mein Herz klopft an” werden in Spandau Workshops im Arbeitsbereich Kultureller Bildung realisiert – Training von Artikulationsfähigkeiten (Sprache, Mimik, Gestik), Stärkung des Selbstbewusstseins, Selbstvertrauens, Muts zur Selbstdarstellung und zum Rollen-/Auftragsspiel. Kinder und Jugendliche erleben, dass sie mit einem Einzelbeitrag (Wort, Bild, Ton) Teil eines Gesamtkunstwerkes werden, das in anderen Jugendlichen und Erwachsenen Respekt auslösen kann.

Wer Songvideos zum Thema realisieren will, kann sich unter der Mailadresse mail @ kunstlandschaft-spandau.de, im Haus Jona – Staaken oder im BDP- Koeltzepark – Spandau – Neustadt nach Workshop-Terminen erkundigen, Textentwürfe einschicken. Interessierte Deutschlehrer können für Dramatisierung von Kurzprosatexten, Erarbeitung von Lyrik und Inszenierung im Schatten- und Schwarzlichttheater Arbeitskontakt zu Torsten Kulick  / Kunstlandschaft Spandau suchen.

Nächster Termin:
Theaterraum BDP Koeltzepark Spandau Neustadt, Kindertag 1. Juni 15.00 Uhr
Bastelraum Haus Jona Staaken, 3.Juni 13.30 Uhr

Kinder prügeln einander, Eltern werden gerufen, Junge sagt: “Der hat mich Hurensohn genannt”, der Vater des anderen: “Scheißaraber!”, eine junge Frau mit Kopftuch zeigt Angst,  dass Frauen mit Kopftüchern ihre Kinder weg fangen, um ihnen Köpfe abzuschneiden, sie ist Sunnitin, die anderen… ein Taxifahrer sagt, dass er aussteigen müsste, um ein Mädchen zu verprügeln, dass zwar Kopftuch, aber Leggins trägt. Spandauer Episoden. Das Quartiersmanagement in Staaken (Cornelia Dittmar, Thomas Streicher) und Spandau Neustadt (Monika Schröder, Duendar Serttas) wirkten desinteressiert an Kooperationen im Bereich Kultureller Bildungsarbeit, der Staatssekretär für Stadtentwicklung Sebastian Scheel / Linke redete abfällig von denen, die Integrationsarbeit in sozialen Brennpunkten Spandaus leisten, als hätten Einrichtungen wie das Quartiersmanagement nur Alibifunktion, er wird aus Steuermitteln relativ hoch dotiert finanziert. Gemeinsam wären wir stärker.

Opern erhalten in Berlin 120,8 Millionen Euro. Projektmittel / Mobile Kunstschule: 5300 Euro / 2018. Existenzminimum: 9000 Euro / 2018 / 1 Person. Trotzdem: Danke ans Kunstamt Spandau. Im Prinzip Hoffnung.

Pamperpflicht für Hunde – auch in Spandau

Ein Kind trat in Hundescheiße und wurde von seinem Vater angeschrien, ein Gast trat in Hundescheiße und ekelt sich vor Berlin, der nächste Gast tritt in Spandau in Hundescheiße, ein Kinderwagen rollt in Spandau durch Hundescheiße und muss in den Kofferraum eines Autos, Mitarbeiter des Ordnungsamtes sagten, sie hätten nur den Auftrag Parksünder zu kontrollieren, gestern lag vor der Hauseinfahrt ein großer Haufen Hundescheiße…

Menschen, die an einen Baum pinkeln, müssen in Spandau hohe Bußgelder zahlen. Hundehalter lassen ihre Hunde mehrfach am Tag in den Öffentlichen Raum pissen und kacken. Laut Hundehalterforen leiden Hunde häufig an Durchfall, in Feuchtgebieten verbreiten sie Spulwürmer. Weiche Kackhaufen können nicht mit Hundetüten entfernt werden. Keime gefährden spielende Kinder und schnüffelnde Hunde, sie werden an Schuhen in Wohnungen getragen. Eine Pflicht zur Pampersnutzung für Hunde ist sinnvoll:

1. Pampers für Hunde ermöglichen Berlinern und ihren Gästen auf Wegen und Straßen mit erhobenem Kopf zu laufen
2. Pampers für Hunde ermöglichen Berliner Familien Sandkästen und Spielwiesen und Strände ungehemmt zu benutzen
3. Bäume werden nicht durch Urinverätzung gefährdet
4. Mitarbeiter der Ordnungsämter und der Straßenreinigung werden entlastet

5. Pampers schaden Hunden gesundheitlich nicht. Hunde tragen Pullover, nur der Hintern ist nackt.
6. im Fall von Erkrankungen der Hunde (u.a. Inkontinenz) werden Pampers von Hundehaltern zum Schutz ihrer eigenen Wohnung akzeptiert, auch in der Funktion von Kondomen
7. Hundehalter betonen gegenüber Politikern, dass sie ein bedeutender Wirtschaftsfaktor sind. Hundepampers entlasten Umwelt, fördern das Bruttosozialprodukt und sichern Arbeitsplätze. Hundepampers könnten mit Hilfe von Einlagen wieder verwertbar sein.

