Im Vorfeld des internationalen Gedenktages für verstorbene drogengebrauchende Menschen am 21. Juli bekräftigt der Bezirk seine Unterstützung für die Suchthilfe- und Beratungsangebote vor Ort. Unter dem diesjährigen Motto „verändern, um Leben zu retten“ machte der Gedenktag auch auf die Lebensrealitäten sowie den Hilfebedarf von Menschen mit einer Suchterkrankung aufmerksam.
Die Zahl der drogenbedingten Todesfälle in Deutschland bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau. Im Jahr 2025 waren bundesweit 2.150 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben. Davon war fast jeder vierte Drogentote jünger als 30 Jahre. Die Anzahl der Drogentoten unter 20 Jahren hatte sich seit 2021 fast verdoppelt.

Diese Entwicklung unterstrich die Bedeutung einer gut ausgebauten Suchthilfe. Der Bezirk Spandau setzt sich daher gemeinsam mit den Trägern der Suchthilfe für ein verlässliches Netz aus Beratungs- und Unterstützungsangeboten ein. Niedrigschwellige Anlaufstellen wie die SPAX-Kontakt- und Beratungsstelle von Fixpunkt e. V. helfen dabei, Menschen frühzeitig zu erreichen, gesundheitliche Risiken zu verringern und den Zugang zu weiterführenden Hilfen zu erleichtern. Mit Blick auf die steigende Zahl jüngerer Drogentoter setzt der Bezirk zudem auf eine engere Zusammenarbeit von Jugendhilfe, Jugendsozialarbeit und Suchthilfe. Ebenso wichtig sind der Abbau von Vorurteilen gegenüber Menschen mit einer Suchterkrankung und die Stärkung ihrer gesellschaftlichen Teilhabe.
Anlässlich des internationalen Gedenktages für verstorbene drogengebrauchende Menschen lud Fixpunkt e. V. zu einer Gedenkveranstaltung ein:
Datum / Uhrzeit: 21.07.2026, 13:00 Uhr
Ort: Gedenkbaum am Lutherplatz Spandau, 13585 Berlin
Gemeinsam wurde der Verstorbenen gedacht und ein Zeichen für Solidarität, Menschlichkeit und Veränderung gesetzt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen das gemeinsame Erinnern und der Austausch. Hierfür konnten vor Ort Steine beschriftet und am Gedenkbaum niedergelegt werden.



