Kladower Christkindlmarkt abgesagt

Weihnachtsmarkt am Imchenplatz wegen schlechten Wetters abgeblasen

Zum 23. Mal hätte es diesem traditionellen Markt im Süden Spandaus geben sollten. Wie üblich an zwei Tagen im Dezember.

Der erste Tag war so, wie ein Weihnachtsmarkt sein sollte. Frischer Schnee und Sonnenschein ließen viele Gäste fröhlich über den bunt bestückten Markt in Kladow auf dem Imchenplatz flanieren. In der Dunkelheit bot sich dann ein romantisches Bild, als viele Stände in buntem Lichterglanz erstrahlten. Kaum Kitsch und üblicher Kommerz, der sonst viele Märkte dominiert, störte hier das Bild. Bei Kunst, Kunsthandwerk und privaten Basteleien kamen hier die Besucher voll auf ihre Kosten. Preiswerte Getränke und Essstände, ließen dort lange Schlangen entstehen.

Am zweiten Tag hatte es Petrus anscheinend anders gewollt. Die Wettervorhersagen kündigten feuchten Schnee, stärke Windböen und Tauwetter an. Der Veranstalter erzählte von einem Nachrichtenbericht, in dem den Berlinern empfohlen wurde, wegen des Wetters lieber daheim zu bleiben.

Eine ganze Reihe von Ständen, die direkt am Ufer platziert waren, hatte der Wind umgeweht. Personen kamen nicht zu Schaden. Der Schaden für die Standbetreiber, bei komplett mit Waren bestückten Ständen, wäre recht schmerzhaft gewesen.

1 1/2 Stunden vor dem Beginn des Marktes, nur ein Teil der Stände waren schon bestückt, sagte der Veranstalter den Markt ab. Welche finanziellen Regelung für diejenigen aussieht, die ihre Stände bezahlt haben, aber nicht nutzen konnten, steht noch in den Sternen. Trotz des finanziellen Schadens, ist die Entscheidung vernünftig und verantwortungsbewusst gewesen.

Der Veranstalter geht für den Markt von 25000 Euro Fixkosten aus. Ohne das ehrenamtliche Engagement vieler Teilnehmer, die fleißig Getränke und Esswaren zum Verkauf anboten, wäre der Markt wohl kaum zu stemmen.

Ein traditionsreicher Weihnachtsmarkt, der nun einen Berg an Kosten vor sich hat.

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist