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Von Falkensee zum Eiskeller in Spandau

Von den Spektewiesen zum Eiskeller

  • Start: Spektewiesen: Endhaltestelle des M37 Freudstraße
  • Ziel: Mauerweg Radelandstr.: M37 oder Bus 130 Waldkrankenhaus
  • Ca. 9,5 km, 3 Stunden, evtl. länger

Ich komme aus der Freudstraße, gehe nach rechts an den Spektewiesen linker Hand entlang und folge weiter dem Weg, der dann nach links abknickt, treffe auf den Mauerweg, folge ihm aber nicht nach rechts, sondern gehe bis zur Pestalozzistraße, in die ich rechts einbiege. Hier gibt es keinen Gehweg, es ist aber nur ein kurzes Stück, und die Straße ist nicht so stark befahren. Kurz hinter der Thierstraße, einer Sackgassenstraße, die rechts abzweigt, überquere ich die Pestalozzistraße und gehe in einen Waldweg nach links hinein. Ich nehme den linken Weg und biege an der nächsten Möglichkeit nach rechts ab. Es ist herrlich ruhig hier, immer noch Waldboden, links ein Feuchtgebiet und kleiner See, der „Alte See“. Frösche quaken hier im Sommer, Libellen fliegen über den See, und ich finde sogar eine Bank am Ufer. Nach einer kurzen Pause gehe ich weiter, komme an der Humboldtallee, die hier in die Fröbelstraße übergeht, heraus und überquere sie.

Hier befinde ich mich nun in der Siedlung Falkenhöhe in Falkenhagen, einem Stadtteil von Falkensee, und gehe, anfangs auf einem schmalen Waldweg, später auf einem Schotterweg, am Ufer des Falkenhagener Sees (kein Badesee) entlang. Ein kleiner Naturlehrpfad gibt interessante Informationen über Pflanzen und Tiere. Der See befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Nauen-Brieselang-Krämer Forst. Zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt sind viele Freizeitaktivitäten eingeschränkt. So gibt es eine Vogelinsel im Westen des Sees, die nicht zugänglich ist.

Neben dem Falkenhagener See gibt es noch einen zweiten, kleineren See, den Neuen See, Überbleibsel einer Sandgrube. Beide Seen sind miteinander verbunden. Am Neuen See gibt es eine Badestelle. Man kann ihn auf 1,785 km umrunden.
Ich gehe nun weiter am nordwestlichen Ufer des Falkenhagener Sees entlang. Ich habe keinen direkten Blick auf den See, dazwischen befinden sich Bäume und Schilf. Es gibt aber immer wieder Aussichtspunkte und Bänke zum Verweilen. Wenn man sich Zeit nimmt, kann man hier Vögel hören und beobachten. Am Ende des Uferweges befinde ich mich in der Schubertallee, die zum Waldrand führt. Die Schubertallee ist ein Sandweg, ebenso wie der Niederneuendorfer Weg, in den ich nun links einbiege.

Gleich die nächste Möglichkeit gehe ich schräg links gerade in den Wald hinein, an der nächsten Weggabelung nach rechts und dann durch Felder, die Teufelsbruchwiesen. Hier kann ich viele Vögel beobachten, wie sie auf den Grashalmen sitzen und singen.

Leider ist diese Idylle gefährdet. Hier soll eine Autostraße direkt durch die Wiese gebaut werden. Das bedeutet den Tod für die Tier- und Pflanzenwelt und wird außerdem das gesamte umgebende Gebiet, die Große Kuhlake sowie den Falkenhagener See und auch das benachbarte Spandau beeinträchtigen, weitere Informationen findet man unter www.bisf.de. Ich denke, das geht nicht nur die Anwohner etwas an, sondern auch uns Berliner, besonders die Spandauer. Denn hier wird ein Naherholungsgebiet zerstört. Und auch Eiskeller bleibt nicht so ruhig, wie es noch ist.

Ich komme am Nieder Neuendorfer Kanal an einer Brücke heraus, gehe auf einem Trampelpfad ein Stück nach rechts am Kanal entlang und komme auf einem breiten, mit Steinen bestreuten, Weg heraus. Das ist der Weg um Eiskeller herum, der ehemalige Grenzverlauf. In Eiskeller ist es immer ein bisschen kälter als im übrigen Berlin, im Winter bis zu 10 Grad, deshalb wurde früher das im Winter auf dem Falkenhagener See geschlagene Eis dort gelagert – in einem gemauerten Bunker, dem Eiskeller. Wenn es im Sommer heiß ist, scheint diese Regel nicht zu stimmen. Ich finde es hier genauso heiß wie überall sonst in Berlin.

