Berlin

Berliner Senat beschließt neue Quartiersmanagement-Gebiete

Der Berliner Senat hat in seiner Sitzung am 28. April 2026 auf Vorlage des Senators für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, die neue Förderkulisse im Programm „Sozialer Zusammenhalt“ beschlossen. In Spandau wird es zwei neue Quartiersmanagement-Gebiete geben (Neustadt West und Georg-Ramin-Siedlung).

Ab 2028 werden elf Quartiere mit besonderen sozialen Herausforderungen neu in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen und als Quartiersmanagement-Gebiete (QM) festgelegt. Damit erhalten sie gezielte Unterstützung für bauliche Verbesserungen und soziale Projekte. Quartiersmanagement-Teams werden gemeinsam mit den Bezirksämtern vor Ort aktiv sein, die Nachbarschaften stärken, Beteiligung fördern und neue Netzwerke sowie Projekte auf den Weg bringen.

Folgende Quartiere profitieren künftig von der Förderung:

  • Nauener Platz (Mitte)
  • Südpankepark (Mitte)
  • Askanischer Platz (Friedrichshain-Kreuzberg)
  • Paul-Hertz-Siedlung (Charlottenburg-Wilmersdorf)
  • Neustadt West (Spandau)
  • Georg-Ramin-Siedlung (Spandau)
  • Tirschenreuther Ring (Tempelhof-Schöneberg)
  • Britz Nord (Neukölln)
  • Britz Süd (Neukölln)
  • Böhlener Straße (Marzahn-Hellersdorf)
  • Hausotterplatz (Reinickendorf)

Zusammen mit 13 bereits bestehenden Fördergebieten werden künftig insgesamt 24 Quartiere unterstützt. Mit der Städtebauförderung helfen Bund und Land Berlin den Bezirken dabei, lebenswerte und stabile Nachbarschaften nachhaltig zu entwickeln. Seit 1999 wurden im Rahmen des Programms „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ mehr als 700 Millionen Euro in rund 50 Quartiere investiert.

Da die Städtebauförderung zeitlich befristet ist, werden neue Fördergebiete durch den erfolgreichen Abschluss von 19 bestehenden Quartiersmanagement-Verfahren zum 31. Dezember 2027 möglich.

Für Quartiere, die weiterhin vor besonderen Herausforderungen stehen, wird ab 2028 das Landesprogramm „Quartiersmanagement light“ eingeführt. Es sorgt dafür, dass auch dort verlässliche Ansprechpartner vor Ort bleiben und die positive Entwicklung weiter begleitet wird. Dazu zählen unter anderem:

  • Mehringplatz (Friedrichshain-Kreuzberg)
  • Wassertorplatz (Friedrichshain-Kreuzberg)
  • Zentrum Kreuzberg (Friedrichshain-Kreuzberg)
  • Hellersdorfer Promenade (Marzahn-Hellersdorf)
  • Reinickendorfer Straße/Pankstraße (Mitte)
  • Soldiner Straße/Wollankstraße (Mitte)
  • Dammwegsiedlung (Neukölln)
  • Rollbergsiedlung (Neukölln)
  • Sonnenallee Süd/High-Deck-Siedlung (Neukölln)
  • Heerstraße Nord (Spandau)
  • Spandauer Neustadt (Spandau)
  • Falkenhagener Feld West (Spandau)

In sieben weiteren auslaufenden Gebieten können die Bezirke Mittel für eine befristete Verstärkung der Stadtteilkoordination beantragen („Stadtteilkoordination Plus“), um einen guten Übergang in die regulären Strukturen zu sichern.

Darüber hinaus könnten – vorbehaltlich kommender Haushaltsentscheidungen – ausgewählte Großsiedlungen ab 2028 zusätzliche Unterstützung für soziale Projekte erhalten. Dazu gehören:

  • Hellersdorfer Promenade
  • Dammwegsiedlung
  • High-Deck-Siedlung
  • Heerstraße Nord
  • Falkenhagener Feld West

Mit diesen Maßnahmen soll die positive Entwicklung in den Quartieren weiter gestärkt und das Miteinander in der Stadt langfristig gefördert werden.

Info: Unterschied „Stadtteilkoordination Plus“ und „Quartiersmanagement Light“