Eine gute Öffentlichkeitsarbeit sieht anders aus – Deutsche Bahn AG
verhängt Drehverbot
TV-Interviews über den „Zug der Erinnerung“ (mobile Ausstellung über die „Reichsbahn“-Deportationen) bekommen keine Genehmigung von der Deutschen Bundesbahn. Dem rbb (radio berlin brandenburg) wurde eine Drehgenehmigung für das am Bahnhof Grunewald gelegene Mahnmal verweigert.Das Mahnmal erinnert an an die deportierten Berliner Juden.
Die Ablehnung der Bahn für Zwischenhalte in Spandau, Berlin-Grunewald, Berlin-Mitte, Berlin-Schöneweide und Ahrensfelde zeigt deutlich, dass dieses Unternehmen sich offensichtlich nicht wirklich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen will. Die öffentliche Wirkung und die nicht wirklich nachvollziehbaren „technischen Gründe“ der Verweigerungshaltung kann nur katastrophal genannt werden.
Als Kompromiss bot die Bahn jetzt eine Aufenhaltsgenehmigung des Zuges in Berlin-Grunewald an, nachdem der Verein ankündigte, ein Gedenkverbot nicht hinzunehmen, indem er die Sperrung der Bahnhöfe am 8. Mai notfalls durchbrechen würde. Die Initiative ruft dazu auf, zu Ehren der „Reichsbahn“-Opfer am 65. Jahrestag ihrer Befreiung auf dem Bahnhof Berlin-Grunewald Blumen niederzulegen.
Ob für den Bahnhof Spandau noch eine Erlaubnis erteilt wird, steht noch in den Sternen…
Ein Bahnsprecher kündigte einen möglichen Halt des Zuges auf dem Güterbahngelände in Spandau am Johannesstift an.


