Aktiv die Zukunft der Altstadt mitgestalten!

 Land- und Bauernmarkt in der Altstadt (Foto: Ralf Salecker9
Land- und Bauernmarkt in der Altstadt (Foto: Ralf Salecker9

Interaktive Bürgerbeteiligung braucht aktive Teilnehmer.

Nicht meckern, sondern mitmachen ist angesagt!

Zukunft Altstadt Spandau – „Informieren Mitreden Mitgestalten“. Das sind die Schlagworte, mit denen für das Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz geworben wird. Alle Spandauer haben noch bis Ende März 2015 die Gelegenheit, sich auf www.zukunft-altstadt-spandau.de mit konstruktiven Vorschlägen einzubringen.

Um den Einstieg etwas einfacher zu gestalten habe ich den aktuellen Stand einmal zusammengefasst und am 20. Februar noch einmal aktualisiert. Inzwischen hat sich die Zahl der Vorschläge deutlich erhöht. Ein gutes zeichen. Es gibt also doch noch genügend Spandauer, die sich aktiv mit Vorschlägen einbringen wollen.

Das ist zwar eine Menge Text (umgerechnet 10 A4-Seiten), dafür aber deutlich einfacher zu lesen. Möglicherweise motiviert es ja zu einem aktiven Besuch der zugehörigen Aktionsseite.

;-)

Bisher hält sich der Andrang auf der Internetseite in recht überschaubaren Grenzen. Besser gesagt, die geringe Beteiligung ist ein Armutszeugnis! Innerhalb von zwei Monaten ist nur eine bescheidene Anzahl von Gedanken zusammengekommen.

Der Eindruck drängt sich auf, das allgemeines Meckern am Stammtisch oder auf facebook (auf Stammtischniveau…) einfacher ist, als den Versuch zu unternehmen, ein paar eigene Ideen öffentlich und konkret in ganzen Sätzen zu formulieren.

Die meisten der eingebrachten Anregungen bekommen facebookähnliche „find ich auch“. So ein „like“ ist schnell gemacht, kostet keine Zeit, ist trotzdem viel zu wenig. An mangelnder Information über die Möglichkeit der Beteiligung kann es kaum liegen. In Spandaus Regionalzeitungen ist ausführlich darüber berichtet worden. Am 1. Februar gab es dazu sogar einen Hinweis in der Serie „Berliner Bürgermeister und ihre Pläne“ der Berliner Abendschau des rbb. Dem rbb blieb bei dem Interview mit Spandaus Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank nicht verborgen, dass die Beteiligung auf www.zukunft-altstadt-spandau.de noch steigerungsfähig ist. 29 Ideen in zwei Monaten waren zu diesem Zeitpunkt schon sehr wenig. 7 Vorschläge harrten damals noch ihrer Veröffentlichung.

Am 20. Februar zeigt sich schon ein ganz anderes Bild.

Sind Spandauer überfordert, haben sie keine Lust oder trauen sie der angebotenen Möglichkeit der Beteiligung nicht?

Geldsegen für die Altstadt

Gotisches Haus in der Spandauer Altstadt (Foto: Ralf Salecker)
Gotisches Haus in der Spandauer Altstadt (Foto: Ralf Salecker)

In den nächsten anderthalb Jahrzehnten hat der Bezirk einen zusätzlichen Geldsegen von rund 30 Millionen Euro zu erwarten. Mit diesem Geld wird ein wenig die Zukunft Spandaus mitgestaltet. Die Mittel aus dem Städtebaulichen Denkmalschutz belasten nicht die Bezirkskasse. Mit diesem Betrag soll ein Gebiet, welches die Altstadt und ein Stückchen der näheren Umgebung umfasst, durch unterschiedlichste Maßnahmen aufgewertet werden.

Hierfür erarbeitet das Planungsbüro Herwarth + Holz gemeinsam mit dem Bezirksamt Spandau ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), welches schon im kommenden Jahr mit ersten Ergebnissen an die Öffentlichkeit gehen wird. Im März gibt es zum ISEK eine öffentliche Diskussionsveranstaltung. Dort werden erste konzeptionelle Ergebnisse im Rahmen des ISEK-Forums vorgestellt und diskutiert.

Interaktive Bürgerbeteiligung

Mit dem Drahtesel "Unterwegs in Spandau" (Foto: Ralf Salecker)
Mit dem Drahtesel „Unterwegs in Spandau“ (Foto: Ralf Salecker)

Eine vor kurzem freigeschaltete Internetseite www.zukunft-altstadt-spandau.debietet Informationen und Möglichkeiten der interaktiven Bürgerbeteiligung. Carsten Röding meint dazu: „Schreiben Sie der Verwaltung ins „Stammbuch“, was Sie verbessern oder erhalten wollen, was Sie gut oder schlecht finden und welche Vorschläge Sie insgesamt für unser Bezirkszentrum haben!“

Auf einer interaktiven Karte kann jeder seine Vorschläge und Ideen formulieren und einem speziellen Ort oder einer Kategorie zuordnen. Kommentare und Bemerkungen sind ausdrücklich erwünscht. Wer bisher meinte, mit seinen Ideen kein Gehör zu finden, hat es nun sehr einfach.

Folgende Kategorien laden ein zum Mitmachen:

  • Stadtgestalt, Bebauung und Wohnen
  • Öffentlicher Raum und Mobilität
  • Soziales, Integration und Gesundheit
  • Wirtschaft, Handel und Tourismus
  • Landschaft und Wasser
  • Bildung, Kultur und Geschichte

Einige wenige Spandauerinnen und Spandauer haben schon die Gelegenheit beim Schopf ergriffen. Sie weisen auf konkrete Probleme hin und beschreiben Möglichkeiten, die Zukunft der Altstadt in die Hand zu nehmen. Andere steigen ein in eine öffentliche Diskussion zu den Vorschlägen oder zeigen durch Zustimmung oder Ablehnung, wie sie zu manchen Vorschlägen stehen. Hoffentlich werden es noch deutlich mehr!

Kategorie: Wirtschaft, Handel und Tourismus

(14 Beiträge, Stand 20.2.2015)

Andreas Schreiner schlägt vor, die Altstadt teilweise zum Factory Outlet -Bereich zu machen. Als Anwohner fällt auf: Einzelhandel mit Niveau und Anziehungskraft – Fehlanzeige, Ramsch, Second Hand, Friseure, Banken, Imbissbetriebe dominieren neben Ketten das Bild. Besucher gehen in die Arcaden oder fahren gleich in andere Centren der Stadt. Es braucht ein Konzept, die Altstadt hier deutlich aufzuwerten und sicher eine gemeinsame Aktion auch der Vermieter. Evtl. sollte man über die Idee nachdenken, in einigen Straßenzügen, die nicht so frequentiert und schlechter vermietbar sind, Outlets bekannter Marken einziehen zu lassen…? Andernfalls geht es weiter bergab, ein Blick auf die Besucherstruktur an Tagen ohne Weihnachtsmarkt & Co spricht Bände…

Tobias Krisch stimmt dieser Aussage zu. Ich glaube, es mangelt der Altstadt nicht an unzureichender Infrastruktur in Bezug auf Substanz und baulichen Gegebenheiten. Insofern ist das Problem vielmehr die mangelnde Attraktivität im Bereich des Einzelhandels, welche nicht die Anziehungskraft mit sich bringt, um ein frischeres, attraktiveres und anspruchsvolleres Publikum anzulocken und somit die soziale Struktur auf der Straße entsprechend aufzuwerten. Flickenschusterei in der Altstadt erzeugt keine nachhaltige Veränderung des Stadtbildes.

Vielmehr ist ein Konzept gefragt, das z.B. durch gezielte Subventionen oder Zulassungsregeln eine Steuerung von bestimmten Einzelhandelsgruppen erlaubt und somit in das Ziel „Verjüngung der Altstadt“ einzahlt. Am Beispiel unzähliger Straßenzüge in Berlin, welche es geschafft haben, jenseits von Nagelstudios, Friseure, Pfandleiher, Spielhallen, Dönerbuden etc. einen attraktiven Einzelhandel mit etwas mehr Anspruch zu etablieren, lassen sich viele Ideen und Möglichkeiten ableiten: Denn manchmal ist es auch einfach nur der Fashionstore statt der Damen-/Herrenausstatter, das Konzeptkaffee statt das Gemeindehauskaffeekränzchen oder eben einfach nur bio statt satt.