Mögliche andere (längere) Fortsetzung des Spaziergangs
Wenn man hier nach links geht, kommt man zum asphaltierten Mauerweg und könnte noch einmal nach links am Nieder Neuendorfer Kanal entlang gehen bis zum ersten möglichen Abzweig in einen Waldweg nach rechts. Hier beginnt der Kuhlakenwanderweg, markiert mit roten und grünen Punkten. Man kann bis zum Johannesstift die ganze Zeit auf Waldboden laufen, ca. 1 – 2 Stunden. Es ist ein sehr schöner Weg. Mit etwas Glück kann man Rehe sehen. Es gibt viele Gelegenheiten zum Verweilen, Holzbänke und –tische laden ein zu einem Picknick mit Blick auf Seerosen und Frosch- und Vogelkonzert im Ohr. Beenden kann man diesen Abstecher am Johannesstift an der Endhaltestelle des M45. Der gesamte Weg (Freudstr. – Johannesstift) ist dann ca. 13,7 km lang, das ist 4 km länger. Man muss etwa eine Stunde mehr einplanen. Der Kuhlakenweg ist hier an anderer Stelle schon ausführlicher beschrieben.

Ich gehe nun nach rechts und nehme nach einer Weile die zweite Möglichkeit, nach rechts in den Wald hineinzugehen. Es ist ebenfalls ein breiter, mit Steinen bestreuter Weg, der ein paar Kurven beschreibt, abwechselnd links und rechts. Hier sehe ich Sandstrohblumen. Die Sandstrohblume ist nach Bundesartenschutzverordnung geschützt und gilt als gefährdet. Ich komme nun auf einen kreuzenden Weg, den Niederneuendorfer Weg, der nach rechts, an dieser Stelle asphaltiert, nach Falkensee führt. Ich gehe in die andere Richtung nach links in den Wald hinein, das FFH-Gebiet Große Kuhlake. FFH-Gebiet heißt, dass es ein nach Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, einer Naturschutzrichtlinie der EU, geschütztes Gebiet ist. Auch der Spandauer Forst ist FFH-Gebiet, eigentlich gehören diese beiden FFH-Gebiete zusammen.
Schon der Spandauer Forst ist ja ein riesiges Waldgebiet, aber hier ist es noch ruhiger. Selten treffe ich einen Menschen. Keine Straße unterbricht die Ruhe (noch). Wenn ich auf diesem Weg bleibe, der aber nicht gerade verläuft, komme ich nach ca. 40 Minuten auf dem Mauerweg an der Radelandstraße heraus. Dass ich an der richtigen Stelle angekommen bin, erkenne ich an einem Pilz mit Tisch und Bänken, der sich hier befindet und daran, dass man ein kleines Stück weiter die Häuser von Falkenhöhe sehen kann. Ich überquere den Mauerweg und gehe einen Waldweg entlang bis zur Radelandstraße, biege nach rechts in die Stadtrandstraße ein und kann den Spaziergang am Bus 130 oder M37 beenden. Beide fahren in Richtung S+U Rathaus Spandau.

Regina Henke

Einladung zum Sonntags-Spaziergang – Falkensee, Teufelsbruchwiesen, Große Kuhlake

Wer kennt Falkensee? Wer kennt die Teufelsbruchwiesen? Oder die Große Kuhlake?

Spaziergang aus aktuellem Anlass – Nordumfahrung

Ich möchte einladen, diese schöne, noch sehr stille Gegend, gleich nebenan von Spandau, kennenzulernen.

