Informationsveranstaltung - Meine Wilhelmstadt

Bürgerbeteiligungsverfahren für die Aufwertung des Lutherplatzes in der Spandauer Neustadt

26. Mai 2011
11:00bis20:00

Neue Impulse – Auftakt-Charrette am 26. Mai

Panoramafoto: Lutherplatz in der Neustadt Spandau.
Panoramafoto von Ralf Salecker: Lutherplatz in der Neustadt Spandau.

Die Lutherkirchengemeinde und das Quartiersmanagement (QM) Spandauer Neustadt initiieren im Rahmen des Handlungsfeldes „Bessere Qualität des Wohn- und Lebensraumes“ die Umgestaltung des Lutherplatzes, die durch Mittel aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ unterstützt wird.

Am 26. Mai 2011 findet die Auftaktveranstaltung für das Bürgerbeteiligungsverfahren zur Aufwertung des Lutherplatzes statt. Gemeinsam mit allen interessierten Anwohnern und Initiativen aus dem Umfeld sollen Ideen für die Verbesserung der Situation entwickelt und geprüft werden.

Der die Lutherkirche umgebende Lutherplatz steht in seinem momentanen Erscheinungsbild in keinem Verhältnis zu der architektonisch beeindruckenden und innovativ umgebauten Lutherkirche. Während die Kirche selbst durch die behutsam eingebauten Wohnungen als Sinnbild für die Möglichkeit der gemeinsamen und sich gegenseitig respektierenden Nutzungen steht, besitzen die Freiflächen kaum Aufenthaltsqualität und werden von dominanten Nutzergruppen – Hundebesitzern und Alkoholkonsumenten – sowie den Durchgangswegen geprägt. Aufenthaltsqualität und Nutzungsvielfalt sollen zurückgewonnen werden, um neue Impulse für den Lutherplatz und das gesamte
Quartier zu schaffen.

Das Landschaftsplanungsbüro gruppe F aus Kreuzberg wurde mit dem Bürgerbeteiligungsverfahren zur Umgestaltung und Nutzungserweiterung des Lutherplatzes beauftragt. gruppe F hat vielfältige Erfahrungen mit Beteiligungsprozessen und bringt dabei eine Methode zur Anwendung, die sich bisher vor allem in den USA, Kanada und den skandinavischen Ländern sehr bewährt hat: das Charrette-Verfahren. Eine Charrette ist konsequent öffentliche Planungsarbeit vor Ort, sie fördert die Beteiligung und Identifizierung der Bürger mit dem zu beplanenden Ort und damit mit ihrem Wohnumfeld.

Die Auftakt-Charrette findet am Donnerstag, den 26. Mai 2011 mit folgendem Programm statt:

  • 11:00 – 15:00 Uhr: Bürgersteiggespräche und Aktion „Schildwuchs“ für Jung und Alt auf dem Lutherplatz;
  • 16:30 – 20:00 Uhr: Thementische, öffentliche Diskussion zur Zukunft des Lutherplatzes im Paul-Schneider-Haus, Schönwalder Str. 25, 13585 Berlin; · ab 16:30 Uhr Thementische „Kritik und Visionen“, Stellungnahmen von Anwohnern und Initiativen aus dem Kiez;
  • ab 18 Uhr Öffentliche Diskussion „Probleme und Chancen“, Vorstellung der beteiligten Akteure und Institutionen zur Klärung der planerischen Rahmenbedingungen, der bestehenden Interessenlagen und der Handlungsspielräume.

Folgetermine:

  • Haupt-Charrette, öffentliche Planungsarbeit jeweils zwischen 16:30 und 20:00 am Donnerstag, den 23. Juni 2011 in den Räumen des Luthertreffs (Westeingang der Lutherkirche) und am Freitag, den 24. Juni 2011 in der Kirche selbst.

An beiden Tagen finden tagsüber verschiedene Aktionen auf dem Platz und im Umfeld mit interessierten Nutzern (Schule, Kirchengemeinde, Kitas, Gartenfreunde) statt.
Abschluss-Charrette, öffentliche Diskussion und Abschlusspräsentation zwischen 16:30 und 20:00 am Donnerstag, den 15. September 2011 im Paul-Schneider-Haus, Schönwalder Str. 25, 13585 Berlin.

Bauliche Umsetzung:

Die baulichen Aufwertungsmaßnahmen für den Lutherplatz starten dann mit einer kleinen Auftaktmaßnahme bereits im Herbst 2011. Die weiteren, mit dem zur Verfügung stehenden Baubudget von 25.000 € zu realisierenden Maßnahmen werden im Frühjahr 2012 umgesetzt.
Weitere Informationen:

 

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

4 thoughts on “Bürgerbeteiligungsverfahren für die Aufwertung des Lutherplatzes in der Spandauer Neustadt

  1. Möglicherweise ist die kulturelle Mischung in dieser Gegend einfach zu weit weg von Mitteleuropa, als dass irgendwelche „Quartier“ Maßnahmen überhaupt greifen können? Jeder normal denkende Mensch meidet diesen Kriminalitätsschwerpunkt. Hier kommt die Politik und jede andere pseudo-unpolitische Vereinigung viele Jahre zu spät. Helfen würde schon, wenn es keine sogenannten e.V. mit dubios zugeklebten Fensterscheiben gäbe. Wozu bekommen solche e.V. eigentlich Steuervorteile? Als nächstes würde es helfen, die roten Laternen aus den Fenstern zu entfernen und damit das, was sich eigentlich dahinter verbirgt!

    t.b.c…

  2. Upps … Dann kann ich kein normaler Mensch sein. Ich meide nämlich die Spandauer Neustadt nicht – obwohl mir nicht alles dort gefällt, oder behagt.

  3. Ich meide sie auch nicht, die Spandauer Neustadt, ich wohne dort. Und ertrage seit Jahren den Zerfall dieser Gegend. Und das tut jeden Tag weh. Und es macht aggressiv. Vor allem gegen jene, die hier nicht wohnen, aber etwas zu sagen haben. Übrigens ist der Kriminalitätsschwerpunkt ein Fakt, wenn auch bisher nicht öffentlich zugegeben.

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