Das "Wendenschloss" in der Spandauer Altstadt (Foto: Ralf Salecker)
Das „Wendenschloss“ in der Spandauer Altstadt (Foto: Ralf Salecker)

Um diese Vorstellung umsetzen zu können, müssten sich die Vermieter von Gewerberäumen in der Altstadt einsichtiger zeigen. Bei den derzeitigen extrem hohen Mietpreisen für relativ kleine Flächen, wie sie nun einmal in der Altstadt vorliegen, wird kaum ein attraktiver Dienstleister und Gewerbetreibender mit spannenden Angeboten in die Altstadt zu locken sein.

Kerstin Thurau möchte ebenfalls die Attraktivität der Altstadt steigern. Sie findet: Die Altstadt wirkt samstags nach Schließung der Geschäfte und sonntags sehr ausgestorben und schlägt vor, das Gotische Haus auch am Sonntag zu öffnen. Ferner wünscht sie sich eine Verlängerung des Angebotes der Offenen Kirche St. Nikolai und eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem Markt. Dieser Vorschlag gehört zu denen, die mit am häufigsten Zustimmung erhielten. Leider erschöpft sich die Zustimmung nur in einem „finde ich auch“. Für eine konstruktive Beteiligung scheint mir dies doch ein wenig dürftig zu sein.

Nicht nur den bekannten Kernbereich der Altstadt möchte sie besser genutzt wissen und weist auf den Sportbootanleger am Stresow hin: Der Anleger ist sehr ungepflegt und macht mit Sicherheit keinen guten Eindruck auf Wassertouristen. Sie empfiehlt eine Prüfung der Verlegung auf das Westufer der Havel, mit direkterer Anbindung an die Altstadt.

Marion K. beobachtet seit einigen Jahren einen zunehmenden Qualitätsverfall bei den Marktständen in der Spandauer Altstadt. Es scheint, dass Menschen, die in Eigenregie einen Marktstand betreiben möchten (z.B. Kunsthandwerk, Bio-Produkte, etc.) immer weniger Chancen haben gegen gewisse Billigketten. Vor allem auf dem Weihnachtsmarkt war das letztes Jahr sehr deutlich (sich mehrfach wiederholende Stände von Großanbietern). Man sollte kreativen Markthändlern wieder mehr Raum geben, damit Märkte auch interessant und vielseitig sind.

Schaut man sich den Markt direkt vor dem Rathaus an, dann kann man sich dieser Beobachtung durchaus anschließen. Das Eingangstor zur Altstadt weist neben einigen wenigen attraktiven Ständen eine ganze Menge Ramsch auf. Mit diesem Anblick lockt man niemanden in die Altstadt, wenn es alternativ nur ein paar Schritte zu den Arkaden sind.

Die Beobachtung von Marion K. hat immerhin zu zwei ausführlicheren Kommentaren geführt.

An der Strandbar sitzen und Surfen? (Foto: Ralf Salecker)
An der Strandbar sitzen und Surfen? (Foto: Ralf Salecker)

In den Augen von Yvonne Schläper bietet die Altstadt städtebaulich gute Rahmenbedingungen für ein belebtes Marktgeschehen. Erweiterungen im Marktangebot könnten sein: verstärkt Produkte aus der Region (Havelland) mit Besonderheiten. Monatliche oder vierteljährliche Themenschwerpunkte, z.B. Käsereien, Länderspezialitäten, etc. Ein kleiner Bereich, nicht für den gesamten Markt, um anderes Publikum auf den Markt zu bringen, zur Attraktivitätssteigerung. Jungunternehmern und Nischenanbieter Chancen bieten, ihre Produkte zu präsentieren. Angebotserweiterung durch Street Food Market (kreative Straßenküche von Hobbyköchen; die Waren werden im Auto produziert und verkauft). Einbeziehung der Gewerbetreibenden bei den Themenschwerpunkten, damit das Spandauer Gewerbe auch davon profitiert.

Gabriele Büchner setzt auf Qualität statt Quantität. Toll wäre die Nutzung der diversen Innenhöfe in der Altstadt für Kunsthandwerk, Kreative, Schulen in Kombination mit kleinen Konzerten oder Bastelaktionen für Kinder, etc.

Hartmut Baar erhofft sich eine Altstadt mit Aussicht. Im letzten Jahr haben wir die wunderbare Aus- und Fernsicht vom Rathausturm genossen. Schon seinerzeit habe ich vorgeschlagen, den Turm ganzjährig – gegen Gebühr – für Spandauer, Berliner und Gäste zu öffnen.

Uwe Hildebrandt schloss sich dem Wunsch an und erweiterte ihn um die Forderung nach einem neuen Fahrstuhl. Seiner Meinung nach wäre das Geld für einen neuen Fahrstuhl vorhanden – „wenn man will“ meint er durchaus provokativ.

Kerstin Thurau fordert, das eine eventuelle Gebühr für den Blick über Spandau in Grenzen bleiben muss.

Markthalle (12.02.2015)
Sigrid Wolf hätte gerne eine überdachte Markthalle (wie in Tegel) auf dem Gelände der alten Reiterstaffel. Ebenso könnte das alte Postgelände ein guter Ort dafür sein.

Kreativwirtschaft in die Altstadt (11.02.2015)
Stefanie Raab hat die Vision einer neuen Nutzung für die Räume der VHS in der Kirchgasse 3. Das Haus der VHS in der Kirchgasse 3 wird im Sommer 2016, wenn die VHS ins Haus der Gesundheit einzieht, eine neue Nutzung brauchen. Die Altstadt braucht innovative Unternehmen, wenn sie als Gewerbestandort attraktiver werden soll. Das unter Denkmalschutz stehende und aktuell sanierungsbedürftige barocke Gebäude im öffentlichen Eigentum sollte daher einerseits aufgrund seines Denkmalwertes im Programm Berücksichtigung finden, zum Anderen aber auch als Chance begriffen werden, neue Zielgruppen in die Altstadt zu locken und sie so zu revitalisieren: eine CoWorking-Struktur für die Kreativwirtschaft mit Büroplatz- und Atelierangeboten, möglicherweise einem Kursangebot wie der Kulturwirtschaftsakademie und einem Showroom im EG für in Spandau prodiziertes Design und Kunstobjekte- die Machbarkeit eines solchen Projektes sollte überprüft werden.

Schickes Café am Platz (8.02.2015)
Christopher Wilkes wünscht sich für den Reformationsplatz ein schickes Café mit hochwertiger Einrichtung und Kuchen wie bei Oma.

Elektronische Info-Stelen (3.02.2015)
Christian Haack wünscht sich ein elektronisches Wegeleitsystem in der Altstadt. An neuralgischen Punkten sollten Elektronische Wegweiser in Form von Tischen oder Stelen aufgestellt werden, um auch Besuchern kurz und verständlich den Weg zu Fachgeschäften, Ärzten usw. aufzuzeigen.
Vorteil der Elektronischen Variante, schnelle Aktualisierung und man kann gezielt darüber auf bevorstehende Veranstaltungen und Ereignisse in der Altstadt hinweisen.
Im Designer Outlet an der B5 im Elstal gibt es solche Tische (allerdings bisher ohne Elektronische Unterstützung)
Soweit ich weiß, sind einige Übersichtskarten aufgestellt, diese zeigen einem zwar den Standpunkt, jedoch nicht wo es was genau gibt.
Jürgen Becker, ergänzt dies um zusätzlich Infos zur Historie in Text und Bild sowie ÖPNV und WLAN. Bitte das auch in den Stelen integrieren sowie Infos zum Nahverkehr: Haltestellen und Verbindungen. WLAN wäre auch prima.
Uwe Hildebrandt wirft ein, wer bezahlt die Vandalismusschäden?
Im Prinzip sind solche Wegweiser eine gute Idee. Jedoch möchte ich keinesfalls, dass die knappen Steuermittel Spandaus für Vandalismusschäden ausgegeben werden, die an diesen teuren Spielzeugen mit 100%iger Sicherheit entstehen werden. Schon die nicht elektronischen Säulen mit der Erklärung der Ortshistorie sind dank der Schmierereien nicht lesbar. Hier ist offenbar kein Geld für eine Reinigung vorhanden.