  • Datum: Sonntag, den 23.8.2009
  • Uhrzeit: 10:00 Uhr
  • Treffpunkt: Bushaltestelle des M37, Freudstraße (an den Spektewiesen)
  • Ziel: Mauerweg Radelandstr.: M37 oder Bus 130 Waldkrankenhaus
  • Länge: ca. 9,5 km, 3-4 Stunden

Der Spaziergang führt von den Spektewiesen über das Feuchtgebiet „Alter See“ und den Falkenhagener See zu den Teufelsbruchwiesen in Eiskeller. Hier soll eine Autostraße, eine Schnellstraße mit Tempo 100, direkt durch die Wiese gebaut werden. Das bedeutet den Tod für die Tier- und Pflanzenwelt und wird außerdem das gesamte umgebende Gebiet, die Große Kuhlake, ein FFH-Gebiet, sowie den Falkenhagener See (Landschaftsschutzgebiet) und auch das benachbarte Spandau (FFH-Gebiet Spandauer Forst) beeinträchtigen, weitere Informationen findet man unter www.bisf.de.

Ich finde, das geht nicht nur die Anwohner etwas an, sondern auch uns Berliner. Denn hier wird ein Naherholungsgebiet zerstört. Und auch Eiskeller bleibt nicht so ruhig, wie es noch ist. Diese Straße zerschneidet ein noch intaktes großes Naherholungsgebiet und Lebensraum für Pflanzen und Tiere, darunter auch gefährdete Arten. Der Lärm von solchen Schnellstraßen schallt sehr weit, wie man z. B. in
Erkner (A 10) hören kann. Ein weiteres Beispiel ist die Zerschneidung des Barnimer Dörferwegs durch
A 10 und A 114. Bei der geplanten sog. Nordumfahrung wird es nicht viele Übergänge für Fußgänger geben, dieses ganze Gebiet fällt zum Wandern dann praktisch weg. An vielen Stellen sind Kreisverkehre geplant. Das Video über die geplante Trasse auf www.bisf.de macht das sehr anschaulich. Da kann ich nicht im Sessel sitzen bleiben.

Ich wohne zwar in Reinickendorf, bin aber in der letzten Zeit sehr oft durch die Große Kuhlake und die Teufelsbruchwiesen gelaufen. Dabei sah ich die Goldammer auf dem Foto anbei in der Teufelsbruchwiese am Wegrand singen. Dann fielen mir die Plakate über die sog. Nordumfahrung ins Auge, und ich war sehr betroffen, zumal ich nach näherer Information herausfand, dass diese Straße nicht einmal die von den Planern beabsichtigte Wirkung haben wird, sondern das Gegenteil. Sie wird den Autoverkehr nicht vom noch ruhigen Falkensee weglenken, sondern eher dorthin ziehen. Außerdem führt sie gar nicht drum herum, sondern mitten durch. Sie trennt nämlich die Gartenstadt Falkenhöhe von der Siedlung Falkenhöh und zerstört außerdem den Falkenhagener See, der vor kurzem erst aufwändig renaturiert wurde.

Jetzt können auch wir Berliner etwas tun. Gerade habe ich erfahren, dass die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren nun vom 10. August bis 9. September in Spandau ausgelegt werden. Bis zum 23.9. können wir Einwendungen an das Bezirksamt Spandau schreiben, Info im Newsletter der Bürgerinitiative Falkensee anbei. Auf www.bisf.de findet man auch Argumentationshilfen. Es ist vermutlich kein Zufall, dass die Auslegung genau in der Urlaubszeit passiert.

Ich möchte tun, was ich kann, um zu helfen, diesen Horror zu verhindern. Deshalb lade ich zu diesem Spaziergang ein. Wer hat, kann ein Fernglas mitbringen. Ich bin selbst keine Vogelexpertin und würde mich freuen, wenn vielleicht auch solche ExpertInnen sich angesprochen fühlen. Vielleicht ist es ja sogar möglich, während der Frist für die Einwendungen regelmäßig solche Spaziergänge zu veranstalten.

Regina Henke

Einladung zum Sonntags-Spaziergang – Falkensee, Teufelsbruchwiesen, Große Kuhlake

Wer kennt Falkensee? Wer kennt die Teufelsbruchwiesen? Oder die Große Kuhlake?

Spaziergang aus aktuellem Anlass – Nordumfahrung

Ich möchte einladen, diese schöne, noch sehr stille Gegend, gleich nebenan von Spandau, kennenzulernen.