Für die Akzeptanz von Hundepampers könnte eine Plakataktion mit schön wirkenden Pampersträgern (Hunde neben Kleinkindern) u.a. in der BVG installiert werden – obwohl Hunde laut Statistik vorwiegend Kinder durch Bisse gefährden, weil die ihnen ihr Spielzeug nicht gönnen oder auf andere Art Eifersucht provozieren.

Hundehalterberater sagen, dass
1. alle Dressurakte in der Hundepubertät beendet sind, neu antrainiert werden müssen, 2. dass Kleinkinder von Hunden in der Rangordnung als Untergeordnete empfunden werden, 3. dass in untrainierten Situationen Instinkt Dressurakt durchbrechen kann…

Und ewig grüßt das Murmeltier: Ein Hund scheißt in Spandau weich auf eine Wiese, der Besitzer geht weiter, ein anderer Hund rennt hin, schnüffelt, Hunde fressen Kot, wenn Restnährstoffe drin sind, ein Kind tapst über die Wiese, ein Mann sitzt und riecht, dass er auf dem Weg vom Parkplatz zum Konzertsaal Hundescheiße trat… Deutsche Hundehalter demonstrieren täglich, dass sie sich an Regeln nicht halten wollen, sie sind ein Vorbild für Immigranten.

Diskutieren Sie sachlich, Berlin und Spandau könnten fröhlichere Menschen zeigen.  https://www.freitag.de/autoren/soziokultur/pamperpflicht-fuer-hunde

Fluglust – Flugfrust – Wir leuchten im Dunkeln

Fluglust – Flugfrust

Die Kunstfeuerwehr der Kunstlandschaft Spandau arbeitete auch in diesem Jahr als Art-Mobil-Schule im Koeltzepark Spandau Neustadt, holte Kinder von Spielplätzen in den Theaterraum des Kinderfreizeitzentrums, Kinder hüllten sich in leuchtende Stoffe, erzählten Geschichten von Fluglust, Flugfrust, trommelten und sangen ins Mikrofon. Mädchen des Mädchenladens kamen in Begleitung. Kinder des Lasius-Kindergartens reagierten neugierig. Kinder fragten: „Wann kommt Ihr wieder?“

„… genau so ist es richtig, genau so lässt sich die Kreativität der Kinder wirklich erfassen und entwickeln. Das ist professionell, liebevoll, originell, im eigentlichen Sinne politisch. Solche Projekte mit solch engagierter und gekonnter Anleitung sollte es viel mehr geben!” (Zitat Katja Lange-Müller/Akademie der Künste) Eine Brennpunktschule Spandaus erhielt infolge den Titel “Starke Schule”, in einer anderen konnte ein Unterrichtsboykott beendet werden… Eine minimal Existenz sichernde Festbetragsfinanzierung u.a. Kultureller Bildungsarbeit würde allen Beteiligten ein Minimum Planungssicherheit ermöglichen. Der Kulturetat wurde in Berlin um 115 Millionen erhöht – Künstlern und Kinder leben im Prinzip Hoffnung auf Hoffnung.

Der letzte Workshop 2017 findet am 8.12.2017 ab 15 Uhr im Kinder- und Jugendfreizeitzentrum Koeltzepark statt, er ermutigt zum Trommeln und Tanz in Vielfalt und Unendlichkeit.Filmimpressionen werden gezeigt.

http://www.kunstlandschaft-spandau.de/fluglust-flugfrust.htm

Wenn ich ein Vöglein wär´

Wenn ich ein Vöglein wär´

Komm und borg mir Deinen Flügel
Komm, ich borg Dir meinen Flügel

Wir leuchten im Dunklen.
Eine Stunde nach einer Schwarzlichtperformance deklamierte ein Kind einer Immigrantenfamilie: „Es ist so dunkel. / Es ist so dunkel. // Ich mal´ mir einen Vogel / und fliege ins Träumeland“, ein anderes wollte Worte „Ich will fliegen / Du willst fliegen // Komm und schenk mir deinen Flügel / Komm, ich schenk dir meinen Flügel // In den Wolken gibt es kein Essen / In den Wolken gibt es kein Land / In den Wolken bin ich ohne Freunde / In den Wolken gibt es keinen Schlaf / wenn ich nicht abstürzen will“ Schwarz-auf-weiß mit nach Hause nehmen…

Künstler der Kunstlandschaft Spandau arbeiten als Art-Mobil-Schule unterstützt von Aktion Mensch, sie vermitteln Kindern aus bildungsfernen, Immigrations- und Flüchtlingsfamilien in sozialen Brennpunkten künstlerische Fähigkeiten, Selbstwertgefühle, Teamfähigkeiten, sie realisierten gemeinsam mit Kindern Trickfilme, Musik- und Theaterspiel – Worte, Bilder, Töne.

Kinder, die Klavierspielen nicht gelernt hatten, spielten spontan vierhändig, sechshändig: http://www.kunstlandschaft-spandau.de/impression_voeglein.mp3

Am 9.12. werden im Haus Jona zum Tag der Offenen Tür (Stadtteilfest) Impressionen präsentiert. Haus Jona erhielt 2017 den Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz.

http://www.kunstlandschaft-spandau.de/jona-voeglein-waere.htm