Flusskreuzfahrtanleger + Bahnhofsnutzung (1.02.2015)
Hans-Jörg Schulze meint, zur Entwicklung des Tourismus in Spandau wäre ein Anleger für Flusskreuzfahrtschiffe ausgesprochen förderlich. Das Lindenufer wäre hierfür duchaus geeignet, noch besser wäre natürlich die Erschließung des ehemaligen Postgeländes in Abstimmung mit der Nutzung des Bahnhofes, denn die Verknappung von Parkraum rund um den HBF wird es erforderlich machen Sonderzüge entweder über Südkreuz oder Spandau abzuwickeln und auch hier sind insbesonder Kreuzfahrtkunden aus Warnemünde und teilweise aus Hamburg ein großes Potential, dem man gerade die Altstadt Spandau und die Zitadelle als „Ankunftsattraktion“ schmackhaft machen könnte.
Kreuzfahrttouristen sind außerordentlich ausgabefreudig. Die vorhandenen Strukturen im Bereich Shopping sind gut, aber im Bereich anspruchsvoller Gastronomie hat Spandau nur sehr wenig zu bieten. Dies gilt insbesondere für die Altstadt. Hier müssen die Eigentümer/Vermieter überzeugt werden, dass eine gute Durchmisschung aus Boutiquen und Gastronomie langfristig höhere Erträge erwarten lassen als 1€-Shops und Friseure.

Lisa Möller wünscht sich eine touristeninfo im bhf spandau. als halt von vielen fernzügen wäre eine touristeninfo als erste anlaufstelle direkt im bahnhof besser untergebracht als im gotischen haus.

Gastronomie am Wasser (31.01.2015)
Tobias Gottberg findet, die Grünflächen am Wasser sind wunderschön, aber in gastronomischer Hinsicht leider gänzlich ungenutzt. Das ein „Cafe am See“ bzw. in diesem Fall an Havel & Spree funktioniert, die Attraktivität erhöht und Besucher anlockt, kann man an den vielen Beispielen in der Stadt beobachten.
Burkhard Bartz stimmt dem zu. Und da kommt auch wieder die Idee mit der Fußgängerbrücke über die Spree und einen Rundwanderweg über Juliusturmbrücke, Spreebrücke und Charlottenbrücke zum tragen. Dazu das oben erwähnte Cafe Havelspitze und der touristische Bootsanlieger können eine wunderbare einheit ergeben. Vielleicht könnte man den Bootsanleger auch auf die Altstadtseite erweitern an der Stelle der Berufsschifffahrt, wenn diese verlegt wird. Bootstouristen machen keinen großen Lärm, sind in der Regel sauber und achten auf diese und stören nicht so den Blick.

Schlendern,Bummeln, Schlemmen (31.01.2015)
Karin Radde fehlen kleine Cafes, Restaurants und Bars, in denen man sich auch nach Geschäftsschluss gerne trifft. Solche sollten vielleicht ein einheitliches Außenbild ergeben mit einfarbigen Schirmen und Attraktiven Blumenkübeln . Auf ein harmonisches und ästhetisches Erscheinungsbild muss geachtet werden,auf harmonisch wirkende Beleuchtung und Sauberkeit.
Christian Haack stellt fest, leider ist das nicht so einfach, da hier die Spandau Arcaden eine gewaltige Konkurrenz sind.
Die Menschen gehen kaum noch gerne ins Freie, da wird lieber gut klimatisiert in einem Shopping-Center gehockt, egal bei welchem Wetter.

Kategorie: Öffentlicher Raum und Mobilität

Blick vom Rathaus Spandau zum alten Postamt (Foto: Ralf Salecker)
Blick vom Rathaus Spandau zum alten Postamt (Foto: Ralf Salecker)

Uwe Hildebrandt fordert, den Verkehrsfluss zu verbessern durch konsequentes Abschleppen von Falschparkern: Werktags morgens von sechs bis acht Uhr ist auf der südlichen Fahrbahn am Juliusturm absolutes Halteverbot. Leider wird dies an so vielen Werktagen missachtet, dass der Verkehrsfluss der total überlasteten Straße darunter leidet. Leider ist das Ordnungsamt morgens nicht bereit, hier zu reagieren und die Polizei hat kein Interesse daran, hier die Einhaltung der StvO durchzusetzen. Bitte hier konsequent kontrollieren und Abschleppen, das bringt Einnahmen für die Stadt und den Bezirk und hilft dem Verkehrsfluss. Parkmöglichkeiten gibt es genügende im Zitadellenweg, nur wenige Meter entfernt.

Nicht nur an der Straße Am Juliusturm ist Falschparken ein Problem. Schaut man sich die Situation am östlichen Ausgang des U-Bahnhofs Altstadt Spandau an, genau dort, wo die Breite Straße beginnt, dann kann man nur von Anarchie im Straßenland sprechen. Das dortige absolute Halteverbot scheint keinen der Kunden, die den nahen Supermarkt besuchen, zu interessieren. Zweispuriges Parken, auch gegen die Fahrtrichtung ist an der Tagesordnung. Da dieses Fehlverhalten der Autofahrer kaum geahndet wird, nimmt das Falschparken eher zu als ab… Sollte irgendwann einmal die Feuerwehr diese Engstelle wegen eines Noteinsatzes passieren zu wollen, wäre es an dieser Stelle tagsüber unmöglich.

Spandaus Stadtmauer am Behnitz (Foto: Ralf Salecker)
Spandaus Stadtmauer am Behnitz (Foto: Ralf Salecker)

Autofahrer dürfen die Altstadt deutlich länger befahren, als Radfahrer. Ein Grund für diese Ungleichbehandlung ist nicht ersichtlich. Inzwischen ist es für immer mehr Autofahrer üblich, auch diese Zeiten frei auszudehnen. Autoverkehr bis nach 15 Uhr in der Altstadt ist in der Fußgängerzone immer häufiger anzutreffen. Dabei handelt es sich in der Regel nicht um mobilitätseingeschränkte Menschen, die mit ihrem Fahrzeug bis zum Arzt vorfahren. Der nördliche Teil des Reformationsplatzes ist inzwischen wieder ein Parkplatz geworden, so wie er es früher einmal war. Die vielbeworbene Fußgängerzone der Spandauer Altstadt verliert stetig ihren eigentlichen Charakter.

Uwe Hildebrandt stört es, dass Gewerbetreibende und Cafés die Gehwege mit Tischen, Stühlen und im Weg stehenden Tafeln belegen dürfen. Als Fußgänger werde ich gezwungen, das unbequeme Kopfsteinpflaster zu benutzen, der gehfreundliche Plattenweg wird durch das Gewerbe in Beschlag genommen. Umgekehrt wär´s richtig. Angeblich zahlt das Gewerbe für die Straßennutzung, jedoch ist dies für die Öffentlichkeit geheim, nirgends kann die Einnahme gesehen werden und nirgends ist dokumentiert, wofür die Einnahmen aufgewendet werden. Auch ist nicht klar definiert, wie viel Fläche genutzt werden darf. Vorbild München markiert für alle sichtbar die bezahlten Bereiche, warum ist das hier nicht so? Speziell das Café am Eingang der Altstadt finde ich zu sehr blockierend auf dem Plattenweg. Hier hätte ich keine Genehmigung für eine Nutzung des öffentlichen Wegs erteilt.

Museum und Café Spandovia Sacra (Foto: Ralf Salecker)
Museum und Café Spandovia Sacra (Foto: Ralf Salecker)

Kundenstopper sind in der Altstadt im Wortsinne eingesetzt. Sie informieren in ihrer unübersichtlichen Masse nicht mehr, sondern erzwingen bewusst und unbewusst Umwege der Fußgänger, weil er an ihnen nicht mehr vorbeikommt. Aus diesem Grund setzen manche Gewerbetreibende inzwischen Kundenstopper ein, die größer als ein durchschnittlicher Mensch sind. In Zukunft wird dieser „Größen-Wildwuchs“ sicherlich noch erheblich zunehmen. Jeder will dann den Nachbarn toppen. Um welchen Preis? Am unangenehmsten fallen die Kundenstopper am Anfang der Breite Straße, kurz vor dem Gotisch Haus, am Durchgang zu einem kleinen Innenhof auf. Hier wird wohl versucht, die Berliner Mauer wieder zu errichten. Mehr als ein halbes Dutzend dieser Ungetüme konkurrieren an dort miteinander. Fußgänger meiden dieses Stückchen immer häufiger. Menschen mit Rollstuhl oder anderen Gehhilfen haben keine Chance, diesen Bereich zu nutzen.

Yvonne Schläper hat grundsätzlich nichts gegen die Straßennutzung durch Cafés und Restaurants einzuwenden. Schließlich beleben sie die Altstadt. Was wäre ein Urlaub oder auch ein Einkauf ohne den Espresso. Dennoch würde ich mir eine hochwertigere Ausstattung der Möblierung im Altstadt-Kontext vorstellen. Ambiente entsteht durch ästhetische Gestaltung. In Spandau kann auch durch die abgestimmte Stadtmöblierung besonderes Flair entstehen. Palmen im Sommer in den Seitenstraßen?

