Unsichtbare Wunden: Wie antimuslimischer Rassismus die Psyche unserer Kinder belastet

Die Veranstaltung „Unsichtbare Wunden: Wie antimuslimischer Rassismus die Psyche unserer Kinder belastet“ ist ein Informations- und Austauschabend, der die psychosozialen Folgen antimuslimischer Diskriminierung für Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt stellt und praxisnahe Unterstützung für Familien, Fachkräfte und Engagierte bietet.

Anlass und Kontext

Der Abend findet im Rahmen der Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus statt und ist in das Engagement des Projektverbunds „Community Empowerment“ eingebettet, der sich für eine diskriminierungssensible, postmigrantische Gesellschaft einsetzt. Ziel ist es, Erfahrungen von Musliminnen und Muslimen sichtbar zu machen, strukturelle Ungleichheiten zu benennen und lokale Akteurinnen und Akteure zu vernetzen.

Thema: Unsichtbare Wunden

Im Fokus steht die Frage, wie antimuslimischer Rassismus, etwa in Schule, Kita, Freizeitangeboten oder im öffentlichen Raum, die seelische Gesundheit junger Menschen beeinträchtigt. Veranstalterinnen und Veranstalter sprechen von „unsichtbaren Wunden“, weil viele Kinder Diskriminierungserfahrungen internalisieren, was zu chronischem Stress, Angst, Scham und einem Verlust von Vertrauen in Institutionen führen kann.

Betroffene Kinder und Familien

Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche, die (zugeschriebene) muslimische Zugehörigkeiten tragen, etwa durch Namen, Kleidung oder familiäre Hintergründe. Die Veranstaltung macht deutlich, dass nicht nur offene Anfeindungen, sondern auch subtile Ausgrenzungen, stereotype Zuschreibungen und kulturalisierende Erklärungen den Alltag ganzer Familien prägen.

Fachlicher Input und Austausch

Der Informationsabend kombiniert fachliche Inputs zu antimuslimischem Rassismus, seinen gesellschaftlichen Strukturen und dokumentierten Vorfällen mit einem Raum für persönliche Berichte aus Familien, Jugendarbeit und Schule. Dabei werden aktuelle Daten zu Anstieg und Formen antimuslimischer Vorfälle vorgestellt und mit den psychischen und sozialen Folgen für Kinder verknüpft.

Ziel: Empowerment und Handlungswissen

Zentrales Anliegen ist es, Betroffene zu stärken und ihnen Strategien an die Hand zu geben, um Diskriminierung zu erkennen, zu benennen und Grenzen zu setzen. Gleichzeitig richtet sich der Abend an pädagogische Fachkräfte, Ehrenamtliche und Nachbarschaftsinitiativen, die lernen wollen, wie sie Kinder und Familien rassismussensibel unterstützen können.

Perspektive auf eine zukunftsfähige Nachbarschaft

Die Veranstaltung versteht sich als Beitrag zu einer „zukunftsfähigen Nachbarschaft“, in der muslimische Kinder und Jugendliche sicher aufwachsen und ihre Identität selbstbestimmt entwickeln können. Langfristig sollen aus den Diskussionen Ideen entstehen, wie lokale Strukturen, von Schulen bis zu Freizeitangeboten, diskriminierungskritischer gestaltet werden können.

Veranstaltungsdetails:

  • Datum: 01.07.2026
  • Uhrzeit: Einlass: 18:00 Uhr | Beginn: 18:10 Uhr
  • Ort: Interkulturelles Zentrum für Dialog und Bildung (IZDB) e.V., 4. OG,
    Drontheimer Str. 32A, 13359 Berlin
  • Zielgruppe: Eltern, junge Erwachsene, Fachkräfte sowie alle Interessierten
  • Veranstalter: Projekt Community Empowerment & Moscheenetzwerk Mitte

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