Parklandschaft Gatow – Urbane Landwirtschaft in Berlin Spandau

Offener landschaftsplanerischer Wettbewerb

Im Zusammenhang mit dem fortschreitenden Wohnungsneubau auf dem westlichen Teil der Landebahnen des ehemaligen Flugplatzes Gatow in Berlin Spandau ist vorgesehen, zwischen der sich entwickelnden Wohnsiedlung „Landstadt Gatow“, der gegenüberliegenden Gatower Heide, der Potsdamer Chaussee und dem angrenzenden Areal des Luftwaffenmuseums eine Parklandschaft von etwa 90 ha Größe zu errichten. Das Wettbewerbsgebiet grenzt unmittelbar an das Land Brandenburg und ist Bestandteil des Regionalparks Döberitzer Heide.

Das städtebauliche Gesamtkonzept für die Landstadt Gatow wurde in einem 1997 entschiedenen städtebaulichen Realisierungswettbewerb entwickelt. Auf der Basis des überarbeiteten Wettbewerbsergebnisses soll nun in diesem landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerb die Parklandschaft Gatow konkretisiert werden.

Ziel ist es, ein landschaftsgestalterisches Gesamtkonzept zu entwickeln, welches identitätsstiftende Wirkung für den im Bau befindlichen Siedlungsbereich hat. Aus der Geschichte des Raums, aus den natürlichen Gegebenheiten, alten und neuen Blickachsen und Wegeverbindungen sowie benachbarten Nutzungen lässt sich eine Vielzahl von Themen ableiten, die zu einem in sich schlüssigen Entwurf zusammengefügt werden können. Mit dem integrierten Konzept der urbanen Landwirtschaft soll ein attraktiver Landschafts- und Erholungsraum geschaffen werden, der auf Allianzen von Landwirtschaft und Stadt aufbaut. Diese Allianzen sollen im Rahmen des Konzeptentwurfes genutzt und gestärkt werden.

Ihr Grundmuster besteht darin, dass über landwirtschaftliche Nutzungen Produkte und Service für die Städter angeboten werden und somit die Attraktivität der Landschaft als Erholungsraum gesteigert wird. Von der konzeptionellen Gesamtlösung wird eine über die Region hinausreichende Ausstrahlung erwartet.
Offener Wettbewerb für Landschaftsarchitekten nach RPW 2008 (Richtlinien für Planungswettbewerbe) und Rundschreiben SenStadt VIA Nr. 06/2009 (Rundschreiben Sen Stadt zur Einführung der RPW 2008).

Das Wettbewerbsgebiet umfasst im wesentlichen den Bereich des ehemaligen Schießübungsplatzes, den westlichen Teil der ehemaligen Start- und Landebahnen sowie die Deponieflächen und die Kiesgrube. Es wird von folgenden Flächen, Straßen oder Einrichtungen begrenzt:

  • im Nordwesten von der Potsdamer Chaussee (Bundesstraße B 2),
  • im Nordosten von der Gatower Heide und der angrenzenden Splittersiedlung Habichtswald,
  • im Westen und Südwesten von der Wohnsiedlung Kuckuck und dem Baufeld der neuentstehenden Wohnsiedlung Landstadt Gatow,
  • im Südosten vom Luftwaffenmuseum und dem südlichen Antennenfeld innerhalb des Geländes der General-Steinhoff-Kaserne.

Das Wettbewerbsgebiet ist etwa 90 ha groß.

Besonders spannend ist der Auslobungstext, der auf 141 Seite umfangreiche Beschreibungen zum Gebiet enthält.

Weitere Informationen bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Abgabe der Wettbewerbsarbeiten: bis 8.4.2011

About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.