Josephine Tetzner wünscht sich eine Umgestaltung des Spandauer Weihnachtsmarktes: Als Besucher der Altstadt ist man während des Weihnachtsmarktes aufgeschmissen. Ich wollte zu einem speziellen Geschäft, aber konnte es nur sehr schwer finden. Die Buden versperren die Sicht auf alle Geschäfte und eine Orientierung ist fast nicht möglich. Besucher ohne Ortskenntnisse werden dann nicht einkaufen gehen! Läuft man entlang der Geschäfte, darf man die „schönen“ Rückseiten der Buden mit ihren Mülleimern und Co begutachten. Wie wäre es, wenn die Weihnachtshütten mit der Rückseite zusammenstehen? Dann haben auch alle mehr Platz.

Kerstin Thurau möchte die Radwege an den Bushaltestellen auf beiden Seiten des Altstädter Ringes verlegen. Die Radwege im Bereich der Bushaltestellen beidseitig des Altstädter Ringes führen regelmäßig zu Konflikten zwischen Fahrgästen und Radfahrern. Prüfung der Verlegung.

Dieser Vorschlag findet eine recht große Zustimmung, lässt aber außer Acht, dass die „Verbannung“ von Verkehrsteilnehmern immer eine Lösung aus Hilflosigkeit wäre. Wer soll darüber entscheiden, welche Verkehrsteilnehmer wann, wo und wohin zu verschwinden haben?

Uwe Hildebrandt unterstützt die Überlegung der Verlegung mit einem Kommentar: Konflikte mit Radfahrern sind leider immer vorprogrammiert. Es ist offenbar bei vielen Menschen unbekannt, dass Fußgänger an Haltestellen absoluten Vorrang vor Fahrradfahrern haben. Radfahrer haben anzuhalten und zu warten, bis die Fahrgäste in oder aus dem Bus ausgestiegen sind. Wird von Radfahrern oft durch ignorantes Verhalten missachtet. Ich finde, dass dieses egoistische Verhalten nicht mit dem Verlegen von Radwegen belohnt werden sollte, zumal – wohin sollten denn die Fahrradwege verlegt werden?

Lindenufer, Blick von der Charlottenbrücke (Foto: Ralf Salecker)
Lindenufer, Blick von der Charlottenbrücke (Foto: Ralf Salecker)

Die Verdrängung von Verkehrsteilnehmern als Belohnung anzusehen ist ein bemerkenswerter Standpunkt. Dabei entgeht ihm als Fußgänger anscheinend, dass Radwege an den Bushaltestellen auch dann als Geh- und Wartezone von den Fußgängern genutzt werden, wenn keine Busse dort halten. Radfahrer werden ganz bewusst ignoriert und angepöbelt, weil sie den dortigen Radweg nutzen. Jede Medaille hat immer zwei Seiten… Die Radverkehrsführung vor dem Rathaus, an Spandaus größtem Verkehrsknotenpunkt öffentlicher Verkehrsmittel, ist sicherlich ein großes Problem – für alle Seiten. Eine Überlegung der Verkehrslenkung Berlin, zukünftig die Radfahrer zur Nutzung der Busspuren zwingen zu wollen, scheint mit etwas von darwinistischem Selektionsdruck zu haben… Absicht oder Schildbürgerstreich?

Florian Walslebe möchte endlich die Eingangssituation zur Altstadt verbessert wissen: Säuberung der Glasflächen der Eisenbahn-Fußgängerbrücke, neues Beleuchtungskonzept unter der Bahnbrücke, Entfernung der Kaugummis auf dem Fußweg, Ersetzen der Papierwerbewände gegen beleuchtete Digitalwände.

Die Deutsche Bundesbahn zeigt sich in diesem Bereich nicht immer ausreichend kooperationsbereit. Immerhin ist ein Beleuchtungskonzept für den Bereich unter der Brücke angedacht. Verschmutzung des Straßenlandes ist ein grundsätzliches Problem. Besser wäre es sicherlich, die Verschmutzung direkt zu ahnden, als den Verursachern hinterher zu räumen.

Tobias Gottberg möchte die Situation von Radfahrern und Fußgängern im Bereich Stresow verbessert wissen. Viele Spandauer nutzen die Möglichkeit über die Freiheit per Fahrrad in die Innenstadt zu fahren. Leider sind Stresowstraße & Freiheit stark befahren und beparkt. Viele Radfahrer weichen daher auf die Gehwege aus. Radwege würden die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöhen.

Idee: Zebrastreifen & Tempo 30. Die Ecke Stresowstraße/Freiheit ist stark befahren, 50km/h sind gestattet und werden auch gerne trotz schlechter Sicht (insb. In Richtung Altstadt) ausgefahren. Hinzu kommt das die Straße zu breit ist.

Daraus ergebenen sich folgende Probleme: Kinder können trotz Mittelinsel nicht sicher zur Grundschule. Die Ecke ist aufgrund der Raserei sehr laut. Auf dem Weg zur S-Bahn ist man gerade mit Kindern ständig „auf der Flucht“.

Flickschusterei in der Altstadt (18.02.2015)
Herr D. Müller ärgert sich seit Jahren über die Flickschusterei, die zu beobachten ist, sobald das Pflaster der Altstadt auszubessern ist. Fehlende Pflastersteine werden nicht etwa ersetzt, sondern die Stelle wird mit Teer o.ä. Material zugeschmiert. Betraf dies bislang einzelne Pflastersteine (was auch unangenehm auffällt und stets den Eindruck einer „Billiglösung“ hervorruft), ist dies seit kurzem auf einer Fläche von mehreren Quadratmetern in der Carl-Schurz-Sraße vor dem neuen Döner-Laden neben der Nordsee-Filiale zu beobachten. Wer ist dafür verantwortlich, wer veranlaßt dies bzw. wer in der Bezirksverwaltung läßt dies zu? Um hier Abhilfe zu schaffen, bedürfte es m.E. keines großen Umgestaltungsprojektes für die Altstadt. Aber es könnte wohl auch nicht schaden, wenn im Rahmen des Projektes auch für diesen Arbeitsbereich entsprechende Handlungsstandards festgeschrieben werden.

Überdachung Ausgang U-Bahn – Bahnhofseingang (18.02.2015)
Friedhelm Preetz bemängelt, wer bei starkem Regen die Bahnhofshalle verläßt um zur U-Bahn zu gelangen, erreicht sie gegenwärtig nur durchnäßt. Es fehlen lediglich ein paar Meter Überdachung um Abhilfe zu schaffen.
Wohl mögen die Jüngeren unter uns die Rolltreppe zur U-Bahn mit einem kurzen Sprint erreichen – ältere Semester und Gehbehinderte müssen in der Bahnhofshalle warten bis der Schauer vorbei ist.

Rathausvorplatz (18.02.2015)
Reinhard Große Sudhoff möchte den Rathausvorplatz insgesamt als Eintrittsbereich in die Altstadt neu gestaltet wissen. Hierzu sollten die U-Bahnzugänge einschließlich eines Fahrstuhls ebenfalls neu gestaltet werden (v.a. Entfall der Eingangsrampen). Der Radweg sollte aufgrund der gewonnenen Flächen in einer Schleife zum Rathaus hin verlegt werden und hierbei über den Fußweg am Mühlengraben geführt werden, so dass die Verkehrsraumkonflikte an den Bushaltestelle komplett entfallen. Flankierend sollten die Galenstraße für den Fahrraddurchgangsverkehr ertüchtigt und das Lindenufer frei gegeben werden. Die Altstadt sollte auch tagsüber mit dem Rad besser von allen Seiten erschließbar sein einschließlich entsprechender Abstellmöglichkeiten, damit Wegestrecken bis zu 3 km sich stärker auf das Rad verlagern (vgl. Kreuzberg, Bergmannkiez u.a. Bereiche in Berlin, mit Spandau vergleichbare Städte wie Freiburg, Osnabrück und Münster).

Umgestaltung des Möllentorsteig Brückengeländers (17.02.2015)
Uwe Hildebrandt wünscht sich, dass das Brückengeländer des Möllentorsteigs so umgebaut wird, dass das Anbringen von Vorhängeschlössern weitgehend unmöglich wird. Diese Unsitte führt a) zu Verletzungsgefahren und b) zu Bauwerksschäden. Leider zeigt sich auch hier wieder einmal, das heutige Ingenieure unfähig sind, solch kostenverursachende Geländer gar nicht erst zu bauen.

