Stelle als Bundespräsident neu zu besetzen

Bewerbungen bitte an die Bundesregierung richten

Der große Kindergarten der Politik hat es doch geschafft, die Aufmerksamkeit der Bürger wieder auf wirklich wichtige Dinge zu lenken. Kaum hatte Lena den Song Contest 2010 in Oslo gewonnen meinte ein Großteil der Bevölkerung selbst Gewinner zu sein. Nach Fußballweltmeister und Papst sind wir alle nun Lena. Die Straßen am Samstag waren wie leer gefegt, Veranstaltungen in ganz Berlin nur gering besucht.

Jetzt hat uns die Realität wieder gepackt. Politiker werfen ihren Hut, nur weil sie plötzlich keinen „Bock“ mehr haben, oder sich vorgeblich missverstanden, kritisiert oder ungerecht behandelt fühlen. Weder Koch noch Köhler haben nachvollziehbare Gründe für ihre Entscheidung benennen können. Ohne wirkliche Not haben sie sich ihrer Verantwortung entzogen.

Ein vergleichbarer Akt in der freien Wirtschaft, oder im Berufsleben ganz generell wäre nicht denkbar. Von einem Tag zum anderen die Kündigung auszusprechen und dann trotzdem sein Leben lang das gleiche Gehalt weiter zu bekommen…

Nach einem erkennbaren Schlingerkurs in der Politik der Schwarz-Gelben Regierung seit ihrem Regierungsantritt sank die Koalition immer weiter in der Publikumsgunst. Die Entscheidungen der beiden Politiker werden die Sicht der Bevölkerung auf das Amt des Politikers im Allgemeinen kaum verbessern. Die Diskussion um die Nachfolge im Amt des Bundespräsidenten macht es auch nicht besser.

Ist das Amt ein Geschenk an verdiente Parteifreunde, ein Abstellgleis für politische Konkurrenten, oder soll dort nur jemand platziert werden, der sich nicht mehr in die Regierungspolitik einmischt?

Fragen über Fragten…

Eine Frau von der Leyen als Bundespräsidentin? Nun, wer erst das Familien- und dann das Arbeitsministerium anführt, kann auch Kaiserin von Deutschland sein.

Andererseits könnte Frau von der Leyen ja einen der schwer vermittelbaren AlG-II-Empfänger auf den Posten setzen. Mehr Geld, als beim Blättersammeln im Park gibt´s allemal…

Können muss man ja wohl nicht viel – als Politiker – …

;-)

Ach ja, 40 Jahre alt und halbwegs unbescholten sollte Mann/Frau schon sein…

Die Bewerbungsfrist läuft. In nur 30 Tagen muss der Job vergeben sein.

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist