Heihe Pfeiffer und Stephan Mayer vom Quartiersmagement im Falkenhagener Feld Ost (Foto: Ralf Salecker)

Kiezrundgang durch das Falkenhagener Feld

Gute Beispiele und Überlegungen für die Zukunft

Heike Pfeiffer und Stephan Mayer vom Quartiersmagement im Falkenhagener Feld Ost (Foto: Ralf Salecker)
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Heike Pfeiffer und Stephan Mayer vom Quartiersmagement im Falkenhagener Feld Ost (Foto: Ralf Salecker)
Heike Pfeiffer, Stephan Machulik, Kai Wegner (Foto: Ralf Salecker)
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Heike Pfeiffer, Stephan Machulik, Kai Wegner (Foto: Ralf Salecker)

Der Herbst ist grundsätzlich immer eine gute Gelegenheit für einen Spaziergang. Viel ist geschehen, im Quartiersbereich des Falkenhagener Feld Ost. Grund genug, einmal die wichtigsten Punkte Revue passieren zu lassen und den Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu lenken.

Das Quartiersmanagement im Falkenhagener Feld Ost (Heike Pfeiffer, Stephan Mayer) hatte gerufen und viele kamen, sehr viele. Bundestagsabgeordnete (Kai Wegner, Swen Schulz), ein Stadtrat (Stephan Machulik) , Vertreter der Wohnungsgesellschaften und der Stadtreinigung, Kontaktbereichsbeamte, Quartiersräte (Heike Liesfeld, Elisabeth Stiller, Friedhelm Steinke, …), die Presse, interessierte Bürger und die wichtigen Akteure der Institutionen (Stadtteilbibliothek, Zufluchtsgemeinde, …) vor Ort. Allein dies zeigt das große Interesse an einer positiven Entwicklung in einem Kiez, der für manch einen nicht immer einen guten Ruf aufweist oder der in den Medien eher durch negative Schlagzeilen von sich reden macht.Es geht aber auch anders!

Der neue Quartiersplatz an der Westerwaldstraße musste ganz selbstverständlich der Ausgangspunkt für den Rundgang durch den Kiez sein. Ein lebendiger Platz ist hier entstanden, ein pulsierendes Herz, welches mit dem Sommerfest feierlich eingeweiht wurde. Dieses Herz schlägt kräftig, weil viele Akteure voller Energie daran arbeiten.

Vom „Rand des Geschehens“, direkt an den Platz gerückt, profitierte ganz besonders die „neue“ Stadtteilbibliothek an der Westerwaldstraße von den Umgestaltungsmaßnahmen des Stadtumbaus. Gerade einmal 200 Meter Luftlinie ist sie umgezogen. In der Folge kamen ein Drittel mehr Besucher als sonst üblich erzählte die neue Leiterin, Regina Schulze-Dau. Die Zahl der Medienausleihen steigerte sich um ein Viertel. Grund genug, stolz auf diesen Erfolg zu sein.Zwischen Stadtteilbibliothek wird – hoffentlich – noch in diesem Jahr der Rosengarten entstehen. Die Flächen zwischen Bibliothek und Netto sollen zu einem einladenden Bereich gestaltet werden. Damit sind dann alle Bauarbeiten des Stadtumbaus am Platz abgeschlossen.

Kiezrundgang im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Salecker)
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Kiezrundgang im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Salecker)
Kiezrundgang im Falkenhagener Feld - Stadtteilbibliothek (Foto: Ralf Salecker)
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Kiezrundgang im Falkenhagener Feld – Stadtteilbibliothek (Foto: Ralf Salecker)

Zweifelsohne schlägt das neue Herz des Falkenhagener Feldes kräftig. Schräg gegenüber der Stadtteilbibliothek liegt das markante Gebäude der Zufluchtsgemeinde. Nicht nur die schon bestehenden Angebote bereichern das Falkenhagener Feld. Ein multikultureller Garten ist im Entstehen begriffen. Dieser kleine Ort der Ruhe hat schon begeisterte Nutzer gefunden. Die eine oder andere Familien-Grill-Veranstaltung von türkischen Mitbewohnern zeigt die Akzeptanz über „kulturelle Grenzen“ hinaus. Der Garten selbst wird gerade kräftig umgestaltet. extra dafür ist ein Gärtner eingestellt worden, um dies fachkundig zu gewährleisten. Noch viel ist zu tun, damit hier – mit hoffentlich tatkräftiger Hilfe von möglichst vielen engagierten Anwohnern – ein blühendes Stück Land entsteht. Ein kleines „Turm-Café“ soll zukünftig für eine ergänzende Belebung des zentralen Kiezplatzes sorgen. Es könnte das fehlende Kinderrestaurant ersetzen helfen. Am Fuß des Turmes schlummert die ehemalige Taufkapelle in einem Dornröschenschlaf. Vor längerer Zeit einmal als Musikraum genutzt, soll er zu einem kleinen Kommunikationspunkt mit Café-Betrieb werden. Nach hinten öffnet sich der zukünftig Raum in den Garten, nach vorne sitzt man „im Schatten“ des Turmes und nahe an der 50 Jahre alten Erle mit Blick auf den neugestalteten Platz.