Kreuzung statt Kreisverkehr, Altstadtring schmaler (8.02.2015)
Christopher Wilkes wünscht sich einen schmaleren Altstadtring und statt des Kreisverkehrs am Falkenseer Platz eine Kreuzung.
Dadurch gibt es seiner Meinung nach mehr Platz für Menschen und Gebäude und eine bessere Verbindung der Altstadt mit den umgebenden Vierteln.
Burkhard Bartz, kann sich mit dieser Vorstellung nicht anfreunden. Ich kann diesem Gedanke leider nicht zustimmen, auch wenn ich zugeben muß, dass das Umfeld von der Altstadt damit entrückt ist. Jedoch können wir den Verkehr heute nicht mehr zurück drehen und eine Kreuzung würde an dieser Schnittstelle eine derartige Blockade hervor rufen, das die derzeitige Hauptverkehrszeit ein Kindergeburtstag dagegen wäre. Ausser in den äusersten Nachtstunden würde ein ständiger Stau auch die Luft in und um die Altstadt derart verschlächtern, das damit aus meiner Sicht mehr Schaden als Nutzen angerichtet wird.

Verbindung Arkaden/Altes Postamt-Bahnhof-Altstadt (3.02.2015)
Für Jürgen Becker bildet der Fernbahnhof eine Barriere am Rand der Altstadt. Hier bieten sich zwei ungenutzte U-Bahntunnel die weit in die Klosterstraße reichen als Verbindungselemente an. Mit Eingängen vor den Arkaden und vor dem alten Postamt (für das man schnellstens einen Um- oder Neubau- dann mit Eingang zum Tunnel- braucht) könnten die Tunnel als Passage dienen. Kleine Läden könnten dort auf den nicht genutzten Gleisen eingebaut werden. Oder Verkauf in alten U-Bahnwagen, wie damals auf dem U-Nollendorfplatz.
Uwe Hildebrandt fragt sich, welche ungenutzten Tunnel gemeint sein könnten. Die U-Bahn Tunnel unter der Klosterstraße werden für die Kehranlage der U-Bahn genutzt, so jedenfalls mein Kenntnisstand. Wie hier eine Querung möglich sein soll ist mir schleierhaft. Sinnvoll wäre es gewesen, die abseits gelegenen Arcaden erst gar nicht zu bauen, haben sie doch die Altstadt nachhaltig geschädigt. Darüber hinaus sind die Spandau Arcaden sehr schlecht realisiert worden, ein Einkaufszentrum, bei dem Säulen ständig im Weg stehen, offenbar hat hier der Architekt versagt. Vielleicht würde es möglich sein, die Fußgängerverteileranlage (Tunnel) des U-Bahnhofs so zu verändern, dass der Zugang zu den Arkaden einfacher wird.
Horst Dümichen findet die Idee ausgezeichnet und fragt, was eigentlich mit den unterirdischen Räumen unter dem Vorplatz des Rathauses geschehen soll? Das Loch war beim Bau der U-Bahn ja riesengroß.

Fußgängerampel über die Neuendorfer Strasse in Höhe Bismarckstrasse (2.02.2015)
Kai Schröder wünscht sich eine Fußgängerampel über die Neuendorfer Strasse in Höhe Bismarckstrasse. Wer mit dem Bus in Richtung Rathaus Spandau an der Haltestelle Wröhmännerpark ankommt, muss entweder bis zur Fußgängerampel in Höhe der Schönwalder Strasse zurücklaufen oder aber die beiden Fahrbahnen der Neuendorfer Strasse in Höhe der Bismarckstrasse ohne Ampel überqueren. Da die Neuendorfer Strasse an dieser Stelle aber einen leichten Rechtschwenk macht und das Haltestellenschild Wröhmännerpark die Sicht nach links versperrt, ist die Überquerung der Strasse in Höhe Bismarckstrasse nicht ganz ungefährlich. Aufgrund der gegenüber ansäßigen Kita „Oranienburger Tor“ wird dieser Übergang stark von kleinen Kindern mit ihren Eltern genutzt. Eine zusätzliche Fußgängerampel die auf die Ampeln an der Kreuzung Schönwalder Strasse/Neuendorfer Strasse abgestimmt ist, würde hier die Sicherheit erheblich erhöhen und bereits die Kleinsten mit der korrekten Benutzung eines Ampelüberganges durch tägliche Nutzung vertraut machen.
Bernd Bosecki, könnte sich auch einen Zebrastreifen an dieser Stelle vorstellen.
Uwe Hildebrandt meint dagegen, bis zur Ampel ist es nicht weit. Aus meiner Sicht ist die Ampel an der Schönwalder Str. / Neuendorfer Str. vollkommen ausreichend. Nur für die Bequemlichkeit einiger weniger hier eine weitere Ampel zu bauen sollte wohl pure Geldverschwendung sein. Die kleinen Kinder sind ja auch nicht allein unterwegs, sondern werden von ihren Eltern begleitet. So wird auch die Benutzung einer 20 m entfernt liegenden Ampel niemanden ernsthaft überfordern.

Schutzgitter Seegefelder Strasse auf der Bahnhofsseite (2.02.2015)
Kai Schröder beobachtet immer wieder, dass Fußgänger die aus Richtung Bahnhof kommen, die Seegefelder Strasse direkt gegenüber der Bushaltestelle überqueren, statt die wenige Meter weiter rechts befindliche Fußgängerampel zu benutzen. Um dies zu verhindern, sollte zwischen Fahrbahn und daneben befindlichem Radweg ein Schutzgitter errichtet werden, dass von der bahnhofsseitigen Bushaltestelle bis vor zur Ampel verläuft. Der Radweg wäre dann hinter dem Haltestellenhäuschen entlang zu führen, so das Radfahrer entweder bereits vor der Haltestelle auf den Bahnhofsvorplatz fahren können oder aber ihren Weg in Richtung Kreuzung abseits der auf den Bus wartenden Fußgänger fortsetzen können.

Taxi Halteplatz und Parkplatz vor dem Bahnhof (2.02.2015)
Herr Bosecki fordert einen Taxi Halteplatz und Parkplatz vor dem Bahnhof. Wenn Spandau sich erneuern will, gehört auch der Platz vor dem Bahnhof dazu sowie das umliegende Feld.
1. Parkplatz vor dem Bahnhof. Eine Schranke bauen mit einem Parkplatzschild, wo die Anzahl der freien Parkplätze sowie auch der Taxen angezeigt wird. Wenn z.B 10 Taxen Platz haben, kann erst dann ein Taxi wieder rauffahren wenn ein Platz frei wird, heute blockieren die Taxen den halben Parkplatz.
Erste halbe Stunde ist frei, dann 0,50€ jede angefangene 1/2 Stunde. Spandauer Taxen erhalten vom Gewerbeamt eine Parkplatzkarte mit Kennzeichen.
Alternativ: Parkplatz vor dem Bahnhof für PKW´s mit Schranke. Taxen bekommen auf der Rückseite des Bahnhofs eine Einfahrtspur neben den Lieferfahrzeugen und fahren raus aus der Ausfahrt der Lieferfahrzeuge.

Parkhaus auf dem Gelände der alten Post (2.02.2015)
Herr Bosecki meint, die alte Post sollte abgerissen werden. Dort könnte man ein öffentliches Parkhaus bauen.
Thomas Claudius bemerkt dazu, als erstes sollte man mal die Vorstellung und Eitelkeit, dass eine Bebauung den Rathausturm nicht überragen darf, über Bord werfen. Diese exponierte Spandaulage sollte mit einem neuen Wahrzeichen, auch unter Ausnutzung ökonomischer Notwendigkeiten für Investoren, in Form eines futuristischen, ökologischen Hochhauses, aufgewertet werden. Spandau sollte sich mal etwas wagen, was es in China, USA und Dubai längst gibt. Für die Nutzung bieten sich zig verschiedene Möglichkeiten, doch bitte kein Einzelhandel/Gastronomie, um die Altstadt nicht noch mehr zu ruinieren. Ein sicherlich auch für Investoren interessantes Mischkonzept aus günstigen Wohnungen z.B.: für Studenten, welche sich quer finanzieren, durch weitere Luxusappartements, Bordinghouskozept, vollautomatisches Parkhaussystem und Diskothek (welche schon lange fehlt) etc. So finden dort viele Lang- u. Kurzzeitmieter Unterkunft und beleben die Altstadt.
Marion Guder ist bei einem Abriss der alten Post sofort dabei. Die alte Post macht einen schlechten Eindruck. Gegenüber steht das Hotel, wenn ich dort einchecken würde und müßte aus meinem Fenster auf die alte Post blicken, würde ich denken ich bin auf einem Hinterhof, leider. Ich würde dort gern einen überdachten Fahrradparkplatz sehen, dieser sollte aber von der Strassenseite aus begrünt werden und evtl. Sichtzäune haben.
Hans Werft möchte dort lieber Wohnungen oder ein Studentenheim sehen. Eventuell in der Halle dahinter eine Veranstaltungshalle bzw. Mehrzweckhalle für Kulturelle Zwecke.
Lisa Möller wünscht sich einen Carsharing-Parkplatz. Bis jetzt wird carsharing nur in der Innenstadt, also noch nicht in Spandau angeboten. Mir wurde von einem anbieter gesagt, dass es keine parkplätze in der unmittelbaren nähe des bahnhofs gibt und es deshalb unrentabel wäre. wenn man den „post“parkplatz saniert, könnte an dort z.b. einige plätze für das carsharing blockieren.
wenn man schon parkplätze anlegt oder ein parkhaus mit errichtet, um eine mehrzweckhalle füllen zu können, die definitiv in Spandau fehlt, wäre das nicht schlecht.

