Am Sonntag steht am Hahneberg alles im Zeichen der Schafe: Die Naturschutzstation lädt am 12. Juli 2026 zu ihrem traditionellen „Schafstag“ ein und bietet Besucherinnen und Besuchern ein abwechslungsreiches Programm rund um die Bedeutung der Tiere für Landschaftspflege, Naturschutz und Handwerk.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen praxisnahe Einblicke in die Arbeit der Schäferei. Ein Höhepunkt ist die Hütehundvorführung, bei der erfahrene Hirten gemeinsam mit ihren speziell ausgebildeten Hunden demonstrieren, wie Schafherden präzise und stressfrei gelenkt werden. Die Vorführung verdeutlicht eindrucksvoll das Zusammenspiel von Mensch, Tier und Natur – und zeigt, warum Hütehunde bis heute eine zentrale Rolle in der Weidetierhaltung spielen.
Auch die traditionelle Verarbeitung von Wolle wird anschaulich vermittelt: Bei einer Schau-Schur können Gäste miterleben, wie Schafe fachgerecht geschoren werden. Ergänzend dazu gibt es Informationen und Mitmachangebote rund um die Weiterverarbeitung des Naturmaterials. Entsprechende Produkte können vor Ort erworben werden.
Familien mit Kindern erwartet ein besonders vielfältiges Angebot. Neben einer Schnitzeljagd sorgen zahlreiche Mitmachaktionen für einen spielerischen Zugang zum Thema. Im Schafstall präsentieren Amy und Hans Bilger zudem mehrfach eine musikalisch begleitete Mitmachgeschichte, die sich speziell an junge Besucher richtet.
Darüber hinaus wird ein geführter Rundgang zur Landschaftspflege angeboten, der die wichtige Rolle von Schafen für den Erhalt offener Kulturlandschaften erläutert. Kulinarisch wird die Veranstaltung durch Getränke sowie frisch zubereitete Crêpes und Galettes ergänzt.
Der „Schafstag“ beginnt um 14:00 Uhr an der Naturschutzstation Hahneberg (Heerstraße 549, 13593 Berlin). Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis. Mit den Einnahmen unterstützt die Einrichtung ihre Arbeit in der Umweltbildung sowie im praktischen Naturschutz.
Naturschutzstation Hahneberg
Die Naturschutzstation Hahneberg ist weit mehr als ein Ausflugsziel am Rand Berlins: Sie verbindet Naturschutz, Umweltbildung und regionale Landwirtschaft zu einem Ort, an dem Spandau seine ländliche Seite bewahrt und zugleich öffentlich erfahrbar macht. Das Gelände am Hahneberg steht für eine Mischung aus Naturerlebnis, praktischer Bildung und ehrenamtlich oder institutionell getragener Pflege einer besonderen Kulturlandschaft.
Ein Ort zwischen Stadt und Landschaft
Wer den Hahneberg in Staaken besucht, erlebt einen seltenen Kontrast: Auf der einen Seite liegen Heerstraße, Wohngebiete und Verkehr, auf der anderen Seite öffnen sich Weite, Wiesen und der Blick über Spandau hinaus. Genau diese Lage macht die Naturschutzstation so interessant, weil sie eine Art Pufferzone zwischen urbanem Alltag und naturnaher Landschaft bildet. Der Ort wird in Berlin seit Jahren als Ausflugsziel wahrgenommen, das nicht nur Spaziergänge ermöglicht, sondern auch zeigt, wie Naturschutz im Stadtraum praktisch funktioniert.
Die Station ist deshalb auch ein Lernort. Besucherinnen und Besucher begegnen dort Themen wie Artenvielfalt, Weidewirtschaft, alte Haustierrassen und die Pflege offener Flächen. Gerade in einer Metropole wie Berlin ist das bedeutsam, weil solche Orte Wissen nicht abstrakt vermitteln, sondern direkt am Gelände, an Tieren und an konkreten Projekten.
Naturschutz mit Praxisbezug
Die Naturschutzstation arbeitet sichtbar mit Schafen und Ziegen, was mehr ist als nur ein idyllisches Bild. Die Tiere übernehmen Teilaufgaben in der Landschaftspflege, indem sie Flächen offen halten und so Lebensräume für bestimmte Pflanzen- und Tierarten sichern helfen. Solche Maßnahmen gehören zu den zentralen Methoden des praktischen Naturschutzes, weil viele wertvolle Trocken- und Magerrasenstandorte nur durch regelmäßige Nutzung oder Beweidung erhalten bleiben.
Dazu kommen Projekte rund um Artenschutz und biologische Vielfalt. In der jüngeren Berichterstattung wurde die Station auch im Zusammenhang mit dem Wiedehopf erwähnt, einer Vogelart, deren Vorkommen in Berlin besonders aufmerksam verfolgt wird. Das zeigt, dass der Hahneberg nicht nur ein schön gelegener Ort ist, sondern auch ein aktiver Baustein im städtischen Artenschutz.
Bildung und Begegnung
Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die Umweltbildung. Bei Veranstaltungen werden naturkundliche Themen so aufbereitet, dass Kinder, Familien und auch Erwachsene Zugang finden: mit Führungen, Ständen, Tierbegegnungen und praktischen Informationen über regionale Landwirtschaft und Naturschutz. Das Erntedankfest ist dafür ein gutes Beispiel, weil es religiöse oder traditionelle Elemente mit Bildungsangeboten und einem Familienprogramm verbindet.
