Rund 100.000 gegen rechte Hetze auf Werbeflächen

In Berlin wächst der Protest gegen Werbeflächen für das umstrittene Online-Portal „Nius“ in U-Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Eine entsprechende Petition hat inzwischen rund 100.000 Unterschriften gesammelt. Die Unterzeichnenden fordern die BVG auf, sich klar gegen rechtspopulistische Inhalte in ihrem Einflussbereich zu positionieren.

Hintergrund ist eine aktuelle Werbekampagne des 2023 gestarteten Portals, das wegen wiederholter Desinformation, mangelnder journalistischer Sorgfalt und rechtspopulistischer Zuspitzungen in der Kritik steht. In den Anzeigen wird unter anderem suggeriert, etablierte Medien wie die „Tagesschau“ würden Informationen bewusst zurückhalten.

Die BVG verweist darauf, dass die Werbeflächen extern vermarktet würden und man nicht Absender der Inhalte sei. Gleichzeitig betont das Unternehmen, für Offenheit, Respekt und ein demokratisches Miteinander zu stehen.

Kritiker halten dagegen, dass der öffentliche Nahverkehr als staatlich bezuschusste Infrastruktur eine besondere Verantwortung trage. Sie sehen in der Duldung entsprechender Werbung einen Widerspruch zu den eigenen Leitlinien der BVG und fordern Konsequenzen.

zur Petition: Keine rechte Angstmache in der BVG!

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