Busbahnhof am Altstädte Ring und Begrünung Rathausvorplatz (2.02.2015)
Herr Bosecki wünscht sich einen Busbahnhof am Altstädte Ring und eine Begrünung des Rathausvorplatzes. Einen Teil des Münsingerparkes und den Bürgersteig des Altstädter Ringes umbauen für alle Buslinien zum Busbahnhof. Dafür den Platz vor dem Rathaus begrünen.
Stefan Feist erwidert darauf, man solle die Bürger nicht vertreiben sondern Besucheranreize stärken. Eine Anbindung der Altstadt an die umliegende Bebauung wird erreicht durch die Verschmälerung des Altstädter Ringes auf die halbe Breite und Umbau des Kreisverkehrs zu einer Kreuzung. Dazu wird für den übergeordneten Verkehr eine Ostspange zwischen Am Juliusturm und Ruhlebener Straße gebaut. Der Busverkehr wird auf einen getrennten Busbahnhof verlegt. Flächen für den Wohnungsbau entstehen. Haltemöglichkeiten vor dem Bahnhof zum Abholen und Bringen von Fahrgästen sollten geschaffen werden. Um die Bürger zum Flanieren und Verweilen in der Altstadt zu motivieren muß die Parkgebühr abgeschafft werden. Wir brauchen dort keine Abschreckung! Rund um die Altstadt sind genügend Flächen für Parkplätze vorhanden. Die Lage der Altstadt am Wasser wird nicht genutzt. Eine Bebauung bis ans Wasser ergänzen und mit einer städtischen Uferprommenade (mit Cafes, Restaurants, Hafenmole) versehen. Nördlich und südlich kann diese in Grünanlagen übergehen. Im Bereich der Altstadt sollten aber städtische Nutzungen einen Vorrang haben.

Behindertenparkplätze (2.02.2015)
Guido Fehling fehlen Behindertenparkplätze im Bereich der Altstadt. Im östliche Zugangsbereich zur Altstadt (von der Charlottenbrücke her) ein oder zwei Behindertenparkplätze zu schaffen, da solche – soweit bekannt – bisher erst unter dem Parkhaus Altstädter Ring vorhanden sind. Als Standorte schlage ich einen Stellplatz in der Be- und Endladezone vor den Häusern Breite Straße 61 bis 66 und/oder einen Stellplatz am Lindenufer vor dem Seniorenclub vor.
Katja Lemke ergänzt dazu, in der gesamten Altstadt befinden sich viel zu wenig Behindertenparkplätze. Die wenigen sind viel zu weit entfernt vom der Fußgängerzone(Marktplatz). Man muss schließlich bedenken diese Menschen haben eine Gehbehinderung und können keine weiten Strecken laufen und dann noch dieses unebene Pflaster. Zwischen dem Brauhaus, und der kleinen Brücke die zur Altstadt führt gibt es Parkplätze, aber mit Wackersteinen. So etwas müsste man ändern (man bedenke auch einmal die Winterzeit). Man hat mehrere Straßen die bis an die Fußgängerzone ragen und das von allen Seiten, diese müssen nicht ungenutzt oder nur den Taxen vorbehalten sein.

Fahrradständer (2.02.2015)
Birgit Lisson behauptet, kein Stadtplaner, Bürgermeister oder Aufsichtsrat der Bahn hat jemals versucht, sein Fahrrad vor dem Bahnhof anzuschließen. Die Fahrradständer sind immer überfüllt und so eng gebaut, dass es schwerfällt, das Fahrrad dort fest anzuschließen. Ich schlage vor, mehr Fahrradständer zu bauen und sie so zu konstruieren, dass das Fahrrad mit dem Schloss an dem Ständer angeschlossen werden und damit auch nicht so schnell gestohlen werden kann.
Gabriele Büchner ergänzt dazu, auch in der Altstadt ist es schwer einen Fahrradparkplatz zu finden. Bei den Festen (Altstadtfest, Weihnachtsmarkt, etc.) sind sogar die wenigen vorhandenen Fahrradständer nicht nutzbar.
Am Lindenufer wird der Havelradweg ausgebaut, da sind in Zukunft also auch Touristen zu erwarten, die für einen Altstadtbummel ihr Fahrrad irgenwo anschließen müssen. War es nicht mal im Gespräch, dass Spandau ein fahrradfreundlicher Bezirk werden möchte?
Marion Guder bemängelt Fahrräder in der Altstadt an Häuserwänden, an Parkbänken, Laternen oder an Bäumen. Um der Altstadt ein ansehnlicheres Bild zu geben und mit den wenigen Parkbänken, Bäumen etc sinnvoll umzugehen und diese zu schützen, gehören keine Fahrräder angestellt oder gar angeschlossen, auch haben da keine Fahrradschlösser dran zu bleiben. Hier würde ich mir wünschen, dass Fahrräder entweder durch Fahrradständer vor den Geschäften, oder ist das nicht möglich, dann auf einem Fahrradparkplatz sicher angeschlosen werden könnten. Die alte Post ist dafür sehr geeignet, erst recht wenn diese Fahrradplätze überdacht werden. Der Weg in die Altstadt und in die Arkaden ist zentral und kann jedem zugemutet werden. So wäre der Schandfleck alte Post schneller weg, denn das Unternehmen Fahrradparkplatz kostet keine Unsummen.

Radweg (1.02.2015)
Axel Scheider fordert eine Verlegung der Radwege. Der, die Radwege am Rathaus-Spandau, sollten hinter den Wartehäuschen entlang laufen.

Nutzung der Gehwege durch Gewerbetreibende (17.12.2014)
Uwe Hildebrandt stört es, dass Gewerbetreibende Cafes die Gehwege mit Tischen, Stühlen und im Weg stehenden Tafeln belegen dürfen. Als Fußgänger werde ich gezwungen, das unbequeme Kopfsteinpflaster zu benutzen, der gehfreundliche Plattenweg wird durch das Gewerbe in Beschlag genommen. Umgekehrt wärs richtig. Angeblich zahlt das Gewerbe für die Straßennutzung, jedoch ist dies für die Öffentlichkeit geheim, nirgends kann die Einnahme gesehen werden und nirgends ist dokumentier wofür die Einnahmen aufgewendet werden. Auch ist nicht klar definiert, wie viel Fläche genutzt werden darf. Vorbild München markiert für alle sichtbar die bezahlten Bereiche, warum ist das hier nicht so? Speziell das Cafe am Eingang der Altstadt finde ich zu sehr blockierend auf dem Plattenweg. Hier hätte ich keine Genehmigung für eine Nutzung des öffentlichen Wegs erteilt.
Yvonne Schläper erwidert darau, die Straßennutzung durch Cafes und Restaurants belebt die Altstadt. Was wäre ein Urlaub oder auch ein Einkauf ohne den Espresso. Dennoch würde ich mir eine hochwertigere Ausstattung der Möblierung im Altstadt-Kontext vorstellen. Ambiente entsteht durch ästhetische Gestaltung. In Spandau kann auch durch die abgestimmte Stadtmöblierung besonderes Flair entstehen. Palmen im Sommer in den Seitenstraßen?

Umgestaltung Weihnachtsmarkt (11.12.2014)
Josephine Tetzner wünscht sich eine Umgestaltung des Spandauer Weihnachtsmarktes. Als Besucher der Altstadt ist man während des Weihnachtsmarktes aufgeschmissen. Ich wollte zu einem speziellen Geschäft, aber konnte es nur sehr schwer finden. Die Buden versperren die Sicht auf alle Geschäfte und eine Orientierung ist fast nicht möglich. Besucher ohne Ortskenntnisse werden dann nicht einkaufen gehen! Läuft man entlang der Geschäfte, darf man die „schönen“ Rückseiten der Buden mit ihren Mülleimern und Co begutachten. Wie wäre es, wenn die Weihnachtshütten mit der Rückseite zusammenstehen? Dann haben auch alle mehr Platz.