Eine weitere wichtige Institution ist das Klubhaus, gleich gegenüber. Vor kurzen hat Hakan Budak die Leitung übernommen. Vieles hat sich seitdem verändert. Buntes pulsierendes Leben ist eingekehrt. Kräftig wird am neuen Konzept gefeilt. Ein Haus für alle Generationen soll es werden – so wie es früher einmal war. Die Jüngeren haben es offensichtlich schon mit Freude angenommen. Viele der bisherigen Angebote werden weitergeführt, neue kommen hinzu. Am 29. Oktober beginnt hier eine Ausstellung zu 50 Jahre Falkenhagener Feld. Viele Veranstaltungen machen das Jubiläum in diesem und im nächsten Jahr zum Thema.

Nur ein paar Schritte weiter, die Straße hinunter in Richtung Pionierstraße liegen die Räume einer ehemaligen Wäscherei. 500 Kitaplätze fehlen im Falkenhagener Feld. Eine Kita in diesen Räumlichkeiten würde das Problem ein wenig mindern helfen. Ein Stückchen „um die Ecke“, liegt in der Pionierstraße ein weiteres ungenutztes Gebäude. Früher einmal sorgte die „Schnitzelwerkstatt“ für gefüllte Räume. Eine komplett ausgestattete Kücheneinrichtung, viel Platz und kaum Nachbarn, die sich durch Kinderlärm gestört fühlen könnten, könnte der ideale Platz für eine Kita sein. Dies gilt auch für eine alte Villa, mitten im Grünen, in der lange Jahre das Natur- und Grünflächenamt sein Domizil hatte. Auf der anderen Straßenseite gelegen, ist sie durch viel Grün den Blicken und dem Lärm der Straße entzogen – wahrscheinlich der idealste Platz für eine Kita. An fehlenden Räumen sollte eine Kita im FF also nicht scheitern müssen.

Kiezrundgang im Falkenhagener Feld - Zufluchtskirche (Foto: Ralf Salecker)
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Kiezrundgang im Falkenhagener Feld – Zufluchtskirche (Foto: Ralf Salecker)
Kiezrundgang im Falkenhagener Feld - Klubhaus (Foto: Ralf Salecker)
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Kiezrundgang im Falkenhagener Feld – Klubhaus (Foto: Ralf Salecker)

Wieder ein paar Schritte „um die Ecke“ steht die Gruppe überrascht vor einem verschlossenen Bolzplatz. Schon lange spielen hier keine Kinder mehr. Ein hoher Gitterzaun sollte früher die Bälle auf dem Spielfeld halten. Klagen der Anwohner, wegen ruhestörenden Lärms, haben zu einer Schließung des Bolzplatzes geführt. Nun muss man nicht gleich Kinderfeindlichkeit unterstellen. Ein teil des Lärms entstand anscheindend mitten in der Nacht. Der Idee eines Gemeinschaftsgartens an diesem Ort konnte der anwesende Vertreter der Wohnungsgesellschaft durchaus etwas abgewinnen. Das offene Ohr ist vorhanden. Perspektiven für zukünftige positive Entwicklungen sind denkbar. Was will man mehr?

Gerne wird überall die bestehende Vermüllung auf den Wegen bemängelt. Während des Rundgangs fiel auf, dass diese auf dem Spaziergang kaum zu bemerken war.

Das abschließende Gespräch im Quartiersbüro machte deutlich, dass die Anwohner und Akteure sehr angetan von den vielen positiven Veränderungen in ihrem Kiez sind. Sie fühlen sich wohl in ihren Kiez und möchten auch nicht wegziehen. Wünsche zu weiteren Verbesserungen sind durchaus vorhanden. Sie zeugen vom aktiven Mitgestaltungswillen des eigenen Wohn- und Lebensumfeldes und der Bedeutung der Arbeit des Quartiersmanagements.

 

Ralf Salecker

Postkarte: Typo-Motiv aus Spandau – Spandau ist eine Wolke; auch als großes Poster erhältlich
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Postkarte: 100 Jahre Rathaus Spandau Fotograf: Ralf Salecker
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Postkarte: 100 Jahre Rathaus Spandau
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About Ralf Salecker

Ralf Salecker, freier Fotograf und Journalist

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