Am Donnerstag, 20. August 2026, wird um 18 Uhr im Paul-Schneider-Haus, Schönwalder Straße 23, 13585 Berlin, der Sammelband „Die große Mobilisierung. Die Bundeswehr von der Wiederbewaffnung bis zur Kriegstüchtigkeit“ vorgestellt. Die Veranstaltung wird vom Arbeitskreis Antimilitarismus ausgerichtet.
Im Mittelpunkt stehen die historische Entwicklung der Bundeswehr, ihre heutige Ausrichtung im Rahmen der sogenannten „Zeitenwende“ sowie ökonomische und politische Interessen im Zusammenhang mit Aufrüstung, NATO, EU und internationalen Militäreinsätzen. Der Band umfasst Beiträge von 19 Autorinnen und Autoren auf 200 Seiten und behandelt unter anderem die Gründung der Bundeswehr im Kalten Krieg, erste Auslandseinsätze, die aktuelle Debatte über „Kriegstüchtigkeit“, innere Strukturen sowie ihre Bedeutung für die deutsche Machtpolitik.
Als Gäste sind Daniel Frede und Jakob Reimann vom Arbeitskreis Antimilitarismus angekündigt. Gesprächsschwerpunkte sind:
- die Rolle der Bundeswehr im Inneren und der Einfluss der Rüstungsbranche, einschließlich neuer Start-ups;
- Strategien zur Gewinnung junger Menschen für die Bundeswehr und die Verwendung politischer Feindbilder;
- Handlungsspielräume und Perspektiven antimilitaristischer Arbeit.
Der Sammelband enthält außerdem einen Überblick über antimilitaristische Mobilisierungen in Deutschland – von den Protesten gegen die Wiederbewaffnung in den 1950er-Jahren über die Auseinandersetzungen um die Notstandsgesetzgebung Ende der 1960er-Jahre bis zu Kampagnen der vergangenen Jahre. Die Veranstalter verweisen dabei auf den Wandel von einer breit getragenen gesellschaftlichen Bewegung zu kleineren aktivistischen Gruppen und formulieren das Ziel, neue Impulse für eine antimilitaristische Bewegung zu geben.
Veranstaltungsdaten
- Termin: Donnerstag, 20. August 2026, 18 Uhr
- Ort: Paul-Schneider-Haus, Schönwalder Straße 23, 13585 Berlin
- Anfahrt: Mit dem Bus M 45 ab Rathaus Spandau bis zur Haltestelle Hügelschanze
- Veranstalter und Unterstützer: Spandauer Bündnis gegen Rechts, VVN/VdA-Regionalgruppe Spandau und Antifaschistisches Bündnis Spandau
- Verantwortlich im Sinne des Presserechts: A.-L. Düren, c/o VVN-VdA e. V., Jonasstraße 29, 12053 Berlin