Kategorie: Stadtgestalt, Bebauung und Wohnen

Uwe Hildebrandt ist der Vandalismus im Stadtbild ein Dorn im Auge. Die Pergolaanlage am Eingang zum Wröhmännerpark leidet seit Ewigkeiten unter dem Vandalismus, der heute überall offensichtlich ist. Alle Beleuchtungen sind zerschlagen und haben nach meiner Erfahrung sowieso noch niemals geleuchtet. Ich fände es an der Zeit, die Pergolaanlage abzureißen oder wenigstens die Lampen durch geeignete Pflastersteine zu ersetzen. So wie es jetzt ist, ist die Verweilqualität an diesem Ort einfach nur schlecht!

Yvonne Schläper hofft, durch eine Belebung am Wröhmännerpark dem Vandalismus vorzubeugen zu können. Der Park lädt nicht zum Verweilen ein, dient als Durchgang zum Gelände der ehemaligen Schuldheiß-Brauerei. Bessere Beleuchtung, vielleicht Minigolf, Beach-Volleyballfeld. Beteiligung der Jugendlichen zur Gestaltung und Nutzung. Ideenwettbewerb Städtebau-Studenten.

Im Wröhmänner Park wacht Diana, die Göttin der Jagd (Foto: Ralf Salecker - www.unterwegs-in-spandau.de)
Im Wröhmänner Park wacht Diana, die Göttin der Jagd (Foto: Ralf Salecker – www.unterwegs-in-spandau.de)

Der vor kurzem erst von Grund auf neu gestaltete Spielplatz im nördlichen Bereich, aber auch das neu angelegte Wegstück im südlichen Bereich sind da sicherlich ein guter Anfang. In der wärmeren Jahreszeit vergnügen sich Sportler auf der großen Liegewiese beim Slacklining.

Geht man vom Wröhmännerpark in Richtung Brauhaus, fällt die Autowerkstatt kurz davor ins Auge. Hier könnte sich Uwe Hildebrandt eine bessere Nutzung vorstellen.

Ich finde es schade, dass hier eine Autowerkstatt angesiedelt ist, die so gar nicht an die gepflegte Kita links und das Brauhaus rechts angepasst ist. Das ungepflegte Gebäude sollte an dieser Stelle einer anderen Nutzung zugeführt oder wenigstens sollte dafür Sorge getragen werden, dass dieser Schandfleck einmal überarbeitet wird.

Manfred Liepe schlägt vor, die Fußgängerzone in der Altstadt etwas zu erweitern oder wenigstens eine gemischte Nutzung von Straßen anzudenken. Die Jüdenstraße von der Moritzstraße Richtung Schule und Viktoriaufer nur für Anlieger mit dem Auto befahrbar machen und teilweise begrünen.

Uwe Hildebrandt findet diesen Vorschlag im Grunde nicht schlecht, verweist aber auf das Problem der Überwachung. Wer kontrolliert, ob Anlieger oder nicht dort fährt? Die Fußgängerzone wird in den letzten Jahren immer häufiger mit PKW befahren, die definitiv dort nicht fahren dürften. Das kontrolliert niemand, das interessiert auch niemanden bei den Behörden.

In der Spandauer Altstadt gibt es eine „Straße des Grauens“. Die Sichtachse vom Marktplatz zur Nikolaikirche, die Mönchstraße, ist zweifelsohne einer der größten Schandflecken in der Altstadt. Nicht nur der fehlende Freiherr vom Stein nimmt der Straße den möglichen Glanz.

Frank Michael: Vom Marktplatz hat man eine schöne Sichtachse zur St. Nicolai-Kirche. Während des Weihnachtsmarktes waren die hässlichen Häuserwände des Gebäudes Woolworth und auf der anderen Seite von Kaiser`s durch schön bemalte Holzständerwerke verdeckt. Meine Idee: Die hässlichen Hauswände mit großen Infotafeln optisch verschönern. Bestückt werden könnten diese mit Infos u. Fotos zur Spandauer Geschichte. Wenn aus rechtlichen Gründen keine Anbringung an den Hauswänden erfolgen kann, dann vielleicht Infotafeln direkt davor stellen. Alternativ wäre auch eine Begrünung der Wände wünschenswert. Ein paar Bänke dazu, dies würde zum Verweilen auf dem Marktplatz einladen.

Uwe Hildebrandt erhofft sich eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität auf dem Markt, wenn das gemauerte Blumenbeet nicht mit einer Platte zugenagelt wäre. So viel kosten Blumen nicht, um diese dort zu pflanzen. Etwas nervig ist auch das Klimperhopsedingens auf dem Spielplatz, das möchte man sich auch nicht anhören, wenn man auf einer Bank sitzt und einfach mal abschalten will.

Zitadelle Spandau,  Mittelalter-Burgfest im September, Innenhof (Foto: Ralf Salecker)
Zitadelle Spandau, Mittelalter-Burgfest im September, Innenhof (Foto: Ralf Salecker)

Dem widerspricht Karsten Westermann energisch. Das Klimperhopsedings ist so ziemlich das einzig Interessante für Kinder die Ihre Eltern in die Altstadt begleiten. Statt es abzureißen würde ich eher eine weitere attraktive Ruhezone in zentraler Altstadtlage errichten und ggfs. das liegende Rückgrat dafür opfern. Den Minispielplatz empfehle ich zu erweitern um die Aufenthaltsqualität für Familien zu erhöhen.

Ulrike Künzel findet das Rathausgebäude an sich ist ganz schön. Jedoch lässt die graue Farbe das Gebäude sehr trist erscheinen. Ich gehe oft am Rathaus vorbei und denke mir, dass allein ein neuer Anstrich dem Rathaus neuen Glanz verleihen würde. Das gilt meiner Meinung nach nicht nur für das Rathausgebäude, sondern auch für alle anderen grauen Gebäude in Spandau. Das Rathaus von viele Orten aus zu sehen und das erste, was man sieht, wenn man im Zentrum von Spandau ankommt und somit finde ich es vor allem hier wichtig.

Tobias Krisch wirft ein, das wird aus denkmalschutzrechtlichen Gründen voraussichtlich nicht möglich sein – aber die Idee, das Rathaus oder andere prominente Gebäude abends in interessanten Farben zu füllen oder mit Projektionen zu versehen, mag eine gute Alternative sein.

Peter Karsten ergänzt, es muss ja kein neuer Anstrich sein – der ohnehin nach kurzer Zeit wieder vergraut. Eine attraktive Beleuchtung durch „Anstrahlen“ würde völlig genügen. Hierbei könnte man dann auch farblich variieren.

Während des Weihnachtsmarktes und im Rahmen des festival of lights vor einigen Jahren leuchtete der Rathausturm schon einmal. Die Wünsche nach einer Beleuchtung könnten sich irgendwann erfüllen. Eine private Spendenaktion des Wirtschaftshofes zur Beleuchtung des Rathauses läuft noch und hofft auf freigiebige Spandauer.

Der Bahn scheint das Umfeld des Bahnhofs gleichgültig zu sein. Spandaus Bürger hoffen auf Verbesserungen. Florian Walslebe wünscht sich eine Efeunachbepflanzung der S-Bahn-Schallschutzwände und eine Neupflanzung von Büschen. In den vergangenen Jahren sind viele Pflanzen abgestorben oder gar nicht erst angewachsen. Hier fände ich eine Verbesserung schön.

Spandau hat einige Gebäude, die sich zu attraktiven Wohnlagen ausbauen ließen. So meint Hartmut Baar: Die verlassenen ehemaligen Fabrik- und Lagerhallen an der Spreemündung gegenüber der Altstadt sind geeignet für hochwertigen Wohnungsbau (Lofts).

Uwe Hildebrandt bemerkt dazu lakonisch: Eigentum verpflichtet. Nach meinem Kenntnisstand ist hier der Eigentümer der Immobilie nicht willens, etwas zu verändern. Leider ist sehr oft der Grundsatz „Eigentum verpflichtet“ in diesem Lande missachtet. Vielleicht kann die Stadt hier etwas Druck aufbauen, um diese Brache einer vernünftigen Nutzung zuzuführen. Diese Gebäude sind schon seit Jahrzehnten ungenutzt und führen zu dem schlechten Flair in dieser Umgebung.

Gabriele Büchner unterstützt den Gedanken an neuen Wohnraum in der ehemaligen Geschützfabrik, grenzt diesen aber ein. Ich stimme soweit mit Ihnen überein, dass die Gebäude genutzt werden sollten. Allerdings eher für bezahlbaren Wohnraum, nicht für teure Lofts. Oder noch besser für eine Markthalle oder einen Coworking-Space für Kreative mit einem Anleger am Ufer.