  • Datum: Sonntag, den 13.9.2009
  • Datum: Sonntag, den 20.9.2009
  • Uhrzeit: 10:00 Uhr
  • Treffpunkt: Bushaltestelle des M37, Freudstraße (an den Spektewiesen)
  • Ziel: Mauerweg Radelandstr.: M37 oder Bus 130 Waldkrankenhaus
  • Länge: ca. 9,5 km, 3-4 Stunden

Der Spaziergang führt von den Spektewiesen über das Feuchtgebiet „Alter See“ und den Falkenhagener See zu den Teufelsbruchwiesen in Eiskeller. Hier soll eine Autostraße, eine Schnellstraße mit Tempo 100, direkt durch die Wiese gebaut werden. Das bedeutet den Tod für die Tier- und Pflanzenwelt und wird außerdem das gesamte umgebende Gebiet, die Große Kuhlake, ein FFH-Gebiet, sowie den Falkenhagener See (Landschaftsschutzgebiet) und auch das benachbarte Spandau (FFH-Gebiet Spandauer Forst) beeinträchtigen, weitere Informationen findet man unter www.bisf.de.

Ich finde, das geht nicht nur die Anwohner etwas an, sondern auch uns Berliner. Denn hier wird ein Naherholungsgebiet zerstört. Und auch Eiskeller bleibt nicht so ruhig, wie es noch ist. Diese Straße zerschneidet ein noch intaktes großes Naherholungsgebiet und Lebensraum für Pflanzen und Tiere, darunter auch gefährdete Arten. Der Lärm von solchen Schnellstraßen schallt sehr weit, wie man z. B. in Erkner (A 10) hören kann. Ein weiteres Beispiel ist die Zerschneidung des Barnimer Dörferwegs durch
A 10 und A 114. Bei der geplanten sog. Nordumfahrung wird es nicht viele Übergänge für Fußgänger geben, dieses ganze Gebiet fällt zum Wandern dann praktisch weg. An vielen Stellen sind Kreisverkehre geplant. Das Video über die geplante Trasse auf www.bisf.de macht das sehr anschaulich. Da kann ich nicht im Sessel sitzen bleiben.

Ich wohne zwar in Reinickendorf, bin aber in der letzten Zeit sehr oft durch die Große Kuhlake und die Teufelsbruchwiesen gelaufen. Dabei sah ich die Goldammer auf dem Foto anbei in der Teufelsbruchwiese am Wegrand singen. Dann fielen mir die Plakate über die sog. Nordumfahrung ins Auge, und ich war sehr betroffen, zumal ich nach näherer Information herausfand, dass diese Straße nicht einmal die von den Planern beabsichtigte Wirkung haben wird, sondern das Gegenteil. Sie wird den Autoverkehr nicht vom noch ruhigen Falkensee weglenken, sondern eher dorthin ziehen. Außerdem führt sie gar nicht drum herum, sondern mitten durch. Sie trennt nämlich die Gartenstadt Falkenhöhe von der Siedlung Falkenhöh und zerstört außerdem den Falkenhagener See, der vor kurzem erst aufwändig renaturiert wurde.

Jetzt können auch wir Berliner etwas tun. Gerade habe ich erfahren, dass die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren nun vom 10. August bis 9. September in Spandau ausgelegt werden. Bis zum 23.9. können wir Einwendungen an das Bezirksamt Spandau schreiben, Info im Newsletter der Bürgerinitiative Falkensee anbei. Auf www.bisf.de findet man auch Argumentationshilfen. Es ist vermutlich kein Zufall, dass die Auslegung genau in der Urlaubszeit passiert.

Ich möchte tun, was ich kann, um zu helfen, diesen Horror zu verhindern. Deshalb lade ich zu diesem Spaziergang ein. Wer hat, kann ein Fernglas mitbringen. Ich bin selbst keine Vogelexpertin und würde mich freuen, wenn vielleicht auch solche ExpertInnen sich angesprochen fühlen. Vielleicht ist es ja sogar möglich, während der Frist für die Einwendungen regelmäßig solche Spaziergänge zu veranstalten.

Regina Henke

Sonntagsspaziergang zum Falkenhagener See und zu den Teufelsbruchwiesen

Wer kennt Falkensee? Wer kennt die Teufelsbruchwiesen? Oder die Große Kuhlake?

Ich möchte einladen, diese schöne, noch sehr stille Gegend, gleich nebenan von Spandau, kennenzulernen, um die Natur zu erleben und eine Vorstellung zu bekommen, was eine geplante Schnellstraße anrichten würde.

