Quartiersmanagement Falkenhagener Feld Ost

Ein Nachbarschaftstauschring für das Falkenhagener Feld

Auswahlverfahren zum Projekt in Spandau

Quartiersmagement Falkenhagener Feld Ost
Quartiersmagement Falkenhagener Feld Ost

Ausganglage

Im Gebiet Falkenhagener Feld Ost verfügen zahlreiche Menschen über ein nur geringes Haushaltseinkommen oder leben von Transfermitteln. Die finanziellen Möglichkeiten kostenpflichtige Leistungen in Anspruch zu nehmen sind oftmals beschränkt. Die Groß- siedlungsstruktur und die wenigen räumlichen Möglichkeiten zum nachbarschaftlichen Austausch fördern zudem Anonymität, Abgrenzung und den Rückzug in die Privatsphäre. Die vorhandenen nachbarschaftlichen Angebote im Stadtteil bleiben vielfach ebenso wenig genutzt wie die individuellen Fähigkeiten und Potenziale der Bewohnerinnen und Bewohner bspw. im handwerklichen und künstlerischen Bereich.

Zielgruppe

Die  Zielgruppe des Projekts sind BewohnerInnen aller Altersgruppen und Ethnien aus dem Falkenhagener Feld, die Leistungen aller Art (kreativ, handwerklich, sozial, kulinarisch etc.) untereinander unentgeltlich tauschen möchten.

Zielsetzung

Ziel ist die Einrichtung eines Nachbarschaftstauschrings mit einer Koordinierungsstelle als ökonomische Selbsthilfe zur Stärkung der Nachbarschaft und Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements. Aufgabe der Koordinierungsstelle ist die intensive Bewerbung und Information, Aktivierung und Förderung des nachbarschaftlichen Miteinanders und Kennenlernens und Verwaltung der Tauschangebote bspw. über ein Tausch-Punkte-Konto. Bewohner sollen ihre Fähigkeiten mit Spaß und ohne Druck von Seiten des Arbeitsmarkts anbieten können und Talente in die Nachbarschaft mit einzubringen ohne motiviert zu werden dadurch Schwarzarbeit zu initiieren. Weitere Ziele sind der Abbau von Isolation und Rückzug in die Privatsphäre, die Aktivierung und Förderung von Engagement und die Verbreiterung der ökonomischen Basis, indem

Leistungen in Anspruch genommen werden können, die man sich sonst nicht leisten könnte.

Aufgaben

  • Aufbau einer Koordinierungsstelle als Anlauf- und Knotenpunkt im Gebiet Durchführung der Koordinierungs- und Managementaufgaben
  • Aufbau einer Gruppe von Aktiven und eines Datenpools vorhandener Fähigkeiten und Fertigkeiten Intensive Aktivierung, insbesondere durch persönliche Gespräche z.B. bei Hausbesuchen,  Aktionen im öffentlichen Raum, Informationsveranstaltungen, Teilnahme an Veranstaltungen zur Vernetzung im Gebiet
  • Motivierung und Beratung der Aktiven im Pool zur Schaffung von Vertrauen und Zusammenhalt z.B. durch gemeinsame Veranstaltungen und Feste
  • Erprobung eigener Fähigkeiten und Fertigkeiten und Stärkung des Selbstbewusstseins z.B. auch als Qualifizierung für den ersten Arbeitsmarkt
  • Austausch von Leistungen ohne große bürokratische Anforderungen
  • Vernetzung mit sozialen Diensten, Trägern,  Einrichtungen und den Wohnungsbaugesellschaften und Austausch mit bestehenden Berliner Tauschbörsen
  • Integrierung bereits bestehender Angebote in den Tauschring (z.B. Tauschläden an Schulen, Fahrradwerkstatt, Angebote der Kirchengemeinden)
  • Die Ressourcen und Qualifizierungen der Aktiven sollen als Empfehlungen und Instrumente erprobt und weiterentwickelt werden. Auf diese Weise werden die Bewohner des Stadtteils darin unterstützt von der passiven Rolle in einen aktiven Gestaltungsprozess  zu wechseln und somit die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern.
  • Entwicklung von Vorschlägen und Aufbau von Strukturen für eine nachhaltige Sicherung des Projekts ohne Förderung aus dem Programm „Soziale Stadt“.

Anforderungen

  • Erfahrung im Aufbau und der Betreuung von Organisationsstrukturen, interkulturelle Sensibilität und ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit.
  • Wünschenswert ist Erfahrung im Aufbau und der Betreuung eines Tauschrings.
  • Kenntnisse der Fördermittelabrechnung mit Dokumentation
  • Kooperation mit dem Quartiersmanagement
  • Im Quartier ist ein hoher Anteil russischsprachiger und teilweise türkischsprachiger Bevölkerung vorhanden. Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Ethnien ist daher wünschenswert.

Projektzeitraum

Das Kooperationsprojekt soll am 1.9.2012 beginnen und bis Ende 2013 dauern.

Projektfinanzierung

Für die Durchführung des Projektes: Nachbarschaftstauschring“ stehen Fördermittel in Höhe von 15.000 € aus dem Programm „Soziale Stadt“ zur Verfügung.

Kostenkalkulation

2012                           2013

5.000 EUR                 10.000 EUR

Einzureichende Unterlagen

  • Nachweis der fachlichen Qualifikation und Referenzen
  • Detailliertes Konzept zum ausgeschriebenen Vorhaben mit Zeitplan und mit einem
  • Konzept zur Öffentlichkeitsarbeit
  • Kostenkalkulation mit Aufschlüsselung von Honorar- und Sachmitteln

Bewerbungsfrist

Die Unterlagen sind bis zum 25.6.2012, 12 Uhr, sowohl per Post als auch digital beim Quartiersmanagement Falkenhagener Feld Ost, Pionierstr. 129, 13589 Berlin einzureichen. (QM-FF-Ost@stern-berlin.de). Verspätet eingegangene Bewerbungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Gegebenenfalls schließt sich hieran ein Auswahlgespräch an.

Für Nachfragen stehen Ihnen Frau Pfeiffer und Herr Mayer unter der Telefonnummer 37 15 33 64 zur Verfügung.

Ausschreibungsunterlagen Nachbarschaftstauschring (QF3) als PDF:

  • Nachbarschafstauschring_FFO_Ausschreibung_2012.pdf (344,2 KB)

Hinweise

Bei dem Auswahlverfahren handelt es sich nicht um ein Interessenbekundungsverfahren gemäß § 7 LHO oder eine Ausschreibung im Sinne des § 55 LHO. Rechtliche Forderungen oder Ansprüche auf Ausführung der Maßnahme oder finanzielle Mittel seitens der Bewerber bestehen mit der Teilnahme am Auswahlverfahren nicht. Die Teilnahme ist unverbindlich. Kosten werden den Bewerbern im Rahmen des Verfahrens nicht erstattet.

Der Bewerber erklärt sich damit einverstanden, dass die eingereichten Unterlagen an für die Auswahl zuständige Gremien des Bezirksamtes und der Senatsverwaltung weitergeleitet werden.

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

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