Cony Koch dokumentiert gerne den Alltag

Teil 6 der Serie: „Wir fotografieren in Spandau“

Diesmal hat sich endlich eine Frau an dieser kleinen Interviewreihe beteiligt. Möglicherweise finden sich ja noch mehr. Es kann doch nicht sein, dass in Spandau überwiegend der männliche Teil der Bevölkerung mit der Kamera unterwegs ist…

Ein weiteres Portrait ist schon bereit, ein anderes angekündigt. Es werden also noch einige folgen…

Eine kurze persönliche Vorstellung. Wer/was bin ich?

Selbstportrait (Foto: Cony Koch)
Selbstportrait (Foto: Cony Koch)

Ich bin eine Frau in den besten Jahren, finde ich und, engagiere mich beruflich für das Wohl des Kindes. Zu Hause bin ich im Speckgürtel von Berlin, im grünen Falkensee. Nebenstehend ein kleines Selbst Portrait von mir, ganz aktuell.
Leider habe ich für mein Hobby nie wirklich so viel Zeit, wie ich bräuchte. Es vergeht ein Foto-Tag im Nu, da bin ich manchmal ganz traurig.

Wie sind Sie zur Fotografie gekommen? Wann haben Sie Ihr erstes Foto gemacht?

Die Fotografie hat mich schon in meiner Jugend fasziniert, da mein Vater stets seine analoge Agfa Kamera im Griff hatte. Ich bediente mich sehr lange mit den automatik-Programmen. Zuerst war es eine Bridge Kamera, dann eine analoge Canon, dann aufwärts zu den Spiegelreflex Kameras von Canon. Seit gut einem Jahr lernte ich in etlichen Workshops die Kamera manuell zu bedienen, und habe diese Programme auch nie wieder verlassen( M, AV, TV)

Warum fotografieren Sie?

S-Bahn (Foto: Cony Koch)
S-Bahn (Foto: Cony Koch)

Ja, warum fotografiere ich, und was sind meine auserkorenen Motive? Mich fasziniert das Festhalten von Situationen und Emotionen. Ich hatte und dokumentiere noch immer sehr gerne den Alltag in meinem beruflichen Umfeld und die Feste meiner Familie. Zunehmend experimentiere ich mit Licht und Schatten, ziehe Details ins rechte Licht, und marschiere zu für mich spannenden Fassaden und Gebäuden.

Wo liegen Ihre fotografischen Schwerpunkte? Was fotografieren Sie besonders gerne?

Meine Schwerpunkte liegen in der architektonischen und Detail-Fotografie. Makroaufnahmen von Gegenständen und Wassertropfen, teilweise auch Blüten und Insekten. Portraits habe ich in den letzten Jahren sehr vernachlässigt, da die geeigneten Gesichter (meist Kinder) weniger wurden. Im letzten Jahr war ich erstmals bei dem festival of lights mit dabei, und schwärme seitdem davon. Dieses Jahr habe ich mich schon bei Björn St. angemeldet, gemeinsam durch die Nacht zu streifen.

Haben Sie Ihre Bilder schon einmal der Öffentlichkeit präsentiert?

Meine Fotos stelle ich überwiegend bei facebook ein, auf meiner Chronik und in speziellen Fotoseiten in facebook.

Wo sind Ihre Fotografien online zu finden?

Was ist für Sie eher schwierig zu fotografieren?

Festival of Lights (Foto: Cony Koch)
Festival of Lights (Foto: Cony Koch)

Schwierig an der Fotografie finde ich immer noch für mich die richtige Belichtung bei Wechsel von Sonne und Wolken, sowie in schlecht ausgeleuchteten Räumen passend einzustellen. Trotzdem versuche ich mich da immer noch weiter zu verbessern, und buche ab und an Foto Workshops, wechselnden Inhalts. Der letzte Kurs an der VHS in Spandau sollte die Bildkompensation vertiefen. Leider viel der Kurs mangels Teilnahme aus.
Gibt es Orte, Objekte oder Personen die Sie unbedingt fotografieren möchten?

Fotografieren Sie eher alleine oder gemeinsam mit anderen?

Ich freue mich auf weitere aufregende Begegnungen fotografischer Art und den dazugehörenden Gleichgesinnten.
In diesem Sinne, lasst es blitzen.

Haben Sie schon einen eigenen Stil gefunden? Wie ließe sich dieser beschreiben?

Meinen eigenen Stil glaube ich schon gewissermaßen geprägt zu haben. Ich liebe es, Gegenstände, Tiere, Menschen, in Ausschnitten zu präsentieren. Entweder das markante Auge oder eine herausstechende Fensterfront eines Hauses. Schräg den Apparat halten, reinzoomen, bewusst unterbelichten, Lichter in Szene setzen im Dunkeln.

Welche Fähigkeit ist beim Fotografieren am meisten gefragt?

Was zeichnet Ihrer Meinung nach ein besonderes Bild aus?

Wie wichtig ist Ihnen die Meinung anderer, bezüglich der eigenen Bilder?

Gibt es ein fotografisches Vorbild?

Erdbeere (Foto: Cony Koch)
Erdbeere (Foto: Cony Koch)

Ein Vorbild habe ich bewusst nicht, ich setze mich sehr intensiv mit meinen eigenen Fotos auseinander und präsentiere sie auch gerne unter Freunden.

Fotografieren Sie digital oder analog? Wann sind sie „ins digitale“ gewechselt?

Spielt der Zufall beim Fotografieren eine besondere Rolle oder ist alles geplant?

Meine Motive suche ich meistens gezielt aus. An freien Tagen oder am WE packt mich ab und an die Lust zum Ablichten, und dann nehme ich mir instinktiv ein Thema vor. Letztens war ich im Zoo, da ich ein Tele ausprobieren wollte. Ein anderes Mal fuhr ich zum Regierungsviertel, und suchte dort spannende Fassaden und Blickwinkel. In Museen, wie im Hamburger Bahnhof kann ich auch wunderbar meiner Fantasie den freien Lauf lassen.
Spielt die digitale Bildbearbeitung eine Rolle? Wenn ja welche?
Die digitale Nachbearbeitung meiner Fotos findet fast immer statt, da ich in RAW aufnehme, und gerne die Schärfe und die Farbgebung selbst bestimmen möchte. Das Rauschen aufgrund hoher ISO Einstellung bekomme ich mit Lightroom ganz gut bearbeitet.
Womit fotografieren Sie? Ist die Ausrüstung von Bedeutung?
Meine Ausrüstung ist die Canon 6D, ein EF 50mm 1,8 Canon, EF 100mm 2,8 Makro, EF 17-40mm L und neustens ein EF 70-200mm 2,8 L USM ohne Stabi, Natürlich noch das lebenswichtige Stativ und ein super Kameragurt zum quertragen mit integrierter Stativplatte.
Ach ja, mit dem blitzen habe ich es nicht wirklich so, da meine Kamera eh keinen Blitz hat, vermeide ich das mitschleppen des Blitzes unterwegs.
Nicht alles klappt immer perfekt? Was war die lustigste oder ärgerlichste Panne beim Fotografieren?
Bisher hatte ich glücklicherweise noch keine größere Panne, sodass immer ein paar wenige bis viele gute Motive herauskamen.
Welcher Ort in Spandau ist ein besonders dankbares Fotomotiv, den auch Spandau-Besucher unbedingt aufsuchen sollten?
In Spandau selbst bewege ich mich gerne in der Zitadelle, in den italienischen Höfen. Da kann ich nach Herzenslust ausprobieren.

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

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