Bildung, Kultur und Geschichte

Markgrafen, Kurfürsten und Könige, die Figuren der Siegesallee auf der Zitadelle (Foto: Ralf Salecker)
Markgrafen, Kurfürsten und Könige, die Figuren der Siegesallee auf der Zitadelle (Foto: Ralf Salecker)

Das Kulturhaus Spandau ist Dank des unermüdlichen Einsatzes vieler Beteiligter in Spandau nicht mehr wegzudenken. Ein Wermutstropfen ist bei diesem vielbesuchten Haus nur das wenig attraktive Äußere. Susanne Babst ist der Überzeugung, dass sich durch einen schöneren Eingangsbereich mehr Besucher anlocken ließen. Ich würde mir wünschen, dass der Kulturbereich in der Altstadt Spandau mehr unterstützt wird, dass es auch für alle Spandauer ein Ort wird, den man abends gerne aufsuchen möchte.

Andreas Gerstner hat einige Überlegungen zu Spandaus Wahrzeichen, der Zitadelle. Die Zitadelle liegt außerhalb der „Großveranstaltungen“ im Dämmerschlaf. Das „tägliche“ (Museums-)Angebot auf der Zitadelle ist hinsichtlich der Öffnungszeiten und inhaltlich wenig attraktiv. Daran ändern auch die derzeit herangekarrten Denkmäler nichts. Die „Denkmäler“ aus der Ex-„DDR“ sind auf der Zitadelle eh fehl am Platz!

Eine attraktive und umfangreiche Dauerausstellung zur Geschichte der Festung und zur Geschichte Spandaus als Militär- und Industriestadt auch in der Art eines „Mit-mach-Museums“ wie z.B. im Technikmuseum Berlin wäre wünschenswert.

Andererseits sind die Veranstaltungen wie z.B. das Ritter- und das Lichterfest hinsichtlich der Eintrittspreise extrem überteuert, das kulinarische Angebot ist, vermutlich durch das Monopol des Betreibers der Zitadellenschänke, qualitativ eher eingeschränkt, dafür jedoch ebenfalls überteuert.

Die Dauerausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ auf der Geschichtsinsel Zitadelle wird zweifelsohne eine Bereicherung des kulturellen Angebots in Spandau sein. 150 Skulpturen, davon 32 Standbilder der früheren Siegesallee im Tiergarten, und Büsten vergangener Epochen, soll zeigen, wie schnell mit der Beseitigung von Skulpturen in der Historie auch deutsche Geschichte entsorgt wurde. Ein Lenin-Kopf gehört selbstverständlich dazu, schließlich geht es nicht um eine Glorifizierung, sondern um eine vernünftige Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte.

Viele vergessen, dass der Behnitz, oder Kolk, wie er auch genannt wird, mit zur Altstadt gehört. Die Straße Am Juliusturm hat diese Verbindung merkbar unterbrochen. Helmut Kißner stellt fest, der älteste Teil von Spandau ist fast vollkommen in der Behandlung der Öffentlichkeit verschwunden. Es ist der Kolk/Behnitz/Möllentordamm. Letzteres war sogar einmal eine eigene selbständige Gemeinde. Aber wer weist auf die „Altstadt“ noch hin? Und auf die Kirche St. Marien? Oder die Geschichte der alten Fachwerkhäuser die noch stehen? Die heutige Altstadt beginnt leider erst mit der Fußgängerzone, weiter nichts. So schön sie auch ist, aber Spandau hat mehr zu bieten als eine abgeteilte Altstadt.

Landschaft und Wasser

Kerstin Thurau wünscht sich eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität am Lindenufer zwischen Juliusturmbrücke und Charlottenbrücke. Mit der Umgestaltung des Lindenufers, die im letzten Jahr ihren Anfang nahm und in diesem Jahr ihre Fortsetzung findet, geht dieser Wunsch zeitnah in Erfüllung, auch wenn ihr nicht alle Ergebnisse gefallen.

Wahrnehmbarkeit der Havel verbessern, Prüfung der Verlegung der Liegeplätze für die Berufsschifffahrt, neben der positiven Gestaltung des Spielplatzes auch an andere Nutzer denken, Schaffung von mehr Sitzmöglichkeiten, Einrichtung eines Bouleplatzes o.ä., Gastronomie, Verbesserung der Pflege des Blumenbeetes in der Nähe der Hertefeldstraße, der Sinn der neu gestalteten Fläche unter der Juliusturmbrücke erschließt sich nicht.

Dem letzten Satz kann Uwe Hildebrandt offensichtlich aus vollem Herzen zustimmen. Danke für diese Anmerkung! Der Sinn der Fläche unter der Brücke ist offenbar nur einer: Geld verbrennen für jemanden, der diesen Blödsinn entworfen hat! Leider ist der Uferweg stark Fahrradbefahren, Fußgänger geraten da oft unter die Räder, das nervt! Deshalb, mein Wunsch: Für Radfahrer sperren und mehr für Fußgänger machen.

Spandau als radfahrfreie Stadt? Die letzte Bemerkung würde für Radfahrer eine recht schwierige Situation schaffen, schließlich möchte der Kommentator die Radfahrer auch vor dem Rathaus vertrieben wissen…

Der Uferweg am Lindenufer wird im Zuge der Neugestaltung zu einem Weg für Fußgänger UND Radfahrer. Nicht jeder freut sich darüber, sondern prophezeit heftige Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern. Darum erstaunt es umso mehr, dass alle anderen Stellen des Weges entlang der Havel in Richtung Hennigsdorf frei von solchen Problemen sind. Wenn beide Seiten aufeinander Rücksicht nehmen, was auch in anderen alltäglichen Bereichen angebracht wäre, würden wir insgesamt besser miteinander auskommen.

Kerstin Thurau schlägt vor, die Wahrnehmbarkeit der Havel zu verbessern. Die starke Versiegelung ist wenig attraktiv, Auflockerung des Angebotes an Sitzmöglichkeiten, Einrichtung eines Bouleplatzes o.ä., Gastronomie.

Den Charme des Lindenufers möchte auch Yvonne Schläper besser gewürdigt wissen. Das Lindenufer, die einmalige Lage zur Havel, ist eine Besonderheit, es ist nur ein Katzensprung vom Treiben der Altstadt entfernt. Dies könnte durch weitere Attraktionen hervorgehoben werden. Gastronomie und Angebote für Kinder und Familien lassen eine längere Verweildauer für Besucher und Bevölkerung erwarten. Eine besondere Stadtbeschilderung, Pflasterung ergänzt mit einer wegbegleitenden Bepflanzung könnte die Menschen zum Lindenufer führen.

Karsten Westermann findet die Idee eines Bouleplatzes am Lindenufer großartig. Der Mittelstreifen der Schloßstraße in Charlottenburg wird seit Jahrzehnten entsprechend genutzt und bringt die Leute unkompliziert in Kontakt. Ein Gastronomiebetrieb mit einem kleinen Biergarten würde eine solche Einrichtung perfekt ergänzen.

Tobias Gottberg wünscht sich einige Veränderungen im Stresow. Nachdem nunmehr der Spielplatz auf der gegenüberliegenden Seite (also am Lindenufer) erneuert wurde, würde ich mir an dieser Stelle einen Spielplatz für Kinder im Alter >6 Jahre mit einer großen Kletterburg, Schaukeln und Seilbahnen wünschen. Schöne Beispiele hierfür findet man z.B. im Stadtpark Steglitz oder auch im Berliner Zoo.

Tobias Gottberg missfällt die immer mal wieder auftretende Aromatisierung der Umgebungsluft durch den nahe gelegenen Aromaproduzenten. Es liegt was in der Luft… Die meisten Anwohner werden es bereits einmal erlebt haben, dass irgendwelche Gerüche (Süßigkeiten, Cola, o.ä.) in der Luft liegen. Es würde die Wohnqualität bzw. Attraktivität des Kiezes deutlich steigern wenn man diese Gerüche wegfiltern könnte!

Für den Bereich zwischen Charlottenbrücke bis S-Bahn Stresow fehlt ein Grünflächenkonzept. Die Grünflächen wirken leider oft ungepflegt, vermüllt und lieblos gestaltet. Hinzu kommt, dass leider überhaupt keine Straßenbäume existieren. Dadurch dass alles „zubetoniert“ ist und auch Fassaden z.T. ungepflegt sind entsteht vom S-Bahnhof Stresow in die Altstadt kommend kein einladender Eindruck.

(Stand 1.2.2015)

Sie haben es geschafft!

:-)