Großsiedlung Falkenhagener Feld - Blick zur Westerwaldstraße (Foto: Ralf Salecker)

Quartier im Falkenhagener Feld wird mit vor Ort erzeugtem Strom versorgt

GEWOBAG startet Pilotprojekt Mieterstrom – Umweltfreundlich und kostengünstig

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Großsiedlung Falkenhagener Feld – Blick zur Westerwaldstraße (Foto: Ralf Salecker)

Zum 1. Mai geht es los: Im Falkenhagener Feld in Berlin- Spandau setzt die GEWOBAG mit dem Hamburger Energiedienstleister Urbana ein Pilotprojekt um, das in seiner Größenordnung deutschlandweit innovativ ist: Bei 1.423 Wohneinheiten können die Mieter ab April 2014 neben Wärme zusätzlich Mieterstrom direkt aus dem Quartier beziehen. Mieterinnen und Mietern, in deren Wohnumfeld sich ein Blockheizkraftwerk (BHKW) befindet, bietet die GEWOBAG über den Energiedienstleister Urbana den dort erzeugten Strom an. Blockheizkraftwerke produzieren neben der Wärme auch Strom. Dieser Strom wird nun den Mietern angeboten. Er ist günstig und wird umweltfreundlich produziert

GEWOBAG-Vorstand Markus Terboven freut sich über das innovative Angebot: „Die Nebenkosten zu senken ist selbstverständlich ein wichtiges Anliegen für uns. Eine zentrale Rolle wird hierbei der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung über ein neu installiertes BHKW spielen. Wir bringen damit nicht nur Wärme, sondern auch Strom unmittelbar in unser Quartier. Wir machen daraus ein zusätzliches Mieterstrom-Angebot für unsere GEWOBAG-Kunden. Diese neue Energiestrategie der GEWOBAG ist unsere Antwort auf das politische Leitbild in Zeiten der vielzitierten Energiewende: Weg von den großen Zentralen und hin zu kleinen dezentralen Einheiten der Energie- und Stromversorgung.“

Urbana-Geschäftsführer Christoph Maiwaldt freut sich über das gemeinsame Pilotprojekt mit dem Berliner Wohnungsunternehmen: „Mit der dezentralen Energieversorgung realisieren wir schon lange große Effizienzsprünge in der Wärmeversorgung von Quartieren. In Kürze wird nun auch in der ausgewählten Spandauer Siedlung der Strom direkt dort verbraucht, wo er auch produziert wird. Das ist eine gute Nachricht für die Mieterinnen und Mieter.“

Einsparungen von bis zu 100 Euro pro Jahr möglich

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Durch dezentrale Lösungen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) werden Wärme und Strom hocheffizient direkt im Wohngebäude produziert. Ziel ist es, diesen Strom preiswerter anzubieten als der örtliche Grundversorger mit dessen niedrigstem Tarif. Dabei steht den Mietern völlig frei, ob sie den günstigen Strom beziehen möchten. Es besteht keinerlei Verpflichtung, aber eben eine Chance. Die Vor-Ort-Vermarktung von Strom kann als ein Baustein betrachtet werden, um die Energiewende bezahlbar zu machen: Für den Mieter sind – abhängig von Haushaltsgröße und Tarif – Einsparungen von bis zu ca. 100 Euro pro Jahr möglich.

Ökonomische und ökologische Aufwertung der Wohnanlagen

Langfristiges Ziel der GEWOBAG ist die systematische Verbesserung der Energieversorgung ihrer Mietobjekte. Beim Wohnen wird die meiste Energie bei der Wärme- und Warmwasserversorgung verbraucht. Hier liegen die größten Einsparpotenziale, da moderne Heizungsanlagen deutlich energieeffizienter arbeiten. Markus Terboven: „Klimaschutz und wirtschaftliche Effizienz stehen im Mittelpunkt unseres Handelns. Wir steigern durch spezifische Maßnahmen die Energieeffizienz und modernisieren nach und nach unsere Heizungsanlagen. Das nützt nicht nur dem Klima, sondern hilft auch die Klimaschutzziele des Berliner Senat zu erreichen, und trägt auch dazu bei, die ‚warmen Betriebskosten‘ für unsere Mieterinnen und Mieter trotz steigender Energiepreise möglichst stabil zu halten.“

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