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In der Spandauer Altstadt wird das Radfahren zeitweise erlaubt

Für manch einen Politiker sind Radfahrer eine Gefahr für die Sicherheit der Fußgänger. Glücklicherweise ist diese Meinung nicht weit verbreitet. In Spandau gibt es nun nach langer Diskussion einer wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Fast einstimmig wurde die Entscheidung dazu in der BVV gefällt. Radfahrer dürfen seit dem 21. September 8.45 Uhr zu bestimmten Zeiten die Fußgängerzone befahren.

Dies kommt auch Schülern zu Gute, die so am Morgen die stark befahrenen Wege außerhalb der Altstadt vermeiden können.

Auf Grundlage eines Beschlusses der Bezirksverordnetenversammlung hat das bezirkliche Tiefbauamt für den Bereich der Altstadt Spandau eine Änderung der Widmung veranlasst, die es nun ermöglicht, dass neben Fußgängern auch Radfahrer diesen Verkehrsraum zeitlich begrenzt nutzen dürfen.

Radfahren in der Altstadt ist dann montags bis samstags jeweils von 19 Uhr bis 9 Uhr und am Sonntag ganztägig zugelassen.

Dies gilt natürlich auch nur außerhalb von Ereignissen, wie dem Spandauer Weihnachtsmarkt oder den Wochenmärkten. An den Zugängen zur Altstadt werden entsprechende Schilder installiert, die auf die neue Situation hinweisen und entsprechend zu beachten sind.

Selbstverständlich muss dabei bleiben, dass ein verträgliches Nebeneinander von Fußgängern und Radfahrern nur bei gegenseitiger Rücksichtnahme möglich sein kann.

Es bleibt zu hoffen, dass bei Erfolg die Durchfahrt-Zeiten für Radfahrer den Zeiten angeglichen werden, in denen auch der Lieferverkehr die Altstadt in Spandau nutzen darf.

Es sei denn, man unterstellt, Kraftfahrzeuge wäre eine geringere Gefahr für Fußgänger…

;-)

Wenn alle ein wenig mehr Rücksicht aufeinander nehmenund alte Vorurteile endlich über Bord werfen würden