Büro von Spandauer Bildungsstadtrat Gerhard Hanke durchsucht

Zwei Ermittlungsverfahren gegen den Stadtrat

24.2.2010

Die Berliner Morgenpost berichtet von einer polizeilichen Durchsuchung der Büroräume des Stadtrates für Bildung, Kultur und Sport, Gerhard Hanke am heutigen Mittwoch. Es wird wegen des Vorwurfs wegen wegen Bestechlichkeit und Untreue zu Lasten des Landes Berlin ermittelt.

Durchsuchungen hat es auch bei vier weiteren Beschuldigten gegeben, zu denen auch die Pächter der Zitadellenschänke gehötren sollen. Ein Mitarbeiter des Sportamtes soll Aufträge direkt an seinen Sohn vergeben haben. Da Gerhard Hanke in seiner Verantwortlichkeit für das Sportamt diese mit unterzeichnete, wäre die Durchsuchung seiner Räumlichkeiten nur Routine, so der Stadtrat gegenüber dem Tagesspiegel.

Angeblich soll es um „Unstimmigkeiten bei der Nutzung von Räumen in der Zitadelle Spandau und bei der Vergabe von Aufträgen beim Sportanlagenbau“ gehen.

Nach Angaben des Bezirksbürgermeisters von Spandau Birkholz wurden disziplinarische Maßnahmen gegen den Stadtrat eingeleitet.

Weitere Details sind bisher nicht bekannt.

Ergänzung am 25.2.2010

Gerüchteweise ist soll es sich um eine Intrige handeln. Konrad Birkholz, der jetzige Bürgermeister von Spandau wird nicht ein weiteres Mal für dieses Amt kandidieren, da er die Altersgrenze erreicht hat.

Gerhard Hanke wäre der aussichtsreiche Kandidat für die Nachfolge im Amt.

Die Vorwürfe, Räumlichkeiten in der Zitadelle zu besonders guten Konditionen genutzt zu haben, weisen der Stadtrat, wie auch die Betreiber der Zitadellenschänke energisch zurück. Schließlich sei für die Vermietung von Räunlichkeiten auf der Zitadelle der Zitadellenmanager zuständig. Eine kostenlose Überlassung, wäre also nicht möglich gewesen.

Ergänzung am 1.3.2010

Spandauer Stadtrat lässt Amt ruhen

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Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist