Cyberstalking entgegentreten – aktuelle Herausforderung in der Beratung für Frauen. Möglichkeiten, Handlungsbedarfe und Forderungen

Broschüre „Cyberstalking entgegentreten“

Aktuelle Herausforderung in der Beratung für Frauen

Cyberstalking entgegentreten – aktuelle Herausforderung in der Beratung für Frauen. Möglichkeiten, Handlungsbedarfe und Forderungen
Cyberstalking entgegentreten – aktuelle Herausforderung in der Beratung für Frauen. Möglichkeiten, Handlungsbedarfe und Forderungen

Neu erschienen: Broschüre „Cyberstalking entgegentreten – aktuelle Herausforderung in der Beratung für Frauen. Möglichkeiten, Handlungsbedarfe und Forderungen“

Identitätsdiebstahl, das Verfolgen und Überwachen über digitale Hilfsmittel, Belästigung im Internet oder per Mail sowie das Veröffentlichen oder Weiterleiten falscher Informationen über Personen können Formen von Cyberstalking sein. Cyberstalking ist neben Cybersexism eine Form von Cybergewalt, von der insbesondere Frauen betroffen sind.

„Ich gehe nicht mehr an mein Telefon und meinen PC hab´ ich seit Wochen nicht mehr geöffnet. Er steht auf meinem Schreibtisch, glotzt mich an und macht mir richtig Angst. Ich habe das Gefühl, dass er mich beobachtet. Ich fühle mich total alleine und trau´ mich nicht mehr, mich bei meinen Freunden zu melden.“, so die Aussage einer Betroffenen von Cyberstalking bei einer ersten Kontaktaufnahme mit dem Anti-Stalking-Projekt.

Doch wie genau funktioniert das digitale Nachstellen? Welche Auswirkungen hat Cyberstalking auf Betroffene? Was tun gegen Cyberstalking und gegen den Täter? Wer berät zu dieser Gewaltform? Wie und in welchem Ausmaß kann überhaupt rechtlich gegen den Täter vorgegangen werden? Und welche Konsequenzen hat diese seit einigen Jahren zunehmende Form der Gewalt gegen Frauen für die Arbeit von Beratungsstellen?

Seit kurzem steht die Broschüre „Cyberstalking entgegentreten – aktuelle Herausforderung in der Beratung für Frauen. Möglichkeiten, Handlungsbedarfe und Forderungen“ unter www.frieda-frauenzentrum.de/cyberstalking-entgegentreten als Download zur Verfügung. Sie kann beim Anti-Stalking-Projekt und dem FRIEDA-Frauenzentrum e. V. auch als Printversion bezogen werden.

Die Dokumentation des gleichnamigen Fachtags vom 24. Mai 2016 nimmt verschiedene Komponenten bei der Bekämpfung von Cyberstalking in den Blick. Insgesamt entsteht so ein Bild zu Möglichkeiten und Herausforderungen in der Arbeit für von Cyberstalking Betroffene.

Die Broschüre zeigt auf, welche Handlungsbedarfe weiterhin bestehen und welche konkreten Forderungen an Politik und Gesellschaft gerichtet sind. Es werden Antworten auf dringliche Fragen von Multiplikatorinnen und Privatpersonen gegeben. Offene Fragen und Bedarfe werden gesammelt und festgehalten und derart eine Grundlage für weitere Diskussionen und Vernetzung zum Thema geschaffen.

„Ich bekomme langsam das Gefühl, dass ich etwas erreichen kann.“

Damit diese Aussage auf viele von Cyberstalking Betroffene zutrifft, lädt das Anti-Stalking-Projekt des FRIEDA-Frauenzentrum e.V. mit der Broschüre dazu ein, Cyberstalking entschlossen entgegenzutreten und die Stärkung betroffener Frauen voranzubringen.

 

Anti-Stalking-Projekt

Beate M. Köhler

anti-stalking@frieda-frauenzentrum.de

(030) 2966 4691

 

FRIEDA-Frauenzentrum e. V.

Therese Gerstenlauer

frieda@frieda-frauenzentrum.de

(030) 2966 4692

 

 

Über das Anti-Stalking-Projekt und das FRIEDA-Frauenzentrum e. V.

Das Anti-Stalking-Projekt des FRIEDA-Frauenzentrum e.V. in Berlin berät seit 2014 von Stalking betroffene Frauen und deren soziales Umfeld face-to-face und telefonisch. Neben individueller Beratung bietet das Projekt auch die unter Umständen über einen längeren Zeitraum gehende psychosoziale Begleitung der betroffenen Frauen an. Das Projekt leitet betroffene Frauen an weitere Akteure weiter und koordiniert einmal monatlich eine Gruppe für von Stalking betroffene Frauen. Darüber hinaus sieht das Projekt seine Aufgabe im Informieren der breiten Öffentlichkeit und positioniert sich gesellschaftspolitisch. Beispielsweise geschieht dies mit Themenabenden. In den letzten Jahren fand zudem eine Ausweitung der Tätigkeiten auf im Zusammenhang mit Stalking stehende digitale Gewalt statt.

Das Anti-Stalking-Projekt arbeitet organisatorisch und örtlich angebunden an das FRIEDA-Beratungszentrum für Frauen parteilich für Frauen. Die Beratung findet angelehnt an die Standards des Arbeitskreises der Opferhilfen in Deutschland (ado) sowie die Qualitätsstandards des Bundesverbands Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff) statt. Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.frieda-frauenzentrum.de/anti-stalking-projekt.

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

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