  • Am Sonntag, den 16. 8. 2009
  • um 10:00 Uhr
  • Treffpunkt: Endhaltestelle des M37, Freudstraße/Goldkäferweg (an den Spektewiesen)
  • Verkehrsverbindungen: Bus 337 “Freudstr.” oder Bus M37 bis Waldkrankenhaus”, dann Falkenseer Chaussee/Stadtrandstr.” aussteigen
  • Ziel: Mauerweg Radelandstr.: M37 oder Bus 130 Waldkrankenhaus
  • Länge: ca. 9,5 km, 3-4 Stunden

Ich finde, das geht nicht nur die Anwohner etwas an, sondern auch uns Berliner. Ich wohne in Reinickendorf und bin hier spazieren gegangen. Dann sah ich die Plakate und konnte es nicht fassen. Diese geplante Schnellstraße würde ein noch intaktes großes Naturschutzgebiet, Lebensraum für Pflanzen und Tiere, darunter auch gefährdete Arten, zerstören. Der Lärm von solchen Schnellstraßen schallt sehr weit. Es gibt schon unzählige Beispiele dafür, wie solche Schnellstraßen ein ganzes Gebiet zerstören können: z. B. in Erkner (A 10). Dort hört man den Lärm im ganzen Wald rundherum. Ein weiteres Beispiel ist die Zerschneidung des Barnimer Dörferwegs durch A 10 und A 114. Bei der geplanten sog. Nordumfahrung wird es nicht viele Übergänge für Fußgänger geben, dieses ganze Gebiet fällt zum Wandern dann praktisch weg. An vielen Stellen sind Kreisverkehre geplant. Das Video über die geplante Trasse macht das sehr anschaulich. Wie kann man sich so etwas ausdenken?
Es würde durch den Straßenbau ein Naherholungsgebiet, auch für Berliner, zerstört. Ich wandere hier sehr gerne. Es ist viel ruhiger als im Stadtforst in Berlin. Es zerschneidet nämlich bisher noch keine Straße den Wald. Man hört keinen Verkehrslärm, wo gibt es das in Berlin? Man kommt auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin, man kann einfach von Spandau aus loslaufen, am besten vom Spektegrünzug, aber auch vom Mauerweg kommt man an vielen Stellen ins Waldgebiet „Große Kuhlake“. Auch diese grünen Verbindungen würden durch den Straßenbau zerstört. Wald kann man nicht machen. Auch neugestaltete Parkanlagen können ihn nicht ersetzen. Wald ist etwas in sehr vielen Jahren natürlich Gewachsenes. Es ist ein ganz anderes Gefühl, durch einen Wald zu laufen, als durch einen angelegten Park. Wird diese Straße gebaut, geht unwiederbringlich etwas sehr Kostbares verloren.
Ich möchte mit diesen Spaziergängen den Reichtum zeigen, den wir haben „gleich um die Ecke“ von Berlin und zugleich auch zeigen, indem wir da öffentlich spazieren gehen, wir lassen uns das nicht nehmen, sondern wollen das auch weiterhin tun!
Es gibt schon genug Straßen!

Regina Henke

Falkenseer Spaziergang zum Geschichtspark und Neuen See

Vom Spandauer Kiesteich zum Falkenhagener See

  • Start: Bus M37: Spektefeld (Waldkrankenhaus) oder Beerwinkel (Freudstraße)
  • Ziel: Bus M37 Freudstraße
  • Ca. 9 km, 3 Stunden

Ich komme mit dem Bus M37 aus Richtung Rathaus Spandau, steige an der Haltestelle „Spektefeld“ aus und gehe direkt in das Spektefeld hinein, dann nach rechts bis zum Großen Spektesee, Kiesteich genannt.

Hier gehe ich noch einmal nach rechts, unterquere die Spektebrücke und kann nun entweder auf der rechten oder linken Seite des Spektegrabens weiterlaufen.

Ich komme vorbei an der Spektelake und kann auf einer Brücke einen Blick auf den See genießen, gehe dann aber bis zum Ende des Sees und dann erst über eine Brücke nach links.

Hier gehe ich bis zum asphaltierten Mauerweg, den ich überquere, um dann geradeaus weiter einen Trampelpfad entlang zu laufen. Ich komme an einem schmalen Kiesweg heraus, in den ich links einbiege bis zum nächsten Trampelpfad, der parallel zum asphaltierten Mauerweg verläuft. Hier gehe ich nach rechts und treffe wieder auf einen Kiesweg und gehe nach rechts bis zur Königszelter Straße, wo ich nach links in den Geschichtspark Falkensee hineingehen kann. Man könnte natürlich auch einfach auf dem asphaltierten Mauerweg laufen. Aber mir gefallen solche „Schleichwege“ viel besser.