Auch andere Formate prägen das Profil der Station, darunter der Schafstag und Matinee-Konzerte im Schafstall. Solche Veranstaltungen machen den Hahneberg zu einem Kultur- und Naturort zugleich, an dem sich Besucher nicht nur informieren, sondern auch aufhalten und wiederkommen wollen. Dadurch entsteht eine seltene Mischung aus Freizeitort, Lernraum und Nachbarschaftsort.
Bedeutung für Spandau
Für Spandau erfüllt die Naturschutzstation mehrere Rollen gleichzeitig. Sie ist touristisch interessant, weil sie einen naturnahen Gegenpol zum dichten Stadtleben bietet, und sie ist lokalpolitisch relevant, weil sie zeigt, wie Flächen am Stadtrand sinnvoll entwickelt und gepflegt werden können. Gerade die Verbindung aus öffentlicher Zugänglichkeit und Naturschutz macht den Standort zu einem sichtbaren Beispiel dafür, wie Berliner Grünräume funktionieren können.
Hinzu kommt die symbolische Bedeutung: Der Hahneberg steht für ein Spandau, das nicht nur von Wachstum und Infrastruktur erzählt, sondern auch von Landschaft, Tradition und ökologischer Verantwortung. Die Station verankert dieses Bild im Alltag, indem sie regelmäßig Menschen anzieht und ihnen den Wert solcher Räume vor Augen führt.
Was den Ort ausmacht
Journalistisch betrachtet ist die Naturschutzstation Hahneberg deshalb spannend, weil sie mehrere Ebenen zusammenführt: Landschaftspflege, Umweltbildung, Tierhaltung, Freizeit und Kultur. Sie ist kein isoliertes Naturschutzreservat, sondern ein öffentlicher Ort mit gesellschaftlicher Funktion. Gerade darin liegt ihre Stärke: Sie zeigt, dass Naturschutz in der Großstadt nicht nur aus Verboten und Schutzgrenzen besteht, sondern auch aus Begegnung, Wissen und gemeinsamer Verantwortung.
Wer den Hahneberg besucht, erlebt also nicht nur ein schönes Stück Berlin, sondern ein Modell dafür, wie Stadtnatur erhalten und vermittelt werden kann. Die Naturschutzstation macht diesen Anspruch sichtbar, greifbar und für viele Menschen im Alltag erlebbar.
Angebote für Schulklassen und Gruppen am Hahneberg
Am Hahneberg gibt es für Schulklassen und Gruppen vor allem naturpädagogische Angebote, Projekttage und Führungen. Die Station beschreibt ihr Programm ausdrücklich als Umweltbildung für Kitas und Schulen sowie als Workshops und Wanderungen für Kinder, Erwachsene und Familien.
Für Schulklassen stehen ganzjährige naturpädagogische Programme im Mittelpunkt, bei denen Kinder Naturerlebnisse und nachhaltige Umweltbildung praktisch erfahren können. Genannt werden außerdem Workshops, Führungen, eigene Projekte und Projekttage zu Natur- und Artenschutzthemen. Laut einem Anbieterprofil am Hahneberg können Kitagruppen und Schulklassen auch im Rahmen von Kooperationen, Wandertagen, Projektwochen oder Ferienprogrammen teilnehmen.
Formate für Gruppen
Auch Gruppen aus Erwachsenen, Vereinen oder gemischten Teams werden angesprochen. Das Angebot reicht von Entdeckungen und Aktionen über Vorträge bis zu fachlichen Führungen; zusätzlich sind auch Teamtage, Firmenveranstaltungen und Gruppenformate im Grünen vorgesehen. Die Station hebt hervor, dass auf dem Gelände und in den angrenzenden Naturräumen viele Ideen umgesetzt werden können.
Praktische Inhalte
Besonders wichtig ist der handlungsorientierte Ansatz: Natur soll nicht nur erklärt, sondern mit allen Sinnen erlebt werden. Dazu passen Themen wie Gärtnern und Lernen, Naturerlebnisse und Kreativität sowie Exkursionen und Projekte. Auf dem Gelände gibt es zudem die Möglichkeit, auf Beeten zu gärtnern; genannt werden Parzellen für Familien, Einzelpersonen, Kitas und Schulen.
Für wen es passt
Die Angebote richten sich an unterschiedliche Altersgruppen, also an Kita-Kinder, Schulklassen und weitere Gruppen. Für jüngere Kinder ist das Umfeld vor allem über Naturerfahrung, Tiere und einfache Mitmachangebote interessant, während ältere Gruppen eher von Projekttagen, fachlichen Führungen und thematischen Workshops profitieren. Insgesamt ist der Hahneberg damit ein Lernort, an dem Umweltbildung, Praxis und Erlebnis zusammenkommen.
Kontakt und Organisation
Für Klassen und Gruppen empfiehlt die Station eine direkte Terminabsprache. Als Kontakt wird auf der Angebotsseite eine E-Mail-Adresse genannt, und das Gelände liegt an der Heerstraße 549 in Berlin-Spandau. Für eine konkrete Planung ist sinnvoll, Alter der Gruppe, gewünschtes Thema und Zeitrahmen vorab zu nennen, weil die Angebote thematisch breit und teilweise kooperativ organisiert sind.