An dieser Stelle befand sich 1943-1945 ein Außenlager des KZ Sachsenhausen. Der Geschichtspark ist jederzeit geöffnet und weist die wichtigsten Elemente des ehemaligen KZ Außenlagers auf Hinweistafeln aus. Wenn ich der Großen Lake folge, komme ich an der Hamburger Straße heraus, gehe nach rechts aus dem Park hinaus und überquere die Spandauer Straße an einer Ampel. Auf der anderen Straßenseite gehe ich geradeaus in den Wohnpark Rotunde der Gartenstadt Falkenhöh über einen schön gestalteten runden Platz mit Bäumen und Bänken. Die Rotunde ist ein zusammenhängender kreisförmiger Baukörper mit Wohnungen und Vorgärten. Die zusammenliegende Rundbebauung ist nordwärts zum unter Naturschutz gestellten Gelände des Falkenhagener Sees, dem „Alten See“ geöffnet.

Ich nehme den linken Weg parallel zur Adornostraße bis zum Ende. Da wo der Weg aufhört, gehe ich nach rechts auf einem Trampelpfad durch die Wiese, rechter Hand das Feuchtgebiet Alter See, das zum Falkenhagener See gehört. Ich komme zur Humboldtallee, die ich überquere und kann dann den Neuen See umrunden (1,785 km). Der Neue See ist ein Überbleibsel einer Sandgrube und mit dem Falkenhagener See verbunden, der natürlichen Ursprungs ist und in der letzten Eiszeit entstanden ist. Hier gibt es auch, anders als beim Falkenhagener See, eine Badestelle. Es ist ein schöner Uferweg mit Blick auf den See, besonders schön der Abschnitt, wo man zwischen beiden Seen entlanggeht.

Leider soll die Trasse der geplanten Schnellstraße an der Humboldtallee, also genau zwischen dem Feuchtgebiet „Alter See“ und den beiden Seen Falkenhagener See und Neuer See entlang gehen, so dass man vom Alten See und von der Gartenstadt Falkenhöh dann nicht mehr zu den beiden Seen gelangen kann. Es wird hier also ein geschütztes Gebiet getrennt. Falkenhagener See und Neuer See liegen in einem Landschaftsschutzgebiet, auch der Alte See steht unter Naturschutz. Es ist an dieser Stelle keine Querung für Fußgänger geplant. Es fragt sich auch, wer dann noch zu den Seen möchte, wenn es lauten Verkehrslärm statt Stille gibt und Schadstoffe im Wasser. Für den Falkenhagener See, der aufwendig renaturiert wurde, ergibt sich eine unzumutbare Schadstoffbelastung. Erholungsgebiete werden unwiederbringlich zerstört.

Nach der Umrundung des Neuen Sees, auf der man (noch) die Ruhe und Natur genießen kann, überquere ich die Humboldtallee und gehe nun an der anderen Seite des Feuchtgebietes Alter See entlang. Ich gelange auf einem Trampelpfad auf die linke Seite und gehe dann nach rechts. Auch hier ist es herrlich ruhig, meine Füße freuen sich über Waldboden, und ich finde sogar eine Bank an dem kleinen See, die zum Verweilen einlädt. Im Frühling kann man hier Blessrallen mit ihren Jungen beobachten. Frösche quaken im Sommer, Libellen fliegen über den See. Besonders die blau schimmernden gebänderten Prachtlibellen fallen mir ins Auge.

Ich nehme den zweiten Abzweig nach links und komme an der Pestalozzistraße heraus, die ich überquere und in die ich rechts einbiege. Ich gehe bis zum Mauerweg, dort nach links hinein, folge dann aber nicht dem Mauerweg, sondern gehe weiter geradeaus bis zu den Spektewiesen rechter Hand. Ich folge dem Weg in einer Kurve nach rechts und komme zur Freudstraße. Hier kann ich den Spaziergang beenden an der Endhaltestelle des M37, mit dem ich nach S+U Rathaus Spandau fahren kann.

